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Wien - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) hat am Montag vor massiven Einbrüchen bei den Studentenzahlen durch die geplanten Platzbeschränkungen in 19 Fächern gewarnt. "Die Behauptung, dass es nicht weniger Studierende geben wird, ist eine glatte Lüge", so ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig (Fraktion Engagierter Studierender, FEST). Nur wenige könnten es sich leisten, sich die Studienstadt frei auszusuchen. Für viele werde damit das Wunschstudium oder ein Studium an sich unmöglich.
Nicht nachvollziehbar ist für die ÖH außerdem, wieso Studenten auch bei zugangsbeschränkten Fächern "die Knock-Out Phase StEOP" (die einsemestrige Studieneingangs- und Orientierungsphase, Anm.) durchlaufen müssen. "Das sind doppelte Hürden, die fatale Auswirkungen haben werden", warnte Grabuschnig.
Wegen der Verdrängungseffekte erwartet die ÖH zudem flächendeckende Zugangsbeschränkungen. Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) berichten gar, dass die Regierungsparteien "dem Vernehmen nach den Zugang zu höherer Bildung bis 2021 flächendeckend beschränken" wollen. Schon die derzeit geplante Regelung ist aus Sicht der GRAS ein "Kürzungsprogramm", da bei der Zahl der Anfängerplätze jenes Drittel der Studenten, das wegen geringer Prüfungsleistung als nicht prüfungsaktiv gilt, nicht berücksichtigt werde. (APA, 12.11.2012)
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Das ist ja Zweck der Sache, da gehts nicht um Bildung, um kritische Geister oder so Schmafu. Ganz im Gegenteil. Da gehts um die Verwaltung der möglichst effizienten Heranzucht des zukünftigen höheren Funktionspersonals. Da muß natürlich ausgegrenzt werden, könnte ja sonst jede/r kommen, da muß natürlich Druck gemacht werden, könnte man ja auf blöde Gedanken kommen und vielleicht gar den status quo in Frage stellen.
Tatsächlich erinnert die Sache stark an planwirtschaftliche Methoden vergangener Tage, anderer Systeme. Die Flexibilisierung der Standortwahl könnte allerdings erheblich unterstützt werden durch eine Art bundesweiten Fernstudienpool mit Multimediaangebot. Damit würde sich die Anwesenheit bei vielen Studienrichtungen auf ein Minimum reduzieren lassen. Und ein Angebot an vollzeit Berufstätige wäre es auch.
"Nur wenige könnten es sich leisten, sich die Studienstadt frei auszusuchen."
Viele sind doch jetzt schon gezwungen, für das Studium in eine (andere) Stadt zu ziehen. Ganz einfach deshalb, weil es pro Studienrichtung nur eine geringe Anzahl an Universitäten gibt, an denen sie angeboten wird. Auch weiterhin wird es zahlreiche Leute geben, die in ihrer Heimatstadt ihr gewünschtes Fach studieren können. So ein gravierendes finanzielles Problem im Vergleich zu jetzt wird das wohl auch nicht sein, wenn Leute statt in Wien in Linz, Graz, Innsbruck, ... studieren müssen.
"Aber ich will doch an der TU Wien studieren, weil die besser angesehen ist!" ist da noch das bessere Argument.
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