Athen fordert von Skopje Einlenken im Namensstreit

12. November 2012, 19:03
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Griechischer Außenminister wirft Nachbarland Nicht-Beantwortung von Schreiben vor

Brüssel/Athen/Skopje - Im Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien hat Athen den Nachbarstaat erneut zum Einlenken aufgefordert. Eine Einigung sei "Voraussetzung, um den Weg unseres Nachbarn in die EU zu ebnen", betonte der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos nach Gesprächen mit seinen Amtskollegen aus Bulgarien und Rumänien am Montag in Sofia.

Griechenland verlangt mit Verweis auf seine gleichnamige Provinz, dass Mazedonien sich einen anderen Namen gibt. Wegen des Streits blockiert Athen den NATO-Beitritt Mazedoniens und bremst auch die Gespräche über einen mazedonischen Beitritt zur EU. Die frühere jugoslawische Teilrepublik ist seit 2005 EU-Beitrittskandidat.

Avramopoulos warf Mazedonien vor, ein Schreiben aus Athen mit einem Lösungsvorschlag bis heute nicht beantwortet zu haben. Auch Bulgarien übte Kritik. "Wir haben ein Problem mit dem nationalistischen Reden mancher politischer Führer in Mazedonien", sagte Außenminister Nikolaj Mladenow. Sofia hat bereits den EU-Beitritt Mazedoniens von der Verbesserung der bilateralen Beziehungen abhängig gemacht. (APA, 12.11.2012)

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