Mediamarkt: Falsch beschuldigte "Diebin" darf nur noch online einkaufen

12. November 2012, 13:13
  • Michaliks erste Beschwerde.
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    Michaliks erste Beschwerde.

  • Michaliks zweite Beschwerde und ihre Reaktion auf die etwas später folgende Antwort von Media Markt.
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    Michaliks zweite Beschwerde und ihre Reaktion auf die etwas später folgende Antwort von Media Markt.

Die verärgerte Kundin fordert nun eine persönliche Entschuldigung des Geschäftsführers - Mediamarkt reagiert mit Stellungnahme

Eine verärgerte Mediamarkt-Kundin hat sich auf dem Facebook-Auftritt des Elektronikhändlers Luft gemacht. Laut ihrer Schilderung wurde sie bei einem Einkauf in der Filiale an der Linzer Industriezeile vom Geschäftsführer öffentlich als Diebin bezeichnet. Ihr Eintrag wurde mittlerweile von zahlreichen anderen Besuchern der Kette kommentiert, die nicht nur den konkreten Anlass bemängeln, sondern auch eigene Kritik am Unternehmen und dem Umgang mit Kunden und Mitarbeitern üben.

Hausverbot: Entschuldigungs-Gutschein nicht vor Ort einlösbar

Die Anschuldigung des Managers war aber offenbar falsch. Laut dem Posting der Betroffenen, Alicja Michalik, nahm dieser es mit seinem Versehen aber nicht sehr genau. "Ja wenn Sie glauben, ich hätte das getan, dann entschuldige ich mich halt", wird er von ihr zitiert. Laut eigener Angabe hatte sie bestellte und bereits bezahlte Ware abgeholt und nach unüblich langer Wartezeit mitgenommen. Dass sie dabei den Erhalt nicht per Unterschrift bestätigt hatte, fiel der zuständigen Mitarbeiterin erst kurz danach auf.

Diese eilte Michalik auf den Parkplatz nach, um die Unterschrift einzufordern. Dabei kam es zwischen ihr und der Kundin, die sie zuerst ignorierte, zu einem verbalen Schlagabtausch. Im Zuge dessen gesellte sich schließlich der Geschäftsführer der Filiale hinzu und soll Michalik im weiteren Verlauf des Diebstahls beschuldigt haben.

Ihr wurde infolge der Beschwerde schließlich eine schriftliche Entschuldigung nebst einem Gutschein in Höhe von 250 Euro zugestellt. Diesen kann sie aber nur im Onlineshop des Unternehmens einlösen, wie ihr vom Verkaufsleiter mitgeteilt wurde, denn sie hat nach wie vor Hausverbot. Letzteres hat Media Markt nach eigenen Angaben - siehe Stellungnahme unten - aber aufgehoben.

Betroffene fordert persönliche Entschuldigung

Michalik fordert eine Entschuldigung des Geschäftsführers im persönlichen Gespräch. "Er stand schließlich auch vor mir, als er mich öffentlich gedemütigt hat", schreibt sie. "Ich will keinen postalisch zugestellten Gutschein, mit dem ihr euch aus der Verantwortung kauft! Die menschliche Würde hat kein Preisschild."

In einer per Kommentar veröffentlichten Stellungnahme betont Mediamarkt, dass die ausgesprochenen Entschuldigungen "sehr ernst gemeint" waren. Der Gutschein solle dies zusätzlich verdeutlichen.

Update, 17.30 Uhr: Stellungnahme von Media Markt

Mittlerweile hat uns eine Stellungnahme von Mediamarkt erreicht. Dort sieht man den Fall etwas anders gelagert.

"Im vorliegenden Fall wollte die Kundin ein online bestelltes Produkt im Markt ihrer Wahl abholen. Für eine ordnungsgemäße Übergabe ist die schriftliche Bestätigung der Empfängerin essentiell: Sie bestätigt allen Parteien, dass die Ware wie bestellt ausgefolgt wurde. Da die Übernahmebestätigung nicht unmittelbar bei der Produktübergabe erfolgt ist, haben unsere MitarbeiterInnen nachträglich darum ersucht. Dies hat die Kundin verweigert. Die Kundin wurde persönlich zu keinem Zeitpunkt des Diebstahls bezichtigt, noch war es die Absicht, diesen Eindruck zu erwecken. Die Kundin war jedoch leider zunächst auf unsere Bitte und Aufforderung hin nicht bereit, eine Übernahmebestätigung für ihre online gekaufte und im Markt abgeholte Ware zu unterfertigen.

Der zuständige Geschäftsführer versuchte die Kundin daher über folgenden Umstand aufzuklären: Ein Produkt kann und darf nicht ohne Übernahmebestätigung ausgefolgt werden. Eine Kundenunterschrift ist unerlässlich, da das betreffende Produkt andernfalls theoretisch ein zweites Mal abgeholt werden könnte. Dies käme einem Diebstahl gleich.

Tatsache ist, dass Media Markt wiederholt schriftlich und telefonisch mit Entschuldigungen auf die Kundin zugegangen ist. Diese Entschuldigungen waren in jeder Hinsicht ernst gemeint: Als Geste des Entgegenkommens wurde der Kundin auch ein Gutschein in angemessener Höhe angeboten. Sowohl die Entschuldigungen als auch den Gutschein hat die Kundin abgelehnt. Stattdessen hat sie mit immer neuen Forderungen aufgewartet. Dazu hat sich die Kundin gegenüber allen involvierten MitarbeiterInnen im Markt heftig geäußert, teilweise auf sehr persönlicher, ungebührlicher Ebene.

Um das Aufsehen gegenüber den anderen Kunden im Markt gering zu halten und auch um seine MitarbeiterInnen zu schützen, hat der Geschäftsführer die Kundin letztlich tatsächlich ersucht, den Media Markt zu verlassen. Ein Einkaufsverbot für alle Media Märkte ist allerdings niemals ausgesprochen worden. Aus Sicht der Geschäftsführung von Media Markt hat Media Markt Industriezeile ausreichende Schritte zum Ausgleich und zur Wiedergutmachung gesetzt, hier ist auch die Rücknahme eines Verweises aus dem Media Markt in der Industriezeile eingebunden.

Dass diese Schritte zurückgewiesen wurden, und die Kundin neue Forderungen stellt, kann der Media Markt Geschäftsführer nicht nachvollziehen. Selbstverständlich ist Media Markt weiterhin gesprächsbereit."

Auch Alicja Michalik hat dem WebStandard auf Anfrage mittlerweile eine kurze Stellungnahme gegeben: "Ich glaube zwar nicht, dass ich jemals eine Entschuldigung vom Marktleiter bekomme, aber wenigstens bin ich mir sicher, dass er demnächst niemanden mehr als Dieb beschimpft", so die Mediamarkt-Kundin. (gpi, derStandard.at, 12.11.2012)

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Posting 1 bis 25 von 2274
Zu teuer - zu kompliziert:

Solange für den konsumenten/bürger der zugang zum recht masslos überteuert u. kompliziert ist, solange hat "die mafia" ein leichtes spiel...!

Gemobbte Kunden?!
Da vergeht einem nach dem geld auch noch die lust am einkaufen!

Ab wievielen Postings gilt die Geschichte eigentlich als Shitstorm? *g*

Und was ist das in Fussballfeldern?

....eines noch - von ihnen...
;)

gut.... dann schreib ich halt auch noch was.... falls es jetzt noch nicht gilt!

Die Dame verwundert mich wirklich. 3 Sekunden für eine Wortlos geleistete Unterschrift (So hätte ich das zumindest gemacht, wenn ich mich schon beleidigt fühle), und die Sache wäre nie passiert. Sie hatte es also in der Hand, wollte aber offenbar stur bleiben.
Die Frage ist nur wie es dieser Artikel bis in den Standard geschafft hat. Hat sie womöglich selbst die Redaktion davon in Kenntnis gesetzt?

ja genau immer kuschen und ducken

Nein, aber nicht stur und dickköpfig wie ein Kleinkind etwas verweigern nur weil man sich unbeachtet fühlt.

also:
wir kaufen täglich ein, eh klar. aber
dahinter steht eine firma, deren besitzer in irgendeiner weise geld verdienen will, ist ja legitim
aber am besten, so viel wie nur geht.
dafür muss man die mitarbeiter bezahlen, am besten so wenige, so wenig wie nur geht
und wir als kunden müssen warten, selbstevrständlich (dieselben, dei von diesen oder anderen unternehmen so wenig wie nur geht bezahlt werden)
wir müssen warten, bis wir an der reihe sind, damit der unternehmer, der die mitarbeiter so wenig wie nur geht bezahlt so viel wie möglich gewinn hat.

:D

und wenn uns der kragen platzt und wir aus der schlange treten....

wenn man sich schon ärgert, dann fällts schon schwer, dem verkäufer einen gefallen zu tun.

was für ein gefallen wäre das geworden?

die bestätigung der warenübernahme wäre korrekt gewesen.

das nichtbehalten des ausweises, das nicht 15 min ohne wetere info verschwinden-- das alles wäre auch korrekt gewesen...

aha,

die posts der letzen stunden scheinen verschwunden.
seltsam.

wirkt so,

als ob die mmm angehalten wurden, hier heftig zu schreiben. soll sein.
mir tut nicht nur die sicher schleußig und wahrscheinlich zu recht erboste kundinleid, sondern auch die vermutlich schlecht geschult und unterbezahlte verkäuferin leid, die den ursprungsfehler gemacht hat. die aufgabe des marktleiters wäre es wohl gewesen zu deeskalieren, hat er anscheinend nicht geschafft.
ich hab sowohl im mm als auch beim saturn gute wie schlechte erfahrungen gemacht.
mehr als das personal stört mich das nicht berauschende warenangebot zu viel zu hohen preisen.

klar, der mediamarkt soll preislich mit den internetanbietern mithalten, die verkäufer sollen jedoch bestens geschulte und glückliche menschen sein, die jede situation im griff haben und aus liebe zum mediamarkt alle besseren jobangebote ausgeschlagen haben.
wenn jemand auf die idee kommt, dass die kundin nicht ganz dicht sein dürfte, weil sie es vorzieht stunden ihres lebens wegen solch einer bagatelle zu verschwenden, statt 5 sekunden für eine übernahmebestätigung aufzuwenden, und weiters daraus schließt, dass sie die eskalation vorsätzlich betrieben hat, dann sind das bezahlte mediamarktmitarbeiter (oder in ihrer diktion "mmm")
leben sie wirklich in einer so einfachen welt?

.. und diese Dame (?) würde bestimmt auch unterschreiben, dass die Geschäfte 24 Stunden 7 x in der Woche geöffnet halten sollen. Irre ich da?

*diese dame* ist wohl das neue schimpfname für frauen (?)

es war eine kundin,

wie wärs mit einer neuen benamsung von postern, die *diese dame* als bemnamsung für frauen verwenden? mir käme sowas wie *schwammerl* im sinn.

Nicht sollen, dürfen. Das würde ich unterschreiben, ja.

kommt immer drauf an, auf welcher seite man sitzt. als beamter im finanzamt etc. kann man ruhig für die sonntagsöffnung sein, weils es einem vermutlich nie selber treffen würde. die meisten anderen sollten vorsichtig sein - denn dann kommen auch die anderen branchen drauf, dass sei benachteiligt sind und öffnen wollen. und im nächsten schritt fallen dann die zuschläge. jeder bürgermeister kann per verordnung in tourismusgebieten die öffnungszeiten ausdehen auch am sonntag. ansonsten simma doch froh, dass es für viele noch einen tag in der woche gibt, wo wir zeit für uns haben.

Mir geht es da eigentlich mehr ums Prinzip. Geschäftsleute sollten das tun dürfen, was sie für das Beste halten (solange sie niemand anderem schaden, klar). Darunter fällt zB auch das Rauchergesetz. Es sollte dem Wirt überlassen sein, wo geraucht werden darf und wo nicht. Diese Verordnungen von oben sind kontraproduktiv. Wenn am Sonntag der Laden nicht geht, wird er sowieso wieder zumachen.

stimme ihnen soweit zu, solange nur der besitzer oder geschätsführer im geschäft steht. das müßte man gesetzlich regeln. sobald mitarbeiter ins spiel kommen siehts schon anders aus. bezüglich rauchen seh ich das ähnlich - entweder klare trennung im lokal (so dass in den nichtraucherberei kein rauch kommt), oder eben erklärtes raucher bzw. nichtraucherlokal. ich hatte selbst 2 tumore und hab sie gottseidank überlebt. in ein raucherlokal würde ich nicht gehen - es müßte einfach nur von außen beschildert sein.

Wenn der Eigentümer dieses Geschäft selbst an diesen Tag selbst die Anstehenden Arbeiten erledigt, kann er am Sonntag von 1:00 bis 23:00 offen haben, denn das ist NICHT VERBOTEN! Nur wenn Angesllte und Arbeiter an diesen Tag arbeiten müssen/sollen, ist derzeit ein Lohnaufschlag von 100 % für diesen Tag (Sonntag) zu bezahlen.

Naja, das mit dem Eigentümer wird ein bisschen schwierig bei Ketten wie Spar ;)

Das mit dem Rauchen... ja, klar. Ich verstehe da immer die Aufregung der militanten Nichtraucher nicht. Na dann geh ich halt nicht rein sondern woanders. 60 Prozent oder so sind Nichtraucher, das ist ja wohl ein Markt.

Posting 1 bis 25 von 2274

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