Fekter in der "Krone": Freunde nennen Mizzi Marie

Heißer Insidertipp der Ministerin: "Besser sparen auf was Größeres als zu viele kleine Fuzzis!"

Sonntag konnte endlich eine Frage geklärt werden, die österreichischen Steuerzahlern schon lange unter den Nägeln brannte: "Wer ist Maria Fekter wirklich? Wie tickt die 56-jährige, die scheinbar unerschütterlich ihrer politischen Wege geht? Wie ist sie privat? Was die 'Kronen Zeitung' kurz vor acht Uhr im Wiener Traditionscafé Eiles aus der Frau, die alle 'Mizzi' nennen", da über drei Seiten zutage förderte, war zunächst einmal eine Warnung: "Meine wirklichen Freunde nennen mich Marie." War auch Zeit, dass es die Öffentlichkeit erfährt. Noch "vor dem Termin mit der 'Krone'" trat sie einen frühen Beweis ihrer Vielseitigkeit an. Da "hat die Ministerin noch schnell während des Zähneputzens Waschmaschine und Geschirrspüler ausgeräumt: 'Das geht zack, zack.' Sie ist eine fleißige Anpackerin, auch im Haushalt", was nicht ohne Einfluss auf den Bundeshaushalt bleiben kann.

Aber nicht nur "im Haushalt. 'Zupfen, garteln, pflanzen - das taugt mir! Ich bin ein bodenständiger Mensch!'" Von Anfang an: "Ich war eine Hausgeburt. Heute wohnen im Untergeschoß meine Eltern, oben im Dachgeschoß mein Mann und ich", spannte sie einen weiten Bogen vom Ursprung bis in ihre ausgefüllte Gegenwart. "Das Gewicht sei ihre größte Schwachstelle, behauptet die Frau, die alle 'Mizzi' nennen - den wirklichen Freunden" zum Trotz, die sie doch "Marie" nennen. (Nur der Vizekanzler und Parteifreund Spindelegger "begrüßt sie freudig mit: 'Hallo, liebe Maria!'")

"Ihr Äußeres ist immer tipp-topp. 'Das kostet mich eineinhalb Stunden in der Früh! Das geht auf meine Schlafenszeit ... Ich wasche und föhne jeden Tag Haare, dazu volles Make-up. Ich werde ja dauernd fotografiert. Das gehört zum Job!' Den Termin-Marathon absolviert sie mit perfekt manikürten Nägeln: 'Ich hab ja keine Zeit für ein Nagelstudio!'" Was sie außerhalb ihrer "Schlafenszeit" sonst noch so treibt, blieb in der "Krone" weitgehend unerwähnt, wollte man doch "heute mit der Finanzministerin ausnahmsweise einmal nicht über Griechenland, Eurorettung oder Budgetpfade reden". Nur so viel: "Sie hat den ersten Preis beim internationalen e-Governmentwettbewerb für die Transparenzdatenbank eingeheimst, die sie gegen viele Widerstände durchgeschubst hat." Und sie wusste, warum. "Früher waren wir bei den Transferleistungen nicht offen wie eine Dirndlbluse, sondern zu wie eine Burka" - ein Vergleich, den man in aller Welt versteht, weshalb sie "dieses Sprachbild schon einmal in Alpbach gebracht" hat. Und da "mokieren sich manche Magazine über ihre zuweilen roboterartige Sprechweise"!

"'Mein Mann!' schmettert es aus der Ministerin" auf die Frage, wer sich "eigentlich daheim um die Finanzen kümmert". Sonst "entzieht sich der Gemahl konsequent" und mit den Worten "'Ich bin nicht dein Beiwagerl!' jeglicher öffentlicher Präsenz und Betrachtung". Der Anlagetipp für die "Krone"-Leser dürfte aber wieder von ihr stammen. "Privat hat sie Viertel-Viertel-Viertel-Viertel veranlagt: Diamanten ('Als Schmuck! Mein Tipp: Besser sparen auf was Größeres als zu viele kleine Fuzzis!'), Immobilien, Wertpapiere und Sparbuch trotz der Micky-Maus-Zinsen, aber wegen der schnellen Verfügbarkeit als Notgroschen." Ein heißer Insidertipp.

Nur keine "kleinen Fuzzis"! "Was Maria Fekter, der es an Durchsetzungskraft beileibe nicht mangelt, noch werden will, kann sie so schnell nicht beantworten. Bekannt ist sie eigentlich dafür, dass sie in der Partei immer dort aushilft, wo grad Not an der Frau ist." Und wenn Not am Mann ist? "Etwas fällt ihr dann doch ein: 'Mein nächster Karriereschritt ist Großmutter!'" Aber Michael Spindelegger sollte sich nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen.

Den amerikanischen Wählern, die Obama bestätigten, hat Christian Ortner, hiesiger Oberpriester des Neoliberalismus, am Wochenende in der "Presse" ordentlich den Kopf gewaschen. "Die Torheit der Regierenden speist sich aus der Torheit der Regierten ganz hervorragend", benörgelte er die "Lust der Demokratien, sich in die Pleite zu wählen". Die von Mitt Romney als Schmarotzer entlarvten 47 Prozent der Amerikaner, die keine Steuern zahlen, hätten ihn wählen müssen, sind sie doch in einer Lage, um die sie jeder Millionär beneidet, nämlich so wenig zu verdienen, dass sie keine Steuern zahlen und von der staatlichen Wohlfahrt abhängig sein dürfen. Aber es gibt keinen Dank für sachliche Aufklärung, und so wählten die "Nettoprofiteure" eben Obama. Dass daran nur die "Demokratie" schuld sein kann, ist klar. Diktaturen ist jegliche Torheit fremd. (Günter Traxler, DER STANDARD, 13.11.2012)

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23 Postings
Resl!

In Ministerien und Behörden spricht man aber vor allem von der "Resl" (->Maria THERESIA Fekter). Der Standard hat also genauso schlecht recherchiert wie die Krone. Bravo!

Umgangssprachlich haben

Schotter und Marie die gleiche Bedeutung...

ich denke ihr mann ist ganz froh sie die ganze woche nicht zu sehen

ebenso beim schweige ex kanzler schüssel, da genierte sich die frau auch , mit ihm öffentlich aufzutreten, und die tochter nahm gleich einen künstlernamen an, - damit sie nicht mit ihrem vater in verbindung gebracht wird...

das töcherl profitiert aber nicht schlecht von den subventionen aus der schwarzen reichshälfte - würde sie die ohne den pappi bekommen?

Die eigentliche Sensation...

...ist ja, dass diese Frau Freunde hat.

Mich nennt niemand Mitzi ...

Es gab doch mal diese Aussage von ihr. Jetzt ist alles anders?

Na gut

dann eben Schotter Marie in Zukunft

Das hat sie ja selber in ihrer bekannt charmanten Art auch schon mal in ein Mikrophon geflötet: http://www.youtube.com/watch?v=_DRr5sw3Dnw

Neben der möcht ich nicht aufwachen...

"Ihr Äußeres ist immer tipp-topp. 'Das kostet mich eineinhalb Stunden in der Früh!

ihrem mann bleibt es ja vorwiegend auch erspart

neben ihr aufzuwachen

"Das kostet mich eineinhalb Stunden in der Früh!"
die zeit kann sie sich wirklich sparen.

Was mich an dieser Meldung wirklich wundert:

Die Fekter soll "Freunde" haben?!

Den Schlafmangel erkennt man. What a waste of time.

ortner und mizzi-

zwei sympathieträger der ersten güte......

Christian Ortner

der Herr war mir bislang unbekannt. Das dürfte ja ein nettes Früchtchen sein...

das ist der vorkämpfer gegen den staat

mit einem posten beim amtsblatt wiener zeitung...

kognitive dissonanz at its best

sie glücklicher

da kennen Sie wohl den Unterberger auch nicht

Es ist mir völlig blunzen

wie ihre Freunde sie nennen. Mein Bedürfnis ist gering, dazu gezählt zu werden. Zu Mizzis Freunden.

diamanten, immobilien, wertpapiere.

ich kenne keinen krone-leser, der anders veranlagen würde.

Ich wusste nicht, dass sie Freunde hat.;>))

schon immer Marie oder erst seit dem neuen Karriereschritt ?

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