Wechsel an der Windows-Spitze: Microsoft stellt neue Executives vor

  • Julie Larson-Green übernimmt die Weiterentwicklung von Windows
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    Julie Larson-Green übernimmt die Weiterentwicklung von Windows

  • Tami Reller wird sich um den geschäftlichen Teil der Windows-Sparte annehmen
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    Tami Reller wird sich um den geschäftlichen Teil der Windows-Sparte annehmen

Zukünftig werden zwei Personen die Windows-Sparte leiten

Microsoft hat nach Steven Sinofskys Abgang als Windows-Führungsspitze schnell reagiert. Der Posten wurde nun durch zwei Frauen nachbesetzt: Julie Rason-Green und Tami Reller. Die beiden sind mit sofortiger Wirkung Chefinnen der Windows-Division. Beide Executives werden direkt an Microsoft-Chef Steve Ballmer berichten und wurden in einer offiziellen Aussendung des Softwareunternehmens als Nachfolgerinnen genannt.

Wortwahl

CEO Steve Ballmer lobt in der Aussendung den ehemaligen Windows-Chef Sinofsky: "Ich bin dankbar für die vielen Jahre an Arbeit, die Steven für das Unternehmen getan hat" Sein Statement schließt er jedoch damit ab, dass Microsoft den Erfolg weitertragen muss, teamübergreifend und mit schnellen Entwicklungszyklen. Die Spekulationen über Sinofskys Widerwillen sich als Team-Player zeigen zu wollen bestätigt Ballmer zwar nicht, seine Wortwahl lässt jedoch interne Reibereien vermuten.

"Bestmögliche Person für diesen Job"

Julie-Larson Green übernimmt ab sofort den Entwicklungsteil der Windows-Sparte. Sie ist seit 1993 im Unternehmen und hat laut Microsoft vorwiegend an der User Experience des Internet Explorers gearbeitet und an Microsoft Office mitentwickelt. Larson-Green war auch für das Programm-Management in Windows 7 und Windows 8 verantwortlich. Laut Ballmer sei sie die "bestmögliche Person für diesen Job".

Das Geschäftliche

Tami Reller, erst seit 2007 in der Windows-Abteilung, wird den Geschäftsteil der Windows-Division übernehmen. Sie wird für eine Marketingstrategie für Windows und Windows-Geräte verantwortlich sein, dazu gehören das hauseigene Tablet "Surface" sowie Produkte von Partner-Herstellern. Reller kam gemeinsam mit dem Unternehmen Great Plains Software, das Microsoft im Jahr 2001 gekauft hat. Dort war sie jahrelang CFO. (red, derStandard.at, 13.11.2012)

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