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Island hat genug von seinem eigenen Namen. Unter dem Motto "Iceland by another name" sucht das isländische Tourismusbüro online nach einem neuen, vorteilhafteren Namen für die kleine Insel. Bis 21. März können Vorschläge eingereicht werden. Der Gewinner wird von einem Kommittee des Tourismusbüros ermittelt und prämiert.
Was allerdings danach passiert, ist noch nicht klar. Die Ausschreibung des Wettbewerbs löste in Island Diskussionen in sämtlichen Social Media Kanälen aus. Die bisherigen Einsendungen, die von Björkland, Worry4FutureLand, WarmTreesLand über LostinWonderland reichen, dürften aber allesamt nicht überzeugend genug sein, um dann auch tatsächlich als neuer Staatsname verwendet werden zu können. Die isländische Regierung will sich jedenfalls nicht zu einer Namensänderung verpflichten lassen.
Die Insel wurde vor etwa 1000 Jahren von einem Wikinger namens Floki Vilgerdarson entdeckt und Island (Iceland) benannt, weil sie ihm als kalte Einöde erschien. Später kehrte Vilgerdarson jedoch an diesen Ort zurück. Seither halten sich Gerüchte, dass er dem Flecken Erde absichtlich einen unattraktiven Namen gegeben hätte, um ihn für sich behalten zu können.
(red/derStandard.at, 12.11.2012)
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Wieso ist der Name Island aus Sicht des Tourismusverbandes überhaupt unvorteilhaft?
Die Sonnenanbeter, die es im Urlaub warm und wolkenlos haben wollen, werden wohl kaum nach Island fahren. Dorthin fährt man ja gerade wegen dem subpolaren Flair und der einzigartigen Landschaft - da gehört nun mal Eis auch dazu!
hieß ja auch ISNOGUD - und nicht etwa Eisnichgut oder Icenotgood ..
.. Kalifat Icenotgood wäre eigentlich auch ein toller neuer Name für die Insel - daran hätten die Tourismusfritzen, die Muslimenhasser UND die Klimapaniker zu kauen .. ein Hattrick, gleichsam;
Dass Island im Deutschen nicht Eisland heißt, sondern eben Island und damit weniger frostige Assoziationen auslöst.
Dachte, das wäre klar. Nicht umsonst ist die Seite nur auf Englisch: http://www.inspiredbyiceland.com/
Um mich in kleinlicher Pedanterie zu üben:
Island ist ein kleines Land, ein kleiner Inselstaat, aber eigentlich keine "kleine Insel". Es besteht aus einer relativ großen Insel (die achtzehntgrößte der Welt - von wohl hunderttausenden - und nach Großbritannien zweitgrößte Europas) und mehreren Dutzend kleinen, meist unbewohnten. Malta besteht aus kleinen Inseln.
Der erwähnte Floki war nicht der erste Wikinger auf Island, sondern mindestens der dritte. Lediglich der Name geht auf ihn zurück, aber keinesfalls die Entdeckung Islands! Und eine Inselgruppe vor Island wurde ziemlich wahrscheinlich schon 200-300 Jahre früher besiedelt.
Dass es nicht stimmen kann, dass Island erst "vor etwa 1000 Jahren" entdeckt wurde, zeigt ja allein schon die Tatsache dass vor etwa 1000 Jahren (konkret, ziemlich genau im Jahr 1000) die Islander als erste Europäer (mit dem Zwischenstopp Grönland) Nordamerika entdeckten...
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