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vergrößern 700x467Schaut jetzt nicht sonderlich stylish aus die Wechselkopfbürste, bringt aber ein gutes Gewissen und einige Nachhaltigkeitspunkte.
Wie bitte? Das Zahnbürstl nach ökologischen Kriterien auswählen? Na, haben wir keine anderen Sorgen? Genau genommen: Nein. Aber vielleicht ist die Frage des richtigen Beißer-Putzers gar nicht so lächerlich, wie es im ersten Moment erscheint.
An sich sind wir es ja seit jeher gewohnt: Wir schrubben mit dem Bürstel so lange, bis es ziemlich zerfranst und ungustiös aussieht, und dann kaufen wir einfach ein neues. Und greifen vielleicht zu Zahnbürste und Pasta, die uns ständig von Werbemännern in weißen Mänteln eingebläut werden, weil sie "in der Taaaat" um so viel besser seien. Elastischer Kopf, der Paradeiserhäute schont, Borsten, die zwischen den Zähnen sauber schrubben und, und, und...
Und dann sind wir wieder einmal in unserem Biogeschäft unserer Wahl, stöbern durch die Regale - und sehen eine ganz andere Zahnbürste: Schlicht schaut sie aus, einfach designt - schon fast bis zur Fadesse.
Dennoch bietet sie etwas vollkommen Ungewöhnliches: Sind die (Natur-)Borsten verwuselt, wirft man nicht gleich das ganze Ding weg, sondern nur den Kopf der Zahnbürste, der mit einem Klick aufgesteckt und wieder abgenommen werden kann. Wie bei einer elektrischen Zahnbürste - nur dass beim Bürsteln nicht extra Strom verbraucht werden muss.
Und das bringt's? Wir haben nachgemessen und nachgerechnet. Die herkömmlich verwendete Zahnbürste kostete 3,39 Euro und hörte auf die Spezialbezeichnung "Zungenfrisch". Ihr Gewicht: 18 Gramm. Die wurde bisher zwei, drei Monate lang verwendet und dann als Ganzes weggeworfen.
Die neue Zahnbürste hingegen wiegt an sich schon einmal weniger - nämlich nur zwölf Gramm. Sind die Borsten unansehnlich, wird nur der Kopf ausgewechselt - und der wiegt gerade einmal zwei Gramm. Wir sparen also pro Tausch 16 Gramm. Nehmen wir einmal an, wir wechseln vier- bis sechsmal im Jahr, dann sind das 64 bis 96 Gramm weniger Kunststoff pro Jahr. Pro Person. Nehmen wir weiters an, es würden gerade einmal 100.000 Österreicher auf so eine Zahnbürste umsteigen, wären das ... Eben.
Und die Kosten? Die Wechselkopf-Zahnbürste ist an sich schon billiger - sie kostet nämlich nur 2,19 Euro. Okay, es gäbe auch "normale" Zahnbürsten um 1,59 Euro; es muss ja nicht gleich das Luxusmodell "Zungenfrisch" sein. Aber: Kauft man für das neue Öko-Modell dann die Wechselköpfe, sind die zwar im Ganzen ein bisschen teurer und kosten 2,99 Euro. Allerdings: Um diese knapp drei Euro bekommt man gleich drei Bürstenköpfe. Das heißt: De facto kostet dann ein neues Zahnbürstl nicht einmal einen Euro.
Zum Vergleich die Elektro-Zahnbürste: Wir sehen im Geschäft ein oral-b-Set um 29,90 Euro. Für die vier Ersatz-Wechselköpfe sind dann wieder 19,99 Euro zu berappen. Und bei jedem Bürsteln heißt es dann überdies: Stromverbrauch.
Ein kleines Detail am Rande liegt in der Verpackung. Das "Starter-Set" der neuen Bio-Zahnbürste inklusive Stiel ist in etwa genauso verpackt wie eine konventionelle Komplett-Wegwerf-Zahnbürste. Sobald man aber das erste Mal nachrüstet, spart man auch hier: Die Ersatz-Bürstenköpfe brauchen nur rund die Hälfte Verpackungsmaterial einer Normalo-Bürste. (Roman David-Freihsl, derStandard.at, 13.11.2012)
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Wechselkopf hab ich schon vor Jahren beim DM gekauft. Ist sozusagen als Kopfbedeckung nicht ganz jung und in der Taaat vollkommen nebensächlich.
Solange wir Erdöl in Automobilen literweise verbrennen, fallen die paar Gramm für einen Zahnbürstenstil einfach nicht ins Gewicht. Und die Energie für eine elektrische Zahnbürste? Mit guten wiederaufladbare Batterien ebenfalls vernachlässigbar. Da sind höchstens die Schildbürgerstreiche erwähnenswert, die ständig am Netz hängen müssen und tatsächlich nennenswert Strom verbraten.
Ansonsten ist die größte Energieverschwendung hier, darüber einen Artikel zu verfassen.
an sich ein guter vorsatz, aber was bringt mir die wechselkopfbürste inkl. weniger stromverbrauch, wenn sie eben nicht so gut putzt wie meine ultraschallbürste?
abgesehen davon muss ich meine bürste höchstens alle ein bis zwei wochen aufladen, dh für ein paar stunden an die steckdose anschließen
sofern man nicht gerade 5 zahnbürsten zuhause rumstehen hat, bzw. die bürste permanent angesteckt lässt, relativ verlachlässigbar.
Zum Beispiel mein Unterhoserl: Ich wasche immer nur den Teil, der, ja ähm, der ver......en ist. Der Rest bleibt von der energiefressenden Waschung unberührt.
Genauso, wenn ich mir mein Kaffeekännchen auf den Herd stelle, dann tu ich immer nur die halbe Menge Wasser rein und stelle das Kännchen nur auf die halbe Flammenseite, so verbrauche ich nur die halben Flammen.
Bei meinem SUV gedenke ich jetzt zwei Räder abzumontieren und zwar die rechte Reihe. So fahre ich gummireduziert auf der linken Seite politisch korrekt in Wien. Für NÖ montiere ich um.
Und in der BIM, mit der ich eh nicht fahre, nehme ich mir ein Campingstockerl mit und setze mich auf einen Sitz damit, dann kann darunter noch jemand sitzen!
Es gibt viel zu sparen!
Resi
Ich trage Schuld an ihrem
http://de.wikipedia.org/wiki/Tic
Und wer sich jetzt nicht auskennt, dem sei dies empfohlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schi... C3%9Fkurve
Resi
Nicht, dass man das nicht mal wieder besprechen darf; aber neu sind diese Zahnbürsten ja nicht.
Da gab es vor 20-25 Jahren (zumindest in D) schon mal einen größeren 'Hype'. Fand ich damals auch supertoll. Bis mir dann klar wurde, dass man damit auch nur einfach ein Kundenbedürfnis befriedigen und damit Geld verdienen will. Außerdem sind die Dinger nicht so praktisch, weswegen die wohl auch deswegen immer mehr aus den Regalen verschwunden sind.
Scheinbar so weit, das manch einer nun den Eindruck hat, das wäre etwas ganz Neues.
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