Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

An der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien haben die Wissenschafter Xenon-Atome mit einem Röntgen-Laser beschossen. Der dabei beobachtete Ionisations-Effekt ist rechnerisch eigentlich unmöglich.
Einem internationalen Forscherteam ist mit dem weltstärksten Röntgenlaser etwas gelungen, das zumindest rechnerisch eigentlich nicht möglich scheint: Mit einem einzigen Röntgenblitz konnte die Gruppe um Daniel Rolles vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) die Rekordzahl von 36 Elektronen auf einmal aus einem Xenon-Atom herausschießen. Das sind deutlich mehr, als bei der Energie der verwendeten Röntgenstrahlung überhaupt möglich sein dürfte.
Verliert ein Atom Elektronen, bekommt es eine positive elektrische Ladung - es wird ionisiert. Diese Ionisation ist umso stärker, je mehr Elektronen dem Atom entrissen werden. Die Forscher um Rolles von der Max Planck Advanced Study Group am CFEL hatten an der Linac Coherent Light Source (LCLS) des US-Forschungszentrums SLAC in Kalifornien Atome des Edelgases Xenon mit intensiven Röntgenlaserblitzen beschossen. Die Photonen der verwendeten Röntgenstrahlung hatten mit 1,5 Kilo-Elektronenvolt (1,5 keV) rund tausendmal mehr Energie als sichtbares Licht. Trifft so ein energiereiches Photon auf ein Elektron in der Xenon-Atomhülle, gibt es seine Energie an das Elektron ab. Durch diesen Stoß kann das Elektron aus der Atomhülle herausgeschubst werden - je nachdem, wie fest es gebunden ist.
Theoretische Ansätze müssen überdacht werden
Rechnerisch lassen sich bei der verwendeten Energie bis zu 26 der 54 Elektronen des Edelgases herausschießen, die übrigen sind zu stark gebunden. Tatsächlich beobachteten die Wissenschafter jedoch, dass bis zu 36 Elektronen aus den Atomen flogen. "Nach unserem Wissen ist das die höchste Ionisation, die jemals mit einem einzigen elektromagnetischen Impuls in einem Atom erreicht worden ist", betont Rolles, der künftig eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe bei DESY leiten wird. "Unsere Beobachtung zeigt, dass die bestehenden theoretischen Ansätze modifiziert werden müssen."
Ursache für die "unmögliche" Ionisation ist eine sogenannte Resonanz: Im verwendeten Energiebereich können die Xenon-Elektronen sehr viel Röntgenstrahlung aufnehmen. Manche werden dadurch direkt aus dem Atom hinausbefördert, andere gehen in einen sogenannten angeregten, das heißt energiereicheren Zustand über, sind aber noch gebunden. Fällt eines der angeregten Elektronen jedoch in seinen Ausgangszustand zurück, wird wiederum Energie frei, die einem anderen angeregten Elektron den nötigen Extra-Schubs geben kann, um es ganz aus dem Atom zu befördern. In seltenen Fällen wird auch das bereits angeregte Elektron von einem zweiten Photon aus dem Röntgenblitz getroffen und so aus der Atomhülle geschossen.
Bisher unerreichter Ladungszustand
"Das LCLS-Experiment hat einen unerwarteten und zuvor unerreichten Ladungszustand produziert, indem gleich Dutzende Elektronen aus einem Atom katapultiert wurden", unterstreicht Ko-Autor Benedikt Rudek, Doktorand am Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik, der die Daten analysiert hat. "Die absorbierte Energie pro Atom war mehr als doppelt so hoch wie erwartet." Dieser Resonanzeffekt ist für Xenon gerade bei einer Energie von 1,5 keV besonders stark. Entsprechend beobachteten die Forscher selbst bei einer höheren Energie von 2 keV nur weniger stark ionisierte Atome.
Auf Grundlage der Messungen verfeinerten CFEL-Wissenschafter ein mathematisches Modell, mit dem sich solche Resonanzen in schweren Atomen berechnen lassen. In Folgeexperimenten haben Forscher unter anderem Krypton und Moleküle mit schweren Atomen an der LCLS untersucht, wie Ko-Autor Artem Rudenko betont, der inzwischen an der Kansas State University arbeitet und eines dieser Folgeexperimente geleitet hat.
Rezept für maximalen Elektronenverlust
Die Beobachtungen haben auch praktische Bedeutung für die Forschung: "Unsere Ergebnisse liefern ein Rezept, um den Elektronenverlust in einer Probe zu maximieren", erläutert Rolles. Das kann erwünscht oder unerwünscht sein. "Beispielsweise können Forscher unsere Ergebnisse nutzen, die ein sehr stark elektrisch geladenes Plasma erzeugen wollen." Bei der Untersuchung biologischer Proben hingegen sollten Wissenschafter die Resonanzbereiche solcher schweren Atome vermeiden. "Die meisten biologischen Proben enthalten einige schwere Atome", betont Rolles. Im Resonanzbereich werden solche Proben an diesen Stellen besonders schnell beschädigt, was die Abbildungsqualität beeinträchtigen kann. (red, derstandard.at, 17.11.2012)
Abstract
Nature Photonics: Ultra-efficient ionization of heavy atoms by intense X-ray free-electron laser pulses
Verstarb nach langer Krankheit im 80. Lebensjahr - Legte mit Raster-Tunnel-Mikroskop Grundstein für die Nanotechnologie
1.500 Kilometer lange zweite Etappe zwischen Phoenix und Dallas in 18 Stunden und 21 Minuten absolviert
Verständnis über Wachstum winziger Strukturen soll kontrollierte Herstellung spezieller neuer Materialien ermöglichen
Forscher ersetzen teuren Rohstoff Indium durch Silber-Nanodrähte
Intelligentes Textil erkennt toxische Stoffe in der Umgebung und ändert bei Kontakt seine Farbe
Platin-Nanopartikel beschleunigen Ethylen-Abbau auch bei niedrigen Temperaturen
Nach zwei Fehlschlägen gelingt der vierte Test des Flugzeugs mit Scramjet-Antrieb: Dreieinhalb Minuten Flug mit Mach 5,1
Drahtlose Verbindungen könnten in Zukunft Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet schließen
Teilchenphysiker Jochen Schieck baut als neuer Leiter des ÖAW-Instituts ab Oktober neuen Forschungsschwerpunkt auf
Tiroler Forscher zeigen "Zweite Welle" in Quantengas
Forscher modifizierten das Material durch starke Zugspannung und schafft damit Basis für winzige Lichtquellen
Photonen-"Quantencomputer" zeigt, was kein klassischer Computer lösen kann
US-Konstruktion erreicht 120 Flügelschläge pro Sekunde und ist zu grundlegenden Flugmanövern fähig
Forscher untersuchten kurzlebige Isotope von Radium und Radon
Forscher zeigen Kamera, die in Aufbau und Funktion Insektenaugen gleicht - Flugdrohnen könnten damit in Zukunft autonom navigieren
Forschungskooperation mit China: Neue Bodenstation am Dach des Wiener Quantenoptikinstituts eingerichtet
Entwicklung der TU Wien verändert sich bei Temperaturanstieg irreversibel - Indikator mit einfachem Magnetpuls auslesbar
Künftige nanoelektronische Informationsspeicher sind gleichzeitig winzige Batterien
Forscher von der Uni gehen der Verarbeitung von Pheromonen beim Tabakschwärmer nach - Die Ergebnisse könnten ähnliche Prozesse bei anderen Tieren und bei Menschen erklären
Wissenschafter des Instituts für Ionenphysik und Angewandte Physik der Uni Innsbruck mit Houskapreis ausgezeichnet
TU-Wien- Forscher entwickeln Virtual-Reality-Verfahren, das aus 100 Quadratmetern unendliche Räume macht
Internationales Physikerteam veränderten erstmals Laserpulse mit Hilfe eines mit nahezu Lichtgeschwindigkeit fliegenden Spiegels aus Elektronen
Polykristalliner Diamant verfügt über die richtigen Eigenschaften für einen einsatzbereiten optomechanischen Schaltkreise gleichsam aus einem Guss
AIT: Lasertechnologie erfasst Schäden rascher und genauer als bisherige Messeinrichtungen
Forscher entwickeln molekulares Werkzeug, mit dem sich der Abbau einzelner Proteine in einer Zelle mit Licht steuern lässt
bitte, lasst euch nicht immer wieder von trollen rollen und eure empfindlichen gemüter durcheinander bringen.... ;)
wenn ihr jedesmal ,auf einen der 99,976% der menschen ,die einen blödsinn tippen solch eine intensive entladung verfolgt sind die 36+ e bald nicht mehr bemerkenswert ,sondern die raktionen im forum ...
grinsen ist gesund ....
grummeln auch...
;)
peace
habe den eindruck, dass der term einziger roentgenblitz nicht gut gewaehlt ist; man ist versucht dann an ein einziges roentgen photon zu denken. Es duerften aber mehrere absorbiert werden. Dadurch ist die energiebilanz nicht negativ. Es ist ungewoehnlich, dass die entsprechenden kaskaden angeregter elektronen so hohe ionisierung hervorrufen koennen.
der Atem wird hektisch, die Augen fallen raus wie beim Lotto 6er. Man kanns nicht mehr fassen, ich bin ganz flapp...
Aber zum Glück für uns alle wurde nicht beschrieben welche langfristige Folgen diese gewiss hochinteressanten "Forschungen" für uns alle haben.
Bleibt nur noch nachzutragen womit diese "Forscher" ihr Geld verdienen und imstande sind das noch andren einzureden.
Einstein hat über seine eigene Formel E=mc² noch in den späten 1930ern frühen 40ern gesagt, dass diese in der Praxis nie eine Anwendung finden kann, weil es unmöglich wäre, die Atome der Elemente ineinander überzuführen (also zu verschmelzen oder zu spalten). Nur wenige Jahre später wurde die erste Atombombe gezündet.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.