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Brüssel/Berlin/Lissabon - Das krisengeschüttelte Griechenland soll zwei zusätzliche Jahre Zeit zum Sparen bekommen. Das haben die internationalen Geldgeber der Troika vorgeschlagen. Die Euro-Finanzminister berieten in Brüssel darüber, wie die Mehrkosten von knapp 33 Milliarden Euro finanziert werden können. Mehrere Minister sagten, es müsse ein weiteres Treffen geben - entweder noch in dieser oder in der kommenden Woche.
Athens befürchtete Probleme bei der Aufnahme neuer Schulden am Geldmarkt sind ausgeblieben. Griechenland hat am Dienstag 4,06 Mrd. Euro bei Investoren besorgen können, wie die Schuldenagentur PDMA in Athen mitteilte. Damit wurde das Platzierungsziel von 3,125 Mrd. Euro übertroffen. Griechenland benötigt diese kurzfristigen Gelder, um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Die von Athen dringend benötigte Kredittranche von 31,5 Mrd. Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm von 130 Mrd. Euro kann wegen der Verzögerungen erst später freigegeben werden. Vor einem bindenden Beschluss müssen mehrere nationale Parlamente zustimmen.
Die Finanzierungslücke beziffert die Troika allein für die kommenden beiden Jahre auf 20,7 Mrd. Euro - insgesamt sollen es bis 2016 dann 32,6 Mrd. Euro sein. Das geht aus dem Troika-Bericht hervor. "Mehr Zeit kostet auch mehr Geld", sagte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Minister wieder zu ihren eigenen Steuerzahlern gehen."
Fekter sprach von einem "Mix von Möglichkeiten", etwa der Streckung von Zahlungszielen. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne Gewinne mit griechischen Staatsanleihen an nationale Notenbanken weiterleiten, die diese wiederum an Eurostaaten auszahlen könnten. Der Staatsbankrott droht schon bald, da Griechenland bereits am 16. November alte Schulden bedienen muss. Als wahrscheinlichste Lösung zeichnet sich ab, dass Griechenland kurzfristig weiter auf EZB-Hilfe zurückgreifen kann.
Die Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und EZB schlägt den Aufschub von zwei Jahren explizit vor. Das geht aus dem Entwurf einer neuen Vereinbarung der Troika mit der griechischen Regierung ("Memorandum of Understanding") zur Umsetzung der Reformen hervor.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker befürwortet das Vorgehen: "Der Troika-Bericht ist im Grundton positiv, weil die Griechen ja wirklich geliefert haben." Die Finanzmärkte nahmen den Vorschlag der Troika mit Erleichterung auf.
Bei der Bewertung der Lage Griechenlands fehlt noch ein Bericht zur Schuldentragfähigkeit, das heißt zu der Frage, wann das Land seine Schulden wieder komplett zurückzahlen kann, ohne sein Wachstum zu gefährden. Bislang soll die Zielgröße von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 erzielt werden. Der Termin für eine weitere Ministersitzung stand noch nicht fest. Juncker will nach eigenen Worten vor dem EU-Sondergipfel am 22. und 23. November zu einer Entscheidung kommen.
Griechenlands Parlament hatte jüngst ein Spar- und Reformpaket sowie ein weiteres Sparbudget für 2013 als Voraussetzung für Hilfen beschlossen.
Die Brüsseler Beratungen waren kompliziert, weil es unterschiedliche Meinungen unter den Euroländern gibt. Während Frankreich eine schnelle Auszahlung der nächsten Griechenland-Hilfen will, pocht Deutschland auf Gründlichkeit. "Wir müssen mit dem griechischen Programm vorankommen", sagte Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici, auch wenn noch nicht alle Punkte geklärt seien. Er lobte die "enormen Anstrengungen" Griechenlands auf dem Weg zu gesunden Staatsfinanzen.
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte dagegen vor übereilten Entscheidungen. "Man muss erst mal sehen, was Griechenland geliefert hat", sagte Schäuble. "Die Gründlichkeit muss sein."
Unterdessen verteidigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel die Reformen bei verschuldeten Euroländern trotz heftiger Proteste. "Es geht nicht um Sparprogramme als Selbstzweck", sagte Merkel am Montag bei einem Kurzbesuch in Lissabon, der von einem großen Polizeiaufgebot geschützt werden musste. Immer neue Schulden dürften es künftigen Generationen aber nicht unmöglich machen, Investoren anzulocken und Arbeitsplätze zu schaffen. Merkel rief Portugal, das seit vergangenem Jahr unter dem Euro-Rettungsschirm steht, zu weiteren Bemühungen auf. (APA, 13.11.2012)
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Was passiert eigentlich wenn es keinen Euro mehr geben sollte? Dann bringt die Galgenfrist dann auch nichts mehr.
Die Chancen das der Euro 2013 nicht überlebt steigen mit jedem Tag:
http://www.start-trading.de/blog/2012... ro-gerade/
Die Staaten sind untereinander zerstritten, eine Vertrauensbasis ist nicht mehr da und damit schwindet jegliche Hoffnung auf eine weitere gemeinsame Zukunft.
Sicher gibt es das nicht!
Die Mehrheit ist dagegen!
Mit uns nicht!
Das haben die GR schlecht verstanden!
Also mit und auf keinen Fall!
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Schlusssatz = Also die GR brauchen den Aufschub doch wirklich. Haben doch alles erfüllt (was SIE wollten)
Also im sprichwörtlichen Sinne, ( eine Bessere Beschreibung gibts wohl kaum) kommen die Griechen nicht gleich am Galgen, wir warten, bis sich der Rest Europas auch mehr in Richtung Hinrichtung (Galgen) hinbewegt hat. Die Henkersmahlzeit, die nie auf die griechischen Teller kommt, sind die Abermilliarden europäischem Steuergelder, welche sich die Banken einverleiben.
Wäre Griechenland eine Bank, wäre sie schon längst gerettet. Vielleicht sollte also Griechenland nicht als Land, sondern als Bank auftreten...
wird alles gesagt warum jede finanzspritze umsonst ist
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 63164.html
zu welchem zinssatz hat sich gr gerade eben refinanziert? ich meine ja nur, nachdem wir alle das demnächst zahlen müssen. warum wird nicht gleich die bereits zugesagte nächste tranche ausbezahlt und wieviel verdient der "geldmarkt" an diesem nicht-auszahlen? und jaja, die bösen griechen sind schuld, dass sich ein paar verbrecher hier noch schnell ein paar prozenterl genehmigen!
und wir erhalten beim Sparen 0,75 % Zinsen und die Spekulanten bei GR Anleihen 45% oder 211% Rendite.das kann nur gut sein für die Reichen.
http://www.onvista.de/anleihen/... NT=9285763
Nur für jene, die nicht in GR-Anleihen investiert haben, denn GR-Anleihen haben 80% verloren. Wenn Sie Ihren Link verstanden hätten, dann wäre Ihnen der Schuldenschnitt im März aufgefallen, als der Kurs bei etwa 20% stehen blieb. Damals wurde die Anleihe vom Markt genommen. Sie wird auch nicht mehr zurückgezahlt und die 211% Rendite sind daher Unsinn.
Die Griechen erhielten seit ihrem Beitritt zur EU, über 100 Milliarden an Struktur und Agrarsubventionen. Nebat ihrem mafiösen Klientel und Parteiensystem, schaffen diese Gelder weitere Problemfelder.
Da pflanzen die Griechen eine Olympiade 2004 für 12 Milliarden hin, jetzt verlottern diese Sprotstätten zu Ruinen. Dieses griechische "Wirtschaftsystem" ist im ganzen Land vorhanden. Jeden zusätzlichen Cent aus Rettungs und Honigtöpfen der EU, verschulden und verschlimmernd die Lage zusätzlich.
Griechenland braucht nicht nur wieder seine eigene Währung, sondern ebenfalls eine funktionierende Verwaltung, Strukturreformen. Einfach Euro nachzuschiesen hilft nicht, er lässt die Lage vollends explodieren und uns Steuerzahler zuätzlich bluten!
Es sind 130 Milliarden! Nicht eingerechnet sind die Hilfs und Rettungszahlungen über IWF, EZB und ESFS und bald ESM die aktuell am laufen sind! Und es fehlen wieder 32 Milliarden... Und sie sprechen es klingt nach mehr als es ist...
Wollen sie eigentlich uns Steuerzahler verhöhnen oder glauben sie tatsächlich noch, dass Griechenand die Gelder zurückzahlen wird?
Ihre Subventionen haben sie in irgendwelche grössenwahnsinnige Projekte "investiert", die weder nachhaltigen Nutzen brachten, sondern Zusatzkosten, die sie nun nicht mehr bezahlen können.
Wenn wir so weitermachen mit dem Euro, bzw. wenn Griechenland nicht bald seine eigene Währung erhält, samt Reformen und Schuldenerlass, wird dieses Land in Unruhen versinken! Wollen sie das?
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