Djokovic König von London

Weltranglisten-Führender gewinnt Endspiel des World-Tour-Finales gegen Federer - Zweiter Titel beim Saisonabschlussturnier für Serben

London - Novak Djokovic hat zum zweiten Mal in seiner Karriere das ATP-Saisonfinale gewonnen. Der Weltranglistenerste aus Serbien triumphierte in London gegen Rekord-Champion Roger Federer (Schweiz) mit 7:6 (8:6), 7:5. 2008 hatte Djokovic das Abschlussturnier der acht besten Tennisprofis in Shanghai zum ersten Mal gewonnen.

Federer verpasste durch seine zweite Finalniederlage nach 2005 seinen siebten World-Tour-Titel und den insgesamt 77. Turniersieg seiner Laufbahn. Mit 76 Erfolgen bleibt der 31-Jährige weiterhin die Nummer vier der ewigen Bestenliste hinter Jimmy Connors (109), Ivan Lendl (94) und John McEnroe (77).

Schwacher Start von Djokovic

Die 17.000 Zuschauer in der ausverkauften North Greenwich Arena sahen von Beginn an das erwartet hochklassige Match. Zwar gab Djokovic die ersten neun Punkte und damit seinen Aufschlag ab, doch steigerte sich der 25-Jährige im Laufe des ersten Durchgangs. Nach 72 Minuten verwandelte er seinen dritten Satzball.

Im zweiten Durchgang lief Djokovic einem frühen Break hinterher und wehrte beim Stand von 4:5 und Aufschlag Federer zwei Satzbälle ab. Nach 2:14 Stunden verwandelte der fünfmalige Grand-Slam-Champion seinen ersten Matchball.

"Wir haben uns heute gegenseitig bis zum Maximum getrieben. Danke an mein Team, die Saison hätte nicht schöner anfangen und enden können," meinte der zu Jahresbeginn bei den Australian Open siegreiche Serbe.

Im 29. Duell der beiden Dauerrivalen setzte sich Djokovic zum 13. Mal gegen Federer durch. Djokovic kassierte für seinen Erfolg 1,76 Millionen Dollar (ca. 1,385 Millionen Euro) und bleibt die Nummer eins im Ranking. Sein Verfolger Federer muss sich mit 410.000 Dollar (ca. 322.000 Euro) trösten. 

Spanischer Triumph im Doppel

Das spanische Doppel Marcel Granollers und Marc Lopez hat zum ersten Mal das ATP-Tour-Finale in London gewonnen. Die  als Nummer sechs gesetzte Paarung bezwang die Inder Makesh Bhupathi und Rohan Bopanna im Endspiel mit 7:5,3:6,10:3. Granollers (26) und Lopez (30), die am kommenden Wochenende auch für Spanien im Davis-Cup-Finale in Prag gegen Tschechien antreten, dürfen sich die Prämie von 305.000 US-Dollar teilen. (sid, 12.11.2012)

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Lächerlich!

Keine Ahnung, wo diese Fairness-Dikussion jetzt plötzlich daherkommt.
Aber wie vom Kollegen R. Kipling mehrfach erwähnt wurde, spricht der "Stefan-Edberg-Sportsmanship Award" in dem Fall Bände. Allfälige Diskussionen erübrigen sich!

Ich möchte einen zweiten Profi-Tennisspieler (bzw. Profisportler überhaupt) sehen, der soviele öffentliche Termine wahrnehmen muss bzw. teilweise auch will wie RF und dabei immer höflich und bescheiden ist. Dass es auf dem Platz hin und wieder zu kleineren Aussetzern kommt, ist nur mehr als normal.

Es heißt immer, der Typ ist so fad, zeigt keine Emotionen, blablabla. Dann gibt es einmal im Jahr eine nennenswerte emotionale Regung seinerseits, und er wird als unsportlich dargestellt? LÄCHERLICH!

Nachsatz: "Es gibt keine Typen mehr im Tennis, früher war mit McEnroe etc. alles besser..." Wie jetzt?

Unterstreichung von Federers endloser Arroganz oder doch nur ein Missgeschick

http://www.usatoday.com/story/gam... r/1700519/

menschlich sehr schwach immer schon gewesen, unabhängig von dieser Aktion.

dodl-artikel

ein wahrlich objektiver Artikel:
I bet if Federer met the president and someone in the room said, "Mr. President, there's an urgent call for you," Federer would dig his phone out of his pocket to see who was ringing him.

Ja vielleicht war es ein kleines Psychospiel seitens Federers. Das macht ihn weder arroganter noch symphatischer.
Aber was ist das gegen das nicht enden wollende Auftippen des Balls durch Djokovic vor dem Aufschlag oder gegen den Psychoterror den Nadal vor Beginn der Partie mit seinem Wasserflaschentick aufführt?

Nadals "Wasserflaschen-Tick" beeinflusst den Gegner zu 0%.

Wenn die Handtücher tatsächlich falsch gelegen sind, war es ein Fehler der Turnierverantwortlichen für den Federer nichts kann.

War dem nicht so, dann war es ein Fauxpas, der Federer, als Spieler der sehr viel Wert auf die Traditionen im Tennis legt, nicht unterlaufen sollte. Absicht würde ich ihm nicht unterstellen, da es das erste Match seit Monaten war, bei dem er diesen Platz nicht einnehmen sollte.

Ihn als menschlich schwach zu bezeichnen und daraus eine große Geschichte machen zu wollen geht aber völlig fehl. Insbesondere bei einem Spieler, der soeben zum 8mal(!) den Stefan-Edberg-Sportsmanship Award verliehen bekam. Dieser wird von den Profikollegen und der ITWA vergeben und die kennen Federer sicherlich besser als Sie.

Mit den Handtüchern hat das nichts zu tun. Der höher-Gesetzte sitzt immer auf der ersten Bank, aber Roger ist halt noch nicht so lange dabei...
;-)

der Schein trügt

bitte nicht von solchen Awards blenden lassen...
eine eigene Meinung haben wäre sinnvoller..

Eine eigene Meinung sollte aber auf Tatsachen und persönlichen Erfahrungen beruhen. Da ich nicht das Glück habe Federer zu meinen persönlichen Freunden zu zählen, kann ich mich nur auf sein Verhalten auf dem Platz verlassen und darauf was seine Kollegen bzw Kontrahenten von ihm sagen.

Sein Verhalten auf dem Platz ist zu 99% absolut vorbildlich (zumind die letzten 10 Jahre), er tritt immer bescheiden auf, nimmt sich sehr lange für Autogramme und Interviews Zeit und seine Kontrahenten hielten ihn offenbar in den vergangenen Jahren 8mal für den fairsten Spieler. Ich denke die Argumente sprechen da eindeutig für ihn!! ;)

BESCHEIDEN?
Mit dem RF Logo? Kenenn sie einen anderen Tennisspieler (oder überhaupt Sportler) mit eigenem Logo?

RF-Logo ...

... ist nicht mehr und nicht weniger als:
Gesundes SelbstBewusstsein.

Na und ?!?
Schlecht ?
Wohl kaum !

Wenn der "SuperSportler" Herr "Maximilian Mustermanndl" sich (s)ein "eigenes LOGO" - z.B. "MaM" - kreierte ... ;
wen stört's ?!?!?
:-)

Bescheindenheit schaut anders aus, mit dem Logo sieht das eher nach Größenwahn aus, Gott sei Dank verzichtet er derzeit auf diese Unverschämlichkeit.

“Unverschämlichkeit“

Also genau das, was viele Postings hier auch sind, nämlich eine Mischung zwischen Unverschämtheit und Dämlichkeit? ;-)

pure absicht

von federer. er hat sich aber schon öfter gegenüber djokovic so benommen. z.b. pressekonferenz (oder interview) nach den us open 2011...

die haben schon so viel erfahrung und sind derart abgeklärt, dass sie sowas nie und nimmer aus der ruhe bringen kann. djokovics fehlstart hatte damit defintiv nichts zu tun.

überhaupt hat's noch nie so großartige, sympathische top4 gegeben wie derzeit. allesamt sind sie sehr nette, freundliche, bescheidene burschen, die sehr viel respekt voreinander haben u diesen auch auf ehrliche art und weise zeigen - obwohl's hier wirklich um sehr viel geht.

das ist nicht nur nicht selbstverständlich, sondern die absolute ausnahme. fast egal, welche kombination man hernimmt: becker-muster, muster-skoff, becker-stich, mcenroe - lendl, becker-cash...alle hatten sie ihre geschichten.

die schweden (edberg, wilander, borg) waren damals die ausnahme

Genauso ist es, hab ich auch weiter unten geschrieben. Von so etwas lassen die sich nicht aus der Reserve locken.

Kommt mir ein bißchen so vor wie bei Nadals Wimbledon "Rempler" aus dem manche auch einen Skandal machen wollten..

Der Award heißt ja nicht umsonst Stefan-Edberg-Sportsmanship Award ;)

Nachtrag

soviel dazu
Gentleman like
http://www.youtube.com/watch?v=wvSgXp-cwTg

Bei Federer ist das nur eine Fassade (die diesmal gewaltig bröckelt), applaudiert hat er im Gegensatz zu Djokovic noch nie. Und sein Ego mit dem RF Logo? Sieht man zum Glück nicht mehr.

Wow!

Wie viele Stunden haben sie da in youtube suchen müssen? War eines von geschätzten 3-4 Spielen, in denen Federer reklamiert hat.

Und übrigens: Inhaltlich lag er richtig. ;-)

@glory hunter

naja waren schon ein paar tage, die ich für die suche benötigte :-)

wer lesen kann ist klar im Vorteil

menschlich schwach bezieht sich auf vorherige Aktionen, wie z.b.(herab würdigende Kommentare in Richtung des Gegners, bei einer Niederlage ist immer Federer selbst schuld (der andere hat nie besser gespielt, sonder er "federer" hat nur viele Fehler gemacht, nach Spielen so auch hier in London Kommentare wie: der Belag war zu langsam, deswegen habe ich verloren, es müssen schnellere Beläge her usw., weiters unsportlich bei Schiedsrichterentscheidungen (Madrid 2011 gegen Nadal), bei Fehlentscheidungen des SR nie eine Zurücknahme des unehrlich gewonnen Punktes, kein Respekt gegenüber Mitspielern (Bei schönen Aktionen habe ich den Federer nie applaudieren gesehen) man beachte Djokovic in solchen Aktionen,

Wer unvoreingenommen urteilen kann, ist klar im Vorteil

Selten so einen pauschalisierend - undifferenzierten Unsinn gelesen.

Jeder der Federer persönlich kennt, bezeichnet ihn als sportlich fairen, sympathischen und bescheidenen Menschen. Er wird von allen Kollegen hochgeschätzt.

Es ist ein Leichtes von jedem Topspieler Szenen zu finden, wo er einmal mit einer Schiedsrichterentscheidung absolut nicht einverstanden war oder nach einem verlorenen Spiel sehr enttäuscht von der eigenen Leistung war (kann mich noch gut an die Äußerungen Nadals erinnern, nachdem ihn Melzer besiegt hat).

Es muss mir nicht jeder Spieler sympathisch sein, aber ich würde mir jedenfalls nicht anmaßen, eine Person, die ich nicht kenne, als “menschlich schwach“ zu bezeichnen.

...

ein experte auf diesem gebiet :O

schön zusammen gereimt, hier toppt ja ein blödsinn den anderen. gerade nach dem jetzigen spiel hat federer djokovic als den besten bezeichnet und findet in jedem interview lobende worte für die gegner.
die anmerkung zu den belägen war in keinster weise als ausrede für die niederlage zu verstehen.
was hat bitte das applaudieren mit respekt zu tun?abgesehen davon hab ich es auch schon von fed gesehen. linienrichterentscheidungen hat fed schon oft zu gunsten des gegners overruled.
djokovic ist aufgrund seines spiels beachtenswert, aber punkto fairness ist er einem federer noch meilenweit hinten nach.

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