AUA: Weniger Flieger, weniger Passagiere

12. November 2012, 13:46
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Lufthansa-Konzern im Oktober mit 2,7 Prozent Passagierzuwachs

Schwechat - Die AUA (Austrian Airlines) hat heuer im Herbst drei Mittelstreckenflugzeuge weniger im Einsatz als vor einem Jahr. Damit hatte sie im Oktober gut 10 Prozent weniger Sitzplätze im Angebot. Das wirkte sich auf die Passagierzahlen aus, aber dennoch sank die Fluggastzahl im Oktober bloß um 1,7 Prozent. Die vorhandenen Flugzeuge waren somit voller: Die Auslastung stieg um 3,8 Prozentpunkte auf 78,9 Prozent.

Eine Million Passagiere hat die AUA im Monat Oktober befördert. In den ersten zehn Monaten waren es 9,8 Millionen Passagiere, somit blieb es von Jänner bis Oktober bei einem Plus 1,7 Prozent.

Mini-Plus im Europaverkehr

"Wir haben zwar das Angebot deutlich reduziert, im Oktober aber trotzdem nur geringfügig weniger Passagiere befördert", so AUA-Vorstand Karsten Benz. Es sei der AUA in allen Verkerhsgebieten gelungen, das Produkt gut abzusetzen.

Im Europaverkehr gab es im Oktober ein Mini-Plus von 0,2 Prozent, interkontinental litten die Strecken unter dem Hurrikan Sandy (minus 7,5 Prozent). Das verknappte Angebot war vor allem wieder im Charter spürbar: Hier gab es einen Rückgang um 17,3 Prozent. Allerdings flogen in diesem Herbstmonat nur 37.400 Leute mit AUA-Charter.

Lufthansa legt zu

Die Lufthansa hat im Oktober 2012 trotz der Flugausfälle nach Hurrikan "Sandy" erneut mehr Fluggäste gezählt. Einschließlich ihrer Töchter Swiss, Austrian Airlines (AUA) und Germanwings beförderte Europas größte Fluggesellschaft 9,4 Millionen Fluggäste und damit 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie sie mitteilte.

Nach zehn Monaten gab es konzernweit ein Passagierplus von 3,4 Prozent auf 88,2 Millionen Fluggäste. Davon flogen 64 Millionen (plus 3,6 Prozent) unter den "Lufthansa"-Marken.

Ende Oktober hatte die Lufthansa wegen des Wirbelsturms eine Reihe von Flügen in die USA und zurück gestrichen. Während die Kernmarke Lufthansa und die Schweizer Swiss bei den Passagieren zulegten, schlug das gekappte Flugangebot der AUA im Oktober auf die Passagierzahlen der österreichischen Gesellschaft durch. Hier gab es ein Minus um 1,7 Prozent.

Die Maschinen des Kranich-Konzerns wurden unterdessen voller: Die Sitzauslastung verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 79,0 Prozent. Auch die Ticketpreise stiegen: Das Preisumfeld habe sich "positiv" entwickelt, schrieb die Lufthansa zu den Oktober-Verkehrszahlen.

Plus auch bei Swiss

Die Fluggesellschaft Swiss hat im Oktober 1,387 Mio. Passagiere und damit 1,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat befördert. Im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten Juli, August und September war jedoch ein Rückgang festzustellen.

So hatten im September noch 1,396 Mio. Fluggäste die Dienste der Schweizer Lufthansa-Tochter genutzt. Im diesjährigen Rekordmonat Juli waren es knapp 1,5 Millionen gewesen.

Wie die Swiss am Montag weiter mitteilte, wurden im Oktober insgesamt 12.864 Flüge durchgeführt. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent. 11.407 Flüge fanden innerhalb von Europa statt.

In der Auslastung führen die Schweizer. Der Sitzladefaktor nahm gegenüber dem Vorjahr zu, und zwar um 0,6 Prozentpunkte auf 84,3 Prozent.

Bei der Lufthansa-Cargo lief es hingegen weniger rund. Das Frachtgeschäft konnte sich der schwächelnden Weltwirtschaft weiterhin nicht entziehen. Lufthansa Cargo beförderte 150.000 Tonnen Fracht und Luftpost, 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Fracht-Maschinen verbesserte sich wegen eines reduzierten Flugangebots um 0,6 Prozentpunkte auf 69,5 Prozent. Konzernweit kam die Lufthansa auf 171.000 Tonnen, ein Minus von 7,6 Prozent (APA, 12.11.2012)

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