"Sesamstraße": Vorwurf gegen Elmo-Sprecher

12. November 2012, 23:32

Kevin Clash der Beziehung mit einem Minderjährigen bezichtigt - Produktionsfirma: Vorwürfe unbegründet

Los Angeles - Ein Puppenspieler aus der "Sesamstraße" soll mit einem Minderjährigen eine sexuelle Beziehung unterhalten haben. Die Produktionsgesellschaft der TV-Kinderserie, Sesame Workshop, teilte am Montag Einzelheiten zu dem Vorwurf mit, gegen den sich Puppenspieler Kevin Clash zur Wehr setzt. Der Kläger gibt an, die Beziehung zu Clash, der damals etwa 45 Jahre alt war, habe vor sieben Jahren begonnen, als er noch 16 Jahre war. Damit wäre die Beziehung in New York, wo die Serie produziert wird, unzulässig gewesen, weil dort 17 Jahre das Mindestalter für freiwillige sexuelle Beziehungen ist.

Clash bestätigt Beziehung zu Kläger

Clash steht in der "Sesamstraße" (Original "Sesame Street") hinter der grellroten Figur Elmo, einem Monster mit aufgeregtem Charakter, das in der Welt der Spielwaren ein erfolgreiches Eigenleben entwickelt hat. Der Puppenspieler gesteht ein, dass er eine Beziehung zu dem Kläger unterhielt, allerdings erst, als dieser 17 Jahre alt gewesen sei. Die Beziehung habe "zwischen zwei einwilligenden Erwachsenen" stattgefunden und er sei "sehr betrübt" über gegenteilige Darstellungen.

Clash erklärte, er habe wegen der Anschuldigungen bei der "Sesamstraße" eine Pause eingelegt. Sesame Workshop teilt mit, dass die Beschuldigungen schon seit dem Juni vorliegen. Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass sie "nicht begründet" seien. Allerdings habe der Puppenspieler die hausinternen Regelungen zur Internet-Nutzung missachtet und mangelnde "Urteilsfähigkeit" an den Tag gelegt. Elmo werde unabhängig vom Ausgang der Affäre weiterleben, unterstrich Sesame Workshop. (APA, 12.11.2012)

Share if you care
9 Postings

Ist doch völlig legal. Darf man nicht ab 14 Jahren Beziehungen mit Volljährigen haben?

In Österreich und anderen Ländern, ja.
In den USA ist das je nach Bundestaat zwischen 16 und 18.
Federal Law ist 18.
(wobei meist nicht Beziehungen per se sondern Sex verboten wird, wovon aber meist ausgegangen wird logischerweise).

das ist doch megaharmlos

ich erinnere an zwei fälle in österreich:
eine handballtrainerin die eine beziehung zu einem 13-jährigen hatte... (bzw. noch hat)

ein moderator des größten radiosenders österreichs der ebenfalls mit einem 13-jährigen knaben in einer beziehung stand...

passiert ist beiden nicht viel..

plus die tschaki lugner und der helmut w.

Der erst der "pedo" schreit kriegt von mir eine in die Fresse -- im übertragenen Sinne xD

Ich find es immer wieder erschreckend wenn vor allem in den USA sich Leute aufregen wenn jemand ne Beziehung mit nem 16-Jährigen eingeht. Noch dazu einvernehmlich.

Was den jüngeren jz 7 Jahre danach dazu treibt sich darüber aufzuregen weiß ich nicht. Soweit ich weiß wirft er ihm ja nicht Vergewaltigung etc vor.

Klingt wie ne Neid/Rache/Revanche-Sache für mich auf den ersten Blick inklusive Promi-Faktor.

Mit Pädophilie hat das natürlich nichts zu tun und es ist ziemlich entsetzlich, dass das in vielen Ländern wie solche bestraft wird. Andererseits ist es durchaus legitim und sinnvoll, wenn der Staat 16jährige vor 30 Jahre älteren "Partnern" schützt. Altersmäßig derart krass asymmetrische Beziehungen dürften so selten sein, dass die Vorteile eines solchen Verbots (Schutz von für ihr Alter noch unreifen Jugendlichen, die die Folgen nicht richtig abschätzen) vermutlich die Nachteile (16jährige, die genau wissen, was sie tun, müssen 2 Jahre warten; oder können den andern in die Pfanne hauen) aufwiegen. Das ist im Kern dieselbe Abwägung, die man bei jedem altersabhängigen Verbot von sexuellen Beziehungen treffen muss.

Wenn man sein damaliges Alter - egal ob nun 16 oder 17 in Betracht zieht, könnte es die Erste große Liebe gewesen sein. 7 Jahre sind Zudem eine lange Zeit. Da wäre es durchaus denkbar, dass es Enttäuschung ist, die zu der Klage führte.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.