Vogelschwärme: Federleichtes Teamwork als Vorbild für die Technik

Ansichtssache
12. November 2012, 14:08

Das Schwarmverhalten von Vögeln ist ebenso geheimnisvoll wie faszinierend

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foto: apa/ann britton

Wenn Vögel in Schwärmen fliegen, orientieren sie sich nicht an der ganzen Gruppe, sondern nur an ihren Nachbarn. Ein großer Vorteil der Schwarmbildung liegt zum Beispiel beim Schutz gegen Fressfeinde, wegen der kollektiven Wachsamkeit, und bei der Nahrungssuche.

Im Bild: Ein Schwarm von Wellensittichen in Queensland in Australien.

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10 Postings

Vogelschwärme zu beobachten verleiht mir ein ganz eigens Gefühl. Wenn ich einen sehe komme ich nicht darum herum ihn zu beobachten, bis er verschwunden ist.

irre

sehr eindrucksvoll.
so viele vögel, und kein patzerl vogeldreck auf denen im boot.

Wellensittiche

Wenn man sich die Bilder von den Wellensittich-Schwärmen ansieht, dann erkennt man erst wie extrem nicht-artgerecht die (hoffentlich nur mehr) früher gängige Einzel- oder maximal Paarhaltung dieser Vögel in kleinen Käfigen war bzw. ist.

orientieren sie sich nur an ihren Nachbarn

D.h. die Vögel an den Rändern geben die Flugrichtung vor?

Nein,...

...obwohl der einzelne Vogel (in dem Fall Star) sich nur an sechs oder sieben Nachbarn orientiert, beeinflusst das Verhalten jedes einzelnen Schwarmmitglieds den gesamten Schwarm. Einfache "Schwarmregeln" genügen, dass die Geschwindigkeitsvektoren der Stare über den gesamten Schwarm miteinander korrelieren, unabhängig von dessen Größe (skalenfrei).

http://www.nzz.ch/aktuell/s... 1.16120810

Original Paper: http://www.pnas.org/content/1... 11865.full

Wenn das die einzige Dimension des Schwarmes wäre, gäbe es ihn nicht. Es würde letztlich nur ein Vogel einem anderen nachfliegen.

Die Orientierung am/an den Nachbarn ist eher zur Kalibrierung des Abstands zwischen den einzelnen Vögeln, die Richtung wird sozusagen vom vorderen Rand vorgegeben.

Klingt logisch, fast schon wissenschaftlich.

Danke, ich bin was dieses Thema anbelangt, aber nur ein Laie.

Grundsätzlich verhalten Menschen sich auch manchmal so, beispielsweise Fussballer beim Torjubel. Und diese nehmen ja zeitgleich auch die Bewegungen aller einzelnen sie umgebenden Kollegen war, wissen sich also zum Zentrum des Geschehens auszurichten, selbst wenn dieses in Bewegung ist.

Vielleicht lassen sich gemeinsame Prinzipien entdecken.

Vogelschwärme können für Menschen auch gefährlich werden. Immer wieder stürzen Flugzeuge ab, da die Tiere in die Turbinen geraten.

Man sollte es eher umgekehrt betrachten: Menschen können auch Vogelschwärmen gefährlich werden. Immer wieder fliegen Flugzeuge in Vogelschwärme und töten dabei die Tiere, die in ihre Turbinen geraten.

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