Djokovic wartet im Finale - Federer zieht nach

  • Roger Federer in London.
    foto: dapd/grant

    Roger Federer in London.

Nummer eins steht nach einem Dreisatzsieg gegen Del Potro beim ATP-Tour-Finale im Endspiel. Federer biegt Murray

London - Das Traumfinale ist perfekt: Das Endspiel des ATP-Saisonfinales in London lautet Roger Federer gegen Nowak Djokovic. Der 25-jährige Serbe bezwang den Argentinier Juan Martin del Potro mit 4:6,6:3 6:2. Dabei war er Anfang des zweiten Satzes schon mit einem Break zurückgelegen. Djokovic trifft im Endspiel des mit 4,3 Millionen Euro dotierten Hartplatz-Events am Montag auf Titelverteidiger Roger Federer. Der Schweizer bezwang den britischen Olympiasieger Andy Murray mit 7:6(5),6:2 und könnte damit seinen siebenten Titel einfahren. Gegen Murray nahm Federer Revanche für die zwei Niederlagen zuletzt im Olympia-Finale und dem Semifinale von Shanghai und verbesserte seine Bilanz auf 9:10 gegen den US-Open-Champion.

Das Duell mit Murray nannte der siegreiche Federer "ein spezielles Match, weil wir in London 2012 drei spezielle Matches hatten". Nach seinem Triumph im Wimbledon-Endspiel hatte der 17-fache Grand-Slam-Turnier-Champion im Olympia-Finale eine bittere Niederlage gegen Murray kassiert, nahm aber dafür nun in am Ende überraschend deutlicher Manier Revanche. "Hier gegen Novak am Ende im Finale noch einmal spielen zu dürfen, ist einfach nur schön. Ich könnte nicht glücklicher sein", sagte der 31-jährige Federer. Der unterlegene Murray gab sich dennoch mit seiner Saison zufrieden: "Für mich ist es trotzdem das meilenweit beste Jahr in meiner Karriere gewesen", so Murray.

Die Atmosphäre mit mehr als 17.000 Zuschauern in der ausverkauften O2-Arena war für Roger Federer "elektrisierend" - die Fans des Schweizers übertönten die Anhänger des US-Open-Champions aus Schottland. Die Briten müssen weiter auf ihren ersten Finalteilnehmer in der Geschichte des seit 1970 bestehenden Jahresendturniers warten. Federer peilt den Titel-Hattrick in London an.

"Djoker" streut Blumen

Auch der Weltranglistenerste Nowak Djokovic zollte dem Wien-Sieger Del Potro nach dem Halbfinale in London Respekt: "Er war bis in den zweiten Satz hinein der bessere Spieler." Djokovic verbesserte seine Bilanz gegen den Weltranglistensiebten auf 7:2 und nahm Revanche für die bittere Niederlage im olympischen Bronze-Match im Sommer. Bei der vierten Auflage des Turniers der acht Saisonbesten in London ist der Serbe erstmals ins Endspiel eingezogen - und das ungeschlagen. Am alten Austragungsort Schanghai hatte er das Jahresendturnier 2008 gewonnen.

Der Australian-Open-Champion, der die Saison wie im Vorjahr als Branchenprimus beenden wird, kündigte an: "Im letzten Endspiel des Jahres werde ich noch einmal mit einer Extra-Portion Motivation fighten." (APA/red, 11.11.2012)

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