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Wien - Der in Wien börsenotierte Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom zieht sich in Russland aus dem Joint Venture OOO United Toll Systems (UTS) zurück und verkauft seinen Drittelanteil an den JV-Partner Mostotrest. Die Transaktion hat ein Volumen von 6 Mio. Euro und soll voraussichtlich bis Ende 2012 abgeschlossen sein, teilte Kapsch am Montag ad hoc mit. Begründet wurde der Ausstieg mit "unternehmensstrategischen" Überlegungen.
Der Hauptfokus von Kapsch richte sich nicht auf den Straßenbetrieb, sondern auf die Errichtung und den Betrieb moderner Lösungen in den Bereichen Maut und intelligente Verkehrssysteme. "Folglich möchten wir uns weiterhin auf strategische Projekte und ITS-Chancen in Russland wie zum Beispiel auf Stadtzugangslösungen, andere Mautprojekte und die bevorstehende Ausschreibung eines nationalen Mautsystems konzentrieren", so Michael Weber, Mitglied der Geschäftsleitung von Kapsch TrafficCom Russia. Kapsch werde die Mostotrest weiterhin als Partner beraten und bei der Projektimplementierung technisch unterstützen.
Das Joint Venture UTS hatte im Dezember 2011 den Auftrag für die Instandhaltung und den mautbasierten Betrieb der M-4-Don-Autobahn erhalten. Gegenstand des zehnjährigen Vertrags war damaligen Angaben zufolge der Betrieb des Streckenabschnittes zwischen Kilometer 225,6 und 633,0 der Autobahn.
Zudem gab Kapsch heute bekannt, für seine Russland-Gesellschaft bereits am 1. Juni 2012 einen neuen CEO bestellt zu haben: Boris A. Borisov war zuvor in leitenden Positionen bei Motorola und General Electric tätig. Kapsch TrafficCom will seine Aktivitäten in Russland bündeln, um seine lokale Organisation für die bevorstehenden, "überaus ressourcenintensiven Projekte" in dem Land aufzustellen. (APA, 12.11.2012)
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