US-Ölpreis wenig bewegt

12. November 2012, 14:07
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Daten aus China und Japan im Fokus

Wien/Washington - Der Ölpreis hat am frühen Montagnachmittag wenig bewegt gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 86,11 Dollar und damit minimale 0,05 Prozent mehr als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 109,40 Dollar gehandelt.

Im Blick waren zum Wochenauftakt vor allem Daten aus Fernost. In China deuteten die jüngsten Zahlen zum Wirtschaftswachstum auf eine Stabilisierung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin, hieß es. Das Land rechnet mit 7,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Daneben fielen die jüngsten Importdaten der Volksrepublik robust aus und dürften damit einem Preisrückgang bei Rohöl entgegenstehen, schreiben die Analysten der Commerzbank.

Demgegenüber standen schwache Daten aus Japan. Die Wirtschaftsleistung lag im dritten Quartal um 0,9 Prozent niedriger als im Vorquartal. Es war der erste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Ende 2011. Marktteilnehmern zufolge könnte dies den ohnehin großen Druck auf die japanische Notenbank, ihre sehr expansive Geldpolitik weiter zu lockern, nochmals erhöhen.

Goldpreis knapp behauptet

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.736,90 Dollar und damit knapp behauptet zum Freitagnachmittags-Fixing von 1.738,25 Dollar, behauptet sich jedoch mit etwa 1.735 Dollar gegenüber dem festen US-Dollar, so die Experten der Commerzbank. Profitieren könnte das Edelmetall derzeit vor allem von der anhaltenden Hängepartie in Griechenland.

Zwar hat die Regierung in der Nacht auf Montag das Budget für 2013 beschlossen und damit eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt einer weiteren Hilfstranche von der EU erfüllt. Bei dem heute Nachmittag anstehenden Treffen der Euro-Finanzminister soll allerdings noch nicht über die Freigabe der nächsten Kredittranche in Höhe von 31,5 Mrd. Euro entschieden werden, bestätigte heute Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker.

Jedoch bezeichnete Juncker den seit langem erwarteten "Troika"-Bericht zur Haushalts- und Schuldenlage in Griechenland als "im Grundton positiv, weil die Griechen ja wirklich geliefert haben". Die Entscheidung über die Absegnung der nächsten Hilfstranche an Athen dürfte am Mittwoch bei einer Telekonferenz der Finanzminister der Währungsunion fallen, hieß es aus EU-Ratskreisen. (APA, 12.11.2012)

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