Geldtransporter-Prozess: 20 Monate Haft für Fahrer

12. November 2012, 19:23
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Richterin sprach von einer "geschlossenen, durchgängigen Indizienkette" - Angeklagter bestritt die Veruntreuung von 365.000 Euro

Innsbruck - Nach dem mysteriösen Verschwinden von 365.000 Euro aus einem Geldtransporter bei einer Tour im Tiroler Zillertal Anfang März dieses Jahres ist der 26-jährige Fahrer am Montag am Innsbrucker Landesgericht wegen Veruntreuung zu 20 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Richterin Theresa Giner sprach in ihrer Urteilsbegründung von einer "geschlossenen, durchgängigen Indizienkette". Der Angeklagte bekannte sich in der Verhandlung nicht schuldig. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Zudem muss der Beschuldigte 250.000 Euro Schadenersatz an seinen früheren Arbeitgeber, ein Innsbrucker Spezialunternehmen leisten. Der 26-Jährige meinte vor Gericht, dass die zwei Geldsäcke wohl aus dem Auto gefallen sein müssten. Auch einen möglichen weiteren Verdächtigen brachte er ins Spiel. (APA, 13.11.2012)

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