Wiederbetätigungs-Prozess: Honsik wird einvernommen

12. November 2012, 09:35
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Hauptangeklagter Franz Radl soll intensiven Kontakt zu Honsik gehabt haben

Graz - Im Grazer Straflandesgericht ist am Montag nach längerer Pause der Prozess gegen zehn Männer wegen NS-Wiederbetätigung fortgesetzt worden. Auf der Anklagebank sitzen zehn großteils junge Männer, als Hauptangeklagter gilt allerdings der Oststeirer Franz Radl, der intensiven Kontakt zu Holocaust-Leugner Gerd Honsik haben soll. Dessen Einvernahme per Video war für Montagvormittag geplant.

Im Mai begann der Prozess gegen die zehn Angeklagten, der allerdings nur den zweiten Teil eines Verfahrens darstellt. Es geht dabei um Vorfälle während der Fußball-WM 2010 und in einem Grazer Lokal, wo es jeweils zu verbalen und tätlichen Auseinandersetzungen gekommen sein soll. Der erste Teil, in dem es um die Körperverletzungen ging, ist bereits abgehandelt worden, die Angeklagten sind teilweise - nicht rechtskräftig - verurteilt worden.

Das zweite Verfahren, das diesmal mit Geschworenen abgewickelt werden muss, dreht sich um mögliche Nazi-Parolen und um Honsik-Aufkleber, die angeblich verteilt worden sind. In den bisherigen Sitzungen haben sich die Angeklagten für nicht schuldig erklärt. Zahlreiche Zeugen sind bereits gehört worden, ausständig war noch die Einvernahme von Gerd Honsik. Dieser befindet sich allerdings in Spanien und soll per Videokonferenz zugeschaltet werden. (APA, 12.11.2012)

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