Viehdiebe lockten Polizei in Kenia in Hinterhalt: Mindestens 42 Tote

13. November 2012, 06:32
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600 Mann starke Bande soll zuvor 1.000 Rinder gestohlen haben

Nairobi - Nach einem Überfall von Viehdieben auf Polizisten in Kenia ist die Zahl der Toten bis zum späten Montagabend auf 42 gestiegen. Möglicherweise gebe es noch weitere Tote in dem unübersichtlichen Gelände im Suguta-Tal in der Region Samburu, berichteten kenianische Medien auf ihren Websites. Wegen der vielen Hyänen in dem Gebiet dürften einige der Leichen nie gefunden werden.

Polizeieinheiten waren am Wochenende bei der Verfolgung von einer Bande von Viehdieben in einen Hinterhalt geraten und niedergeschossen worden. Die Ermittler hatten versucht, die etwa 600 Mann starke Bande einzuholen. Als sich die Polizei-Mannschaftswagen näherten, eröffneten im Dickicht versteckte Schützen das Feuer. Sie seien mit Kalaschnikow-Sturmgewehren bewaffnet gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zuvor sollen sie rund 1.000 Rinder gestohlen haben.

Die Leichen von rund einem Dutzend der Opfer wurden in die Hauptstadt Nairobi geflogen. Ärzte behandelten drei Verletzte im Krankenhaus. "Wir haben weitere Polizisten geschickt, die nach Überlebenden suchen sollen", sagte der Sprecher. Das Gebiet sei abgelegen und unwegsam. In Samburu komme es immer wieder zu Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, die um Vieh, Weideland und Wasser kämpfen. (APA, 13.11.2012)

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