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Bülent Arinç ist der "good cop", Tayyip Erdogan der "bad cop". So scheint die Rollenverteilung zu sein, mit der sich die türkische Regierung aus der Affäre um den seit zwei Monaten dauernden Hungerstreik von rund 700 kurdischen Häftlingen zu manövrieren versucht. Arinç, einer der Vizepremiers und die Nummer zwei der Regierung, verhandelt mit führenden kurdischen Politikern über ein Ende des Hungerns. Premier Erdogan dagegen spricht von "Show" und "Erpressungsversuchen". Er lanciert dafür ein neues innenpolitisches Thema: die Wiedereinführung der Todesstrafe.
Wenigstens 64 Häftlinge sind nach 60 Tagen Verweigerung der Nahrungsaufnahme in kritischem Zustand, gab der Chef der Kurdenpartei BDP, Selahattin Demirtas, an. Die Gesundheit von weiteren 150 Gefangene sei ernsthaft bedroht. Am vergangenen Wochenende schlossen sich sieben BDP-Politiker aus Solidarität dem Hungerstreik an, darunter Diyarbakirs Bürgermeister Osman Baydemir und die BDP-Kovorsitzende Gülten Kisanak. Der Hungerstreik hatte vergangenen September begonnen und sich dann als Reaktion auf Erdogans harsche Kommentare rasch landesweit auf die türkischen Gefängnisse ausgedehnt.
"Diese Hungerstreiks, dieses Todesfasten - dies sind Bluffs, das ist eine Show", wiederholte Erdogan vergangenen Sonntag in einer Rede. "Und nun haben ihre Parlamentsabgeordneten offenbar mit Hungerstreiks begonnen", fuhr der Regierungschef fort. "Sie können machen, was immer sie wollen. Unsere Pflicht ist klar: Wir werden tun, was immer für ihre Gesundheit notwendig ist." Das bedeutet im Klartext Zwangsernährung und weckt bei vielen aufgeklärten Türken böse Erinnerungen.
Bereits vor zwölf Jahren hatten sich an die 1000 Häftlinge mit einem "Todesfasten" gegen die Verlegung in neue Hochsicherheitsgefängnisse mit Einzelhaftzellen wehren wollen. Nach mehreren Wochen Zuwarten und Verhandeln ließ die damalige Regierung des Exsozialisten Bülent Ecevit rund 20 Gefängnisse stürmen. Der Codename der Operation lautete "Rückkehr ins Leben". Mindestens 31 Häftlinge und zwei Soldaten starben dabei, mehr als 420 Gefangene wurden verletzt.
In den folgenden Jahren kam es in der Türkei immer wieder zu Aktionen des "Todesfastens". Der Istanbuler Anwalt Behiç Asçi hielt 293 Tage durch, bis sich - damals bereits - Bülent Arinç für eine Kompromisslösung einsetzte, die Häftlingen in Hochsicherheitsgefängnissen mehr gemeinsame Zeit pro Woche einräumte.
Dieses Mal wollen die kurdischen Häftlinge und die BDP-Politiker bessere Haftbedingungen für den Gründer der PKK, Abdullah Öcalan, erzwingen. Der 62-Jährige wird auf der Marmara-Insel Imrali weitgehend ohne Besuche in lebenslanger Haft gehalten. Zudem fordern die Kurden Sprachunterricht von Schulbeginn an - derzeit ab der fünften Klasse - und das Recht auf Verteidigung in Kurdisch vor Gericht. Arinç deutete bei Letzterem Zugeständnisse an. (Markus Bernath aus Istanbul, DER STANDARD, 13.11.2012)
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zuerst behaupten das die Leute von der PKK gezwungen werden zu hungern und dann selber Zwang anwenden, weil man den Leuten keinen freien Willen zugesteht, jeder der glaubt einen Menschen zwingen zu können nichts zu essen soll mal probieren zwei Woche nichts zu essen, wenn er dann immer noch glaubt das man ihn weiter zwingen könnte kann mir bescheid sagen und wir reden hier von 60 Tagen, das bedeutet das diese Leute das alle aus freien Stücken bzw. verzweiflung machen, anders könnten sie es nicht aushalten, sogar wenn man sie mit einer Waffe bedrohen würde könnte man sie nicht vom essen abbringen......es war schon immer die Methode der Türkei den anderen Erpressung und Gewalt vorzuwerfen aber dann selber am härtesten darauf zurück zugreifen
wers glaubt
https://www.facebook.com/pages/PKK... 6019844578
Wie erdogan schon in deutschland gesagt hat, mann soll sich intergrieren aber auch die eigene (turkisch) muttersprache von klein auf lernen. Wieso kann er sein eigenen rat nicht im eigenen land durchsetzen??
Oder das ganz berühmte ONE MINUTE er war dagegen dass man kinder und frauen umbringt wieso wird dass im eigenen land nochimmer tag tãglich gemacht? Die tUrkei ist keine demokratie egal wer was sagt!!! Wie kan ein man in einer demokratie zum premier gewãhlt werden wenn er zum zeitpunkt der wahlen im kanst sitzt?? wenn jemand sagt dass alles eine lüge ist oder jemand der mehr wahrheit ertragen kann und es auch will nur zu bitte melden ich schicke euch links wo ihr euch alles selbst andehen könnt.
Nur weiter so, liebe Türken!
Mit euren Aussagen zu diesem Thema lässt sich wunderbar nachvollziehen, warum das Zusammenleben mit euch einfach nicht funktioniert.
Haarsträubende "Vergleiche", peinlich-niveaulose Hasstiraden, Doppelmoral, Ignoranz und Dummheit....und auf all das ist man auch noch stolz. Unglaublich.
Nicht nur Türken sondern verschiedene Völker aus dem Balkan sind dort vertreten. Sogar Völker aus den Arabischen Staaten. Und in so einem Staat verdienen Kurden die auch ein Teil diese Gesellschaft sind keine Sonderbehandlung. Die Türken hier bei uns bekommen ja auch keine Sonderbehandlung und sind ein Teil unserer Gesellschaft.
Keiner in Österreich kann diese Situation verstehen. Nicht die Kurden sondern die PKK versucht die Türkische Regierung mit solchen Aktionen schlecht da stehen zu lassen. Und das mit Erfolg, so wie ich hier lese. Zuerst sollte man Kurden und die Terroristen der PKK nicht in einen Topf werfen.
...gehören niemals Staatsbürgern eines anderen Landes.
Genau genommen nicht einmal den Staatsbürgern, sondern in der Regel sind die einzelnen Baugründe und Häuser Privateigentum.
Auch in der Türkei gehören Bezirke nicht "den Türken" sondern die einzelnen Liegenschaften Privateigentümern. Ausgenommen Staatsgrundbesitz.
Sie müßten im Hungerstreik also umfassender vorgehen:
Privateigentum an Immobilien enteignen, aller Baugrund dem Volk!
Ich bin erstaunt über all diejenigen, die das Kurdenproblem in der Türkei mit der Migrantenpolitik von europäischen Ländern vergleichen können.
Die Türkei kann bei Weitem nicht mit den europäischen Ländern verglichen werden und zwar auf keiner politischen Ebene. Ausländer in Europa sind alle in diese Länder später eingewandert, aber die Kurden sind nicht in die Türkei eingewandert. Sie waren schon immer da.
Und in keinem der europäischen Staaten wurde eine intensive Assimilationspolitik gegen eine andere Bevölkerungsgruppe betrieben. Was in der Türkei ganz anders war. Sind sich einige von euch eigentlich bewusst, dass in der Türkei 17000 Morde begangen worden sind, vor allem an Kurden. Und das deren Verantworliche nicht bestraft wurden??
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