Frachtaufkommen am Flughafen Wien sinkt

1,99 Millionen Fluggäaste wurden im Oktober in Wien-Schwechat abgefertigt, das entspricht einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zum September

Wien/Schwechat - Der Flughafen Wien verbuchte im Oktober 1,99 Mio. Passagiere - um vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten des Jahres ergab sich damit ein Anstieg bei den abgefertigten Passagieren von 5,6 Prozent auf 18,9 Millionen. Die Zahl der Flugbewegungen sank zugleich um 0,2 Prozent (sowohl im Oktober als auch in den ersten zehn Monaten zusammen), teilte das börsenotierte Unternehmen mit.

Der Rückgang beim Frachtaufkommen hat sich noch beschleunigt. Im Oktober gab es ein Minus von 12,2 Prozent auf 21.419 Tonnen, in zehn Monaten ergibt sich damit ein Rückgang um 9,2 Prozent auf 210.493 Tonnen.

Der Oktober brachte dem Flughafen im Vergleich zum Vorjahresmonat 2,7 Prozent mehr Transferpassagiere (650.096) und 5 Prozent mehr Lokalpassagiere (1.338.220). Osteuropa mit einem Plus von 9,8 Prozent entwickelte sich besser als Westeuropa (plus 5,1 Prozent) und der Nahe und Mittlere Osten (Plus 8 Prozent).

In zehn Monaten gab es um 9,4 Prozent mehr Transferpassagiere (6,08 Mio.) und um 4,1 Prozent mehr Lokalpassagiere (12,8 Mio.). (APA, 13.11.2012)

Share if you care
24 Postings
ja ja,

die cargo zahlen waren schon immer ein indikator
der weltwirtschaft.
man merkt es auch bei den frachtzahlen wenn es wieder nach oben geht.
aber im augenblick geht die ganze weltweite konjunktur den bach runter.

2013 wird ein entscheidendes Jahr!

Wenn man auch dann keine neuen Strecken aufnimmt, wirds schwer, weiter zu wachsen!

Wird eh Chicago (wieder mal) neu aufgenommen - ich bin mal optimistisch, dass das diesmal ein ernsthafter Versuch is: der neue Vorstand schlägt sich bis jetzt ganz gut.

wozu die Aufregung

für nächstes Jahr ist in Rückgang von fast 25% intern vorhergesagt.

25% sind verkraftbar,glaube ich.

Das ist super, nächstes Ziel des Flughafens müsste ein Ausbau der Ferndestinationen sein!

genau
nur: die aua darf das noch nicht
und dadurch dürfen auch viele andere nicht hierher weil die aua da gutes lobbying betreibt und selber leute auf der langstrecke haben will

könnten Sie das etwas genauer ausführen?

solange die aua verluste einfährt hat sie von der wettbewerbsbehörde auferlegt bekommen, dass sie keine neuen verbindungen aufnehmen darf

da ja speziell die langstrecke (auf der die aua ja eher unterrepräsentiert ist) sehr profitabel ist schmerzt das natürlich schon

wien ist ja erst vor kurzem zur welthauptstat von kongressen worden
dazu noch die uno mit vielen internationalen flügen wären ja die voraussetzungen sehr gut
auf der anderen seite gehen auch firmen wie accenture, roland berger, mc kinsey und co immer mehr dazu über die eigenen leute auch daheim einzusetzen

stimmt so nicht. Die AUA darf, solange sie Verluste macht, nicht stärker wachsen als der IATA-Schnitt. Es wurden einige neue Strecken aufgenommen und nächstes Jahr kommen noch ein paar dazu.

Die Regelung ist ab 2013 hoffentlich hinfällig.

momentan schauts gut aus
spätestens 2013 sollte die aua den turnaround schaffen

Fracht

So kommt man sich manchmal in der Economy vor...

You get what you Pay.

Das ist schlecht

Ohne Cargo ist der Passagierverkehr nicht rentabel. Bald werden Fluggesellschaften ihre Fernflüge auf andere Ziele umleiten.

?
sie denken der großteil der fracht wird neben den koffern der billig-passagiere verstaut?
lol
das sind schon eigene flieger :-)

Blödsinn!

Der größte Frachtanteil wird im Rahmen normaler Linienflüge transportiert. Nur-Frachter wie Korean Cargo sind in Wien die Minderheit.

Da die AUA seit 2010 keine Frachtzahlen mehr publiziert, nehme ich 2009 als Beispiel:

Im Jahr 2009 gab es am Flughafen Wien insgesamt 185.724 t Luftfracht, davon 119.636 t alleine von der AUA (die bekanntlich keine reinen Cargo-Flugzeuge betreibt). Das Frachtaufkommen der anderen Fluggesellschaften ist dann noch hinzuzurechnen.

hm. wieder was gelernt.

Nur mit der Aussage, dass "ohne Cargo der Passagierverkehr nicht rentabel" sei, hat potakowskyj1 nicht Recht. Cargo dient der Vermarktung von Restkapazitäten. Aber wenn ein Flugzeug bereits voll ist (maximales Startgewicht, oder auch Stauvolumen erreicht), dann wird Cargo stehengelassen und nicht Passagiere und/oder deren Gepäck.
Wäre Cargo in Wien der große Kostenbringer, hätten die AUA und ihre Konkurrenten schon längst dezidierte Cargo-Flotten errichtet. Aber dafür ist Wien einfach zu klein und die minimalen Margen decken einen eigenen Flugbetrieb erst ab einer kritischen Größe, wie man bei LH Cargo, DHL, Aerologic, usw. sieht. Das gibt Wien nicht her.

DHL ist das denkbar schlechteste Beispiel. Die haben nämlich Ihren Sitz beim Linzer Flughafen.

Da dürften Sie etwas verwechseln. DHL Aviation hat ihren Sitz in Zavantem (Belgien), der Heimathub ist Leipzig/Halle, hat >30 weitere Hubs, und sie betreibt über 80 Frachtflugzeuge (bzw. noch mehr wenn man Partnerbetriebe einrechnet).

DHL Österreich natürlich. So blöd bin ich dann nicht, dass ich DHL für eine österreichische Firma halte...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.