Aufschub für Alpine

13. November 2012, 10:47
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Die angeschlagene Alpine Holding mit Sitz in Salzburg kann durchschnaufen, Banken stellen Kredite bis Ende Februar 2013 nicht fällig

Wals - Die angeschlagene Alpine Holding GmbH mit Stammsitz in Salzburg kann durchschnaufen: Heute, Dienstag, gab der Konzern den Abschluss eines Stillhalteabkommens bekannt, das mit diesem Tag wirksam wurde. Die Banken und Versicherungen werden ihre Kredite zumindest bis Ende Februar 2013 nicht fällig stellen. Die Kreditlinien werden bis zu diesem Zeitpunkt weiter zur Verfügung stehen, heißt es in einer Aussendung.

Gleichzeitig räumte das Unternehmen ein, dass der interne Zwischenabschluss der Alpine Gruppe mit 30. September 2012 einen Verlust in der Höhe von 89 Mio. Euro im dritten Quartal dieses Jahres ausweist. Dieser sei hauptsächlich auf die "Entwicklung bestimmter Projekte" sowie auf den Ausstieg aus bestimmten Märkten zurückzuführen, der teurer als erwartet ausgefallen sei.

Restrukturierungsprogramm

Alpine kündigte an, "stetig und zielorientiert" am Restrukturierungsprogramm für die Gruppe weiterzuarbeiten, das im ersten Quartal des kommenden Jahres vorliegen soll. Außerdem habe die Konzernmutter FCC eine kurzfristige weitere finanzielle Unterstützung zugesagt.

Montagabend hat der Konzernsprecher der FCC-Gruppe, Jose Manuel Velasco, mitgeteilt, dass eine Erhöhung des Eigenkapitals für die Alpine nicht notwendig sei. "Sollte es einen weiteren Bedarf an zusätzlicher finanzieller Unterstützung geben, wird die FCC Gruppe Alpine voll unterstützen, wie das auch den mit dem Stillhalte-Abkommen involvierten Banken mitgeteilt wurde", erklärte Velasco.

Nach Problemen in einigen CEE-Ländern wird sich das Unternehmen in Zukunft auf das Kerngeschäft in Österreich und Deutschland konzentrieren und sich aus verlustbringenden Auslandsmärkten zurückziehen. Alpine will auch einige angeschlossene Baugesellschaften veräußern. (APA, 13.11.2012)

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