Arafats Grab für Exhumierung gesperrt

12. November 2012, 21:10
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Tonnen von Beton zu heben - Probenentnahme in 14 Tagen

Ramallah - Die Vorbereitungen für die Exhumierung des vor acht Jahren gestorbenen Palästinenserführers Yasser Arafat haben am Montag in Ramallah begonnen. Es geht um den Verdacht, Arafat könnte vergiftet worden sein. Das Mausoleum sei für die Öffentlichkeit gesperrt worden, teilte der Leiter des palästinensischen Komitees zur Ermittlung der Todesursache Arafats, Tawfik Tirawi, mit. Unklar ist, ob es gelingt, die unter Tonnen Beton in vier Metern Tiefe liegenden sterblichen Überreste in nur zwei Wochen freizulegen.

Am 26. November sollen Experten aus der Schweiz, Frankreich und zusätzlich auf palästinensischen Wunsch auch aus Russland anreisen, um Proben der sterblichen Überreste des 2004 in einem französischen Militärhospital gestorbenen Arafat zu entnehmen, sagte ein Mitglied des Komitees der Nachrichtenagentur dpa unter der Maßgabe, dass sein Name nicht genannt wird.

Das Institut de Radiophysique in Lausanne hatte im Juli an persönlichen Gegenständen Arafats erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210 gefunden. Viele Palästinenser glauben an einen Giftmord durch Israel, das diesen Vorwurf jedoch bestreitet. (APA, 12.11.2012)

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