1.700 Kilo Kokain in Paraguay beschlagnahmt

12. November 2012, 10:27
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19 Verdächtige festgenommen - Bis zu 25 Jahre Haft drohen

Asuncion - Der Polizei in Paraguay ist ein großer Schlag gegen den Drogenschmuggel gelungen: An der Grenze zu Brasilien wurden an einem abgelegenen Ort 1.700 Kilogramm Kokain beschlagnahmt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Es sei vermutlich die größte Rauschgiftlieferung, "die jemals beschlagnahmt wurde", sagte der zuständige Polizeichef Francisco de Vargas dem Sender Telefuturo TV. 19 Verdächtige wurden demnach festgenommen.

Die Drogen wurden den Angaben zufolge in einer als La Paloma bekannten Ureinwohnergemeinde im Bezirk Canindeyu etwa 600 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Asuncion entdeckt. Laut de Vargas könnten noch weitere Drogen gefunden werden. Konfisziert wurden auch fünf zweimotorige Flugzeuge, darunter eines, dass offenbar beim Landeanflug abstürzte und ausbrannte. In der Maschine wurden menschliche Überreste entdeckt.

Bis zu 25 Jahre Haft

Die Verdächtigen wurden umgehend in die Hauptstadt Asuncion geflogen, wo sie vor Gericht gestellt werden sollen. Ihnen drohen bis zu 25 Jahre Haft. Zehn der Verdächtigen stammen aus Paraguay, unter ihnen waren auch Polizisten. Gefasst wurde auch der Bolivianer Marcos Antonio Roca Ali alias "El Presi", der zuvor bereits wegen Drogenhandels in Kolumbien, Peru und den USA festgenommen wurde.

Paraguays Präsident Federico Franco dankte den 40 an dem Polizeieinsatz "Schwarzer Adler" beteiligten Beamten. Das Innenministerium ordnete die Entlassung aller ranghohen Polizeibeamten in Canindeyu an. (APA, 12.11.2012)

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