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Wien - Die herausragende Schachspielerin der vergangenen 20 Jahre ist am Dienstag live in Wien zu sehen. Die Ungarin Judit Polgar, seit 1989 ununterbrochen die Weltranglisten-Erste bei den Damen, spielt ab 17.30 Uhr im Atrium des Wien Museums simultan gegen 25 Gegner. Die 36-Jährige ist im Rahmen der Sonderausstellung "Spiele der Stadt" zu Gast, der Eintritt ist frei.
Polgar hat etwas geschafft, was nur sehr wenige vermögen: Sie hat fast im Alleingang eine Domäne erobert, in diesem Fall die Männerdomäne des Schachspiels, und nachhaltig verändert. Sie gehört mit einer Elozahl von mehr als 2700 Punkten zum engsten Kreis der Weltelite.
Die Großmeisterin aus Budapest wurde gemeinsam mit ihren beiden Schwestern früh von ihrem Vater zum Schachspiel erzogen. Sofia brachte es zur internationalen Meisterin und lebt heute in Tel Aviv, Zsuzsa war lange Weltmeisterin und hat seit vielen Jahren ihre Zelte in New York aufgeschlagen.
Als stärkste der Schwestern erwies sich aber Judit: Sie gewann Turnier auf Turnier, spielte sechsmal bei Schacholympiaden (zweimal Gold) und qualifizierte sich mehrfach für die Weltmeisterschaft. (ruf & ehn; DER STANDARD)
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Dafür hat der Teilnehmer ja auch etwa 25 mal soviel Bedenkzeit. Er/Sie kann sich auf die eigene Partie konzentrieren, während Frau Polgar 2-3 Stunden im Kreis laufen und sich alle paar Sekunden mit einer anderen Stellung auseinandersetzen muss.
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