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In Frankreich sorgt eine Studie für Aufsehen, die den Lernerfolg von Migrantenkindern untersucht. Auch da haben sie nämlich weniger Erfolg als ihre einheimischen Kameraden.
Aber nur auf ersten Blick, wie das Observatoire des inégalités jetzt erkannt hat: Zwar stellen Migrantenkinder - wie bei uns auch - viel weniger Maturanten als der nationale Durchschnitt. Nur: Das ändert sich völlig, wenn auch das Bildungsniveau der Eltern, deren soziales Umfeld oder die Familiensituation als Kriterien berücksichtigt werden. Dann nämlich ziehen Schüler mit Migrationshintergrund ihren Kollegen plötzlich auf und davon.
Das Unterrichtsministerium in Paris erklärt das Phänomen damit, dass Migranten generell ein "soziales Aufstiegsprojekt" verfolgen und alles versuchen, damit es ihre Kinder einmal besser haben. Außerdem stellt sich mangelnde Schulbildung der Eltern indirekt oft als Vorteil dar: Wer nie oder nur kaum zur Schule gehen konnte, erlebt sie bei den Kindern viel eher als Chance als Eltern, die an der eigenen Schulkarriere gescheitert sind. Lehrer an österreichischen Schulen bestätigen diesen Eindruck: Gerade solche Schüler zählen oft zu den fleißigsten überhaupt.
Für die Volkswirtschaft ist diese Art von Lernhunger eigentlich unbezahlbar - es zeugt also schlicht von schlechtem Wirtschaften, dieses Potenzial nicht massiv zu fördern. Und zwar aus ganz und gar eigennützigen Motiven. (Severin Corti, DER STANDARD, 12.11.2012)
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Die damals und heute beste Schule Österreichs, das LFDV, war in den 70ern und 80ern auch die Schule mit dem höchsten Ausländeranteil. Mehr Diversität, kein Kreuz im Klassenzimmer, mehr Freiheit, aber gleichzeitig sehr rigorose akademische Disziplin prägen eben. Wenn man in der Praxis gesehen hat, wie es funktioniert, braucht man auch weder komplexe Studienergebnisse noch Ideologie um die Antwort zu kennen.
Blöd ist nur, daß der funktionale Analphabet wählen darf, während der fleißige Streber noch um sein Visum kämpft. Entsprechend zusammengesetzt sieht dann aber auch unser Parlament aus...
Der zweite Absatz ihres Postings ist ziemlich seltsam - möchten Sie Bildung als Voraussetzung des Wahlrechts einführen? (Wie viele Male darf man sitzen bleiben, bis man des Wahlrechts verlustig geht? Oder müssen nur Menschen mit Migrationshintergrund gebildet sein?)
Den ersten Absatz würd ich gern verstehen, aber Sie erklären "LFDV" nicht und Google gibt dazu nix her. Absicht?
Zum 2ten Absatz: Ich behaupte, daß vollkommen klar ist von woher die Stimmen für die ausländerfeindlichen Parteien und Politiker kommen. Von den Menschen, die sich von Bildung, Fleiß und Lernbereitschaft unter Druck gesetzt fühlen. Die wollen natürlich die Konkurrenz draußen haben.
Bildung oder Vermögen als Voraussetzung für Wahlrecht gab es schon - hat aber nicht funktioniert.
Bildung als Voraussetzung für Politiker funktioniert leider auch nicht. Siehe die aktuellen BK und VK...
diese studie könnte man ja glatt so interpretieren, dass für den schulischen erfolg (und damit möglichen sozialen aufstieg) die vom elternhaus mitgegebene *wertschätzung für wissen und bildung* wichtiger ist, als der effektive bildungsgrad der eltern. als konsequenz besteht eventuell sogar eine mitverantwortung der eltern für die zukunft ihrer kinder, die dann aber unabhängig von der art des bildungssystems ist (differenziert mit Gym u HS [mittlerweile umgetitelt in NMS] oder schulischer einheitsbrei bis 14jahre).
Schau, schau. In Frankreich gibt es die Ganztagsschule von früher Kindheit an und es kommt doch zu Ungleichheiten. Diese Studie kann nur gefälscht sein! Es kann doch nicht sein, dass die umfassende, verpflichtende Ganztagsgesamtschule nicht die Lösung aller Probleme und das größte Glück auf Erden ist. Solche Propaganda gehört sofort verboten bzw. sollte nicht in Medien nicht veröffentlicht werden.
wer hat gesagt, dass ganztags- und gesamtschulen ALLE ungleichheiten beseitigen werden? und wer sagt, dass ungleichheiten, wenn sie das resultat fairer chancen und fairen wettbewerbs sind, mit einer sozialdemokratischen gesellschaftsauffassung unvereinbar sind?!
so, und jetzt gehns zurueck in die bauecke in der lichtenfelsgasse zu den anderen buben, zum weiterspielen. in ein paar jahren gehts dann eh weiter ans gymnasium...kein sorge!
Dass Ganztags- und Gesamtschule die Lösung aller (Schul-)Probleme ist, wird vom Unterrichtministerium propagiert und als allgemein gültige Wahrheit vorgegeben. (Wie diese konkret gestaltet werden soll, wird leider nicht dazugesagt ;-)
Ein Großteil der sogenannten "Experten" - z.B. der Industrielle Androsch - plappert das ebenfalls nach.
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