Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Hochwasser in Lavamünd

Ermittlungen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung richteten sich vorerst gegen Unbekannt

Klagenfurt - Die Wassermenge der Drau bei Lavamünd ist Montagmittag auf knapp 1.400 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Ab der kritischen Menge von 1.500 Kubikmetern kann es zu Überschwemmungen kommen. Dieser Fall dürfte aber nicht mehr eintreten, meinte Johannes Moser vom Hydrographischen Dienst des Landes und gab "vorsichtige Entwarnung". Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat unterdessen Ermittlungen im Fall des Jahrhunderthochwassers in Lavamünd am vergangenen Montag eingeleitet, wie das ORF Radio Kärnten berichtete.

In Lavamünd waren die Florianis aus dem Ort und den Nachbargemeinden nach wie vor mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Dass sie sich am Montag auch akut den Wassermassen entgegenstellen müssen, wurde unterdessen immer unwahrscheinlicher. Maier: "Angekündigte Katastrophen finden nicht statt, hat heute schon jemand gesagt. Die Niederschläge waren einfach nicht so stark wie gedacht, auch das Management war dieses Mal besser." Auch beim Verbund ging man davon aus, dass es zu keinen Überschwemmungen in Lavamünd mehr kommen würde, wie Sprecher Robert Zechner bestätigte.

Das Jahrhunderthochwasser vom vergangenen Montag beschäftigt indes auch das Landeskriminalamt, das nach Verantwortlichen für die Millionenschäden in Lavamünd suchen muss. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung richteten sich vorerst gegen Unbekannt. Die Drau war so stark angeschwollen, dass Teile des Ortes bis zu zwei Meter unter Wasser standen. Es gab Vorwürfe in Richtung des Verbund, der entlang der Drau zehn Kraftwerke betreibt, man hätte falsch auf die Wassermassen reagiert. Beim Verbund betonte man, streng nach Vorschrift gehandelt zu haben und verwies auf falsche Prognosen. Auch in Richtung des Umweltministeriums gab es Vorwürfe, die zurückgewiesen wurden. (APA, 12.11.2012)

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