Android 4.2 ist da: Updates für Galaxy Nexus und Nexus 7 angelaufen

  • Android 4.2 auf einem Galaxy Nexus. Im Bild der Lock Screen, der nicht nur optisch leicht umgestaltet wurde, an dieser Stelle können nun auch ausgewählte Widgets platziert werden.
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    foto: andreas proschofsky / derstandard.at

    Android 4.2 auf einem Galaxy Nexus. Im Bild der Lock Screen, der nicht nur optisch leicht umgestaltet wurde, an dieser Stelle können nun auch ausgewählte Widgets platziert werden.

  • Die "Quick Settings" sind über einen Knopf im Benachrichtigungsbereich oder eine Zwei-Finger-Bewegung von der Statuszeile hinab erreichbar.
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    Die "Quick Settings" sind über einen Knopf im Benachrichtigungsbereich oder eine Zwei-Finger-Bewegung von der Statuszeile hinab erreichbar.

  • Eines der Highlights von Android 4.2: Die Möglichkeit, "Photo Spheres" zu erstellen.
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    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Eines der Highlights von Android 4.2: Die Möglichkeit, "Photo Spheres" zu erstellen.

  • Der gewohnte "About"-Screen offenbart ein interessantes Detail: Am Galaxy Nexus hat man sich dazu entschlossen, weiterhin bei der bisher genutzten Linux-Kernel-Version zu bleiben. Zum Vergleich: Das Nexus 4 setzt auf den deutlich neueren Kernel 3.4.
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    Der gewohnte "About"-Screen offenbart ein interessantes Detail: Am Galaxy Nexus hat man sich dazu entschlossen, weiterhin bei der bisher genutzten Linux-Kernel-Version zu bleiben. Zum Vergleich: Das Nexus 4 setzt auf den deutlich neueren Kernel 3.4.

  • Nach dem Update am Nexus 7 funktioniert auch hier jetzt der Multi-User-Support. Über den Lock-Screen kann zwischen verschiedenen Accounts gewechselt werden.
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    Nach dem Update am Nexus 7 funktioniert auch hier jetzt der Multi-User-Support. Über den Lock-Screen kann zwischen verschiedenen Accounts gewechselt werden.

Zweite Ausgabe von "Jelly Bean" mit "Photo Spheres", Gesten-Tastatur und Multi-User-Support

Parallel zum Verkaufsstart der neuen Geräte der eigenen Nexus-Linie hat Google nun mit der Auslieferung von Android 4.2 begonnen. Die zweite Ausgabe von "Jelly Bean" wird seit kurzem an die BesitzerInnen des Galaxy Nexus ausgeliefert.

Photo Sphere

Auch wenn es sich dabei laut Google "nur" um eine kleineres Update handelt - immerhin ist Android 4.1 noch keine fünf Monate alt -, bringt die neue Version doch wieder manch neue Funktionen. Dazu gehört etwa eine vollständig neu gestaltete Kamera-App samt "Photo Sphere"-Support. Dank diesem ist es möglich, 360-Grad-Sphären aufzunehmen und optional mit anderen zu teilen, die diese dann ähnlich wie bei Street View frei dreh- und zoombar betrachten können.

Gesten

Ebenfalls neu ist eine Gesteneingabe für die Tastatur, bei der das System versucht, die Wörter durch Bewegungen von einem Buchstaben zum anderen zu "erraten". Das erinnert stark an bekannte Apps wie Swype, Google hat sich hier aber zu einer Eigenentwicklung entschlossen.

Multi-User

Ein großer neuer Brocken ist die Unterstützung mehrerer, nach Daten und Einstellungen getrennter NutzerInnen-Accounts am selben Gerät, dies funktioniert derzeit allerdings nur bei Tablets. Ebenfalls nur für solche Geräte - und im konkreten Fall ausschließlich für die Kategorie der 10-Zoll-Devices - relevant: Auch hier verwendet Android nun ein der Smartphone-Variante ähnliches Interface, bisher war dies nur beim Nexus 7 so.

Quick Settings

Dazu kommen noch Schnelleinstellungen, die bei Smartphones über ein Icon im Benachrichtigungsbereich (oder über eine Zwei-Finger-Geste vom oberen Bildschirmrand) erreicht werden können und diverse Kernfunktionen (etwa das Aktivieren von Bluetooth und WLAN) zum raschen Zugriff bieten.

Apps

Leichte Design-Anpassungen gab es für die Galerie-App, die Uhr wurde hingegen gleich ganz neu gestaltet und bietet nun endlich auch Timer und Stoppuhr. Mit Daydream gibt es eine Art Screensaver-Funktion für Android. Als sehr nützlich könnte sich die Möglichkeit erweisen, auch am Lock Screen ausgewählte Widgets darzustellen. Diese bieten also schon Informationen, bevor das Gerät noch entsperrt ist.

Vermischtes

Die Gmail-App beherrscht nun Pinch-to-Zoom und die Möglichkeit, in der Übersicht Nachrichten per Swipe-Geste zu löschen. Mit Android 4.1 wurde Chrome auf Tablets zum Default-Browser, mit der neuen Version wird dieser Wandel nun auch bei Smartphones vollzogen. Dies allerdings nur bei neuen Geräten wie dem Nexus 4, beim Galaxy Nexus wird auch mit der neuen Betriebssystemversion weiterhin der alte Android Browser ausgeliefert. Zu alldem kommen noch diverse Sicherheitsverbesserungen und neue Funktionen in Sachen Barrierefreiheit.

Abwarten

Wie immer liefert Google das Update in Wellen aus, was bedeutet, dass es durchaus einige Tage dauern kann, bis alle NutzerInnen beliefert werden. Wer nicht so lange warten will: Zumindest für den takju-Build (das sind jene Geräte, die direkt über den Google Play Store verkauft wurden) wurde das Update-Paket von Android 4.1.2 auf 4.2 bereits auf den Servern von Google aufgespürt.

Manuell

Grundlegende Kenntnisse im Einrichten des Android SDKs/von adb vorausgesetzt, lässt sich das Update übrigens auch ohne Factory Reset einspielen. Das Verfahren nennt sich "adb sideloading" und wird in einem Thread auf XDA Developers (2. Posting, Methode 4) beschrieben. Im Test des WebStandard funktionierte das tatsächlich problemlos.

Weitere Geräte

Es ist davon auszugehen, dass schon bald weitere Geräte der Nexus-Linie mit dem Update auf Android 4.2 versorgt werden, allen voran das Tablet Nexus 7. Immerhin wird von diesem seit Dienstag in einigen Ländern bereits die neue UMTS-Variante ausgeliefert - die von Haus aus mit Android 4.2 ausgestattet sein soll. Selbes gilt für Nexus 4 und Nexus 10, die unter anderem in den USA und Deutschland am Dienstag ihren Verkaufsstart erleben.

Update, 10 Uhr:

Mittlerweile hat auch die Auslieferung des Android-4.2-Updates für das Nexus 7 begonnen. Das Update von Android 4.1.2 kann ebenfalls von Google heruntergeladen und per "adb sideload" installiert werden. Dabei zeigt sich, dass der Multi-User-Support auch hier funktioniert, also nicht auf das Nexus 10 begrenzt ist. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 13.11.12)

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