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In der Fondsbranche geht die Schere zwischen den Gewinnern und den Verlierern immer weiter auseinander. Zahlen von Lipper-Analyst Ed Moisson zeigen, dass nur zehn Fonds knapp ein Drittel der Neukundengelder in der Branche auf sich vereinen konnten. Noch vor zehn Jahren konnten die zehn erfolgreichsten Fonds gerade einmal 15 Prozent der Neukundengelder einsammeln.
Die Konzentration bei der Neuveranlagung hat laut Moisson mehrere Gründe: einer ist, dass der durchschnittliche Fonds heutzutage mehr Schwierigkeiten hat, neue Gelder anzulocken als noch vor der Krise. Die Grafik zeigt, dass der Anteil der Aktien-, Anleihen- und Mischfonds, die sich über neues Vertrauen von Kunden in Form von Kapital freuen konnten, auf unter 40 Prozent gefallen ist. Vor 2007 lag die Quote um die 50-Prozent-Marke. "Das wirkt auf den ersten Blick nicht dramatisch", sagt Moisson. "Doch das bedeutet, dass früher 2865 Fonds mehr Zuflüsse gesehen haben als heute." Die massiv gewachsene Fondsindustrie (heute werden 22.726 Fonds in Europa angeboten, 2003 waren es noch 18.542) könnte also in den kommenden Jahren eher schrumpfen. "Der Markt ist überfüllt geworden", warnt Moisson.
Die tausenden Aktienfonds etwa, die um die Gunst der Anleger rittern, könnten besonders ausgedünnt werden. Denn seit Jahren schon schafft es die Anlageklasse der Aktienfonds kaum, Neugelder zu generieren. Gleichzeitig werden die teils hohen Gebühren dieser Produkte von neuen Vehikeln wie ETFs und Indexfonds unter Druck gesetzt. Zwar sind die Zuflüsse in die europäische Fondsbranche laut Lipper-Daten im September auf ein Zwei-Jahres-Hoch gestiegen. Anleger haben 28,9 Milliarden Euro in Aktien-, Anleihen- und Mischfonds investiert, so viel wie seit Oktober 2010 nicht mehr. Doch auch wenn Aktienfonds erstmals seit vielen Monaten Zuflüsse verzeichnen konnten, bleiben sie auf Sicht der vergangenen zwei Jahre eine sehr ungeliebte Anlageklasse.
Der Hauptgrund, warum immer weniger Fonds die zusätzliche Liquidität aufsaugen, hat mit einer grundlegenden Änderung des Investitionsverhalten zu tun, das etwa schon hier aufgezeigt wurde. Klassische Aktienfonds haben den Vertrauensverlust der Finanzkrise noch nicht überwunden. Doch sie machen einen Großteil des Fondsdschungels aus. Knapp die Hälfte der 22.726 in Europa zugelassenen Fonds sind Aktienmandate. Wenn also immer mehr Geld in Anleihenfonds fließt, die traditionell größere Volumen verwalten, dann werden die Bestseller in diesem Bereich auch sehr überdurchschnittlich hohe Zuflüsse verzeichnen können.
Die neuen Daten und der Trend zu größerer Konzentration, der seit 2007 anhält, heißt aber auch, dass lokale Fondsgesellschaften nach und nach verschwinden werden. Lipper-Daten belegen, dass der Anteil an wachsenden Fonds - also jene, denen Kapital zufließt - bei grenzüberschreitenden Produkten viel höher ist. Fondsgesellschaften, die nur auf einen Markt beschränkt sind, bekommen daher den zunehmenden Wettbewerb bereits deutlich zu spüren. (Lukas Sustala, derStandard.at, 12.11.2012)
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na dann sag ich halt was dazu: hängt auch mit dem aufsichtrechtlichen umfeld zu tun. ziel von ucits IV ist eine verringerung der anzahl an fonds bei gleichzeitiger starker volumenserhöhung der verbleibenden vehikel - den im verlgeich zu z.b. den usa sind europäische fonds viel zu klein und haben daher für den endkunden eine viel zu hohe gebührenbelastung. wir werden also in den nächsten jahren ein sterben von fonds und verwaltungsgesellschaften sehen.
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