Facebook-Hoax: AGB-Widerspruch als Statusmeldung zwecklos

13. November 2012, 10:58
181 Postings

Widerspruch zu AGB nur mit Löschung des Accounts gültig

Seit wenigen Tagen macht auf Facebook wieder mal ein Hoax die Runde. In Statusmeldungen versuchen User den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook zu widersprechen: "Aufgrund der neuen AGB in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten (Texte, Fotos, persönliche Bilder, persönliche Daten) gemäß BDSG. Das Copyright meiner Profilbilder sowie aller anderen Bilder, liegt ausschließlich bei mir bzw. bei dem Fotografen mit dem ich einen Nutzungsvertrag geschlossen habe. Die kommerzielle Nutzung bedarf meiner schriftlichen Zustimmung."

Widerspruch nur mit Löschung des Kontos

Wie das Facebook-Marketing-Portal AllFacebook.de deutlich hervorhebt, entbinden solche selbst verfassten Beiträge keinen User von den bei der Anmeldung akzeptierten AGB. Die rechtliche Gültigkeit bzw. Haltbarkeit ist hier nicht gegeben. In den Nutzungsbedingungen des Portals ist deutlich vermerkt, dass die Weiternutzung des Portals nach einer Änderung der Nutzungsbedingungen ein automatisches Akzeptieren derselbigen bedeutet. 30 Tage nach Inkrafttreten neuer AGB muss ein Facebook-Konto gelöscht werden, sofern der User die AGB nicht akzeptiert. 

Verbreitung der Fotos

Erst im Juni 2012 hat Facebook seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Wer also jetzt den AGB in einer Statusmeldung widerspricht, läuft gegen geschlossene Türen. Abgesehen von den vergeblichen Widerrufspostings der User liegt das Urheberrecht von Fotos und Postings immer bei demjenigen, der das Werk geschaffen hat. Facebook sichert sich die Rechte an der Verbreitung der Fotos, ohne die eine Darstellung der Bilder nicht möglich wäre. Das Social Network nutzt Fotos und Bilder sowie Daten der User für Werbezwecke, verkauft diese aber eigenen Angaben zufolge nicht weiter. (red, derStandard.at, 13.11.2012)

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