Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 500x309In der Nähe von Strassen in Osttirol ist ein Mann von einer Mure verschüttet worden. Er konnte nur mehr tot geborgen werden.
Innsbruck/Klagenfurt - Nach den heftigen Regenfällen und Murenabgängen in Teilen Tirols entspannt sich die Situation langsam. Mehrere Straßen waren am Montag weiter blockiert. Bei dem in Gries am Brenner evakuierten Wohnhaus sollte sich gegen Mittag entscheiden, ob die siebenköpfige Familie wieder zurück darf. Die Meteorologen sagten für Montag ein Abnehmen der Niederschläge an. Ab Dienstag sollte wieder trockenes Herbstwetter einkehren.
Meldungen über Verletzte lagen zunächst nicht vor. In Strassen in Osttirol war am Sonntag ein 43-jähriger Landwirt und Feuerwehrmann ums Leben gekommen, als er auf seinem Traktor von einer Mure erfasst worden war. Er hatte gemeinsam mit zwei Brüdern versucht, einen verklausten Bach wieder frei zu bekommen. Sein Traktor war in einem Bach liegend zwischen Abfaltersbach und Strassen bemerkt worden, daraufhin begannen die Einsatzkräfte mit Grabungen.
In Osttirol begannen mit Tagesanbruch die ersten Aufräumungsarbeiten. Die Bahnlinie im Pustertal war weiter unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr war eingerichtet.
In Südtirol war unter anderem die Brennerstaatsstraße bei Atzwang gesperrt. In Bozen mussten am Wochenende nach Überflutungen Meisterschaftsspiele im Eishockey und im Fußball abgesagt werden.
Riesenglück hatten am Sonntag zwei Brüder aus dem Bezirk Innsbruck-Land, die in Trins auf der Jagd waren. Einer der Männer wollte nach dem Abschuss eines Rehs das Tier suchen, als in dessen Nähe eine Mure abging. Sein Bruder schlug Alarm. Eine eingeleitete Suchaktion konnte wieder abgebrochen werden, nachdem der Vermisste kurze Zeit später unverletzt aufgetaucht war.
Am späten Sonntagnachmittag waren in Osttirol rund 20 Feuerwehren mit über 400 Mitgliedern bei unterschiedlichen Einsätzen beschäftigt gewesen. "Die Leute arbeiten mit Hand und Fuß", schilderte Herbert Oberhauser, Bezirksfeuerwehrkommandant von Lienz.
Neben Verklausungen und Vermurungen hatten die Feuerwehren auch mit überfluteten Kellern zu kämpfen. Unpassierbar waren die Drautal Straße (B100) zwischen Abfaltersbach und Mittewald wegen einem Erdrutsch, so auch die Felbertauern Straße (B108) zwischen Huben und Matrei, berichtete der ÖAMTC auf seiner Homepage.
Gesperrt war auch die Bahnverbindung im Pustertal zwischen dem Bahnhof Lienz und Fortezza Franzensfeste in Südtirol. Dort wurden die Gleise vermurt, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde nach Angaben der ÖBB eingerichtet.
Im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land war besonders das Wipptal von den starken Regenfällen betroffen. Die Gemeinde Obernberg am Brenner war seit kurz nach 10.00 Uhr nicht erreichbar, da die dorthinführende Obernbergstraße (L231) von einer Mure verlegt wurde. Kurzzeitig wurde in diesem Bereich auch ein Haus evakuiert, teilte ein Polizist mit. Dies sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme für die Dauer der Abklärung gewesen. Sonntagnachmittag war die Obernbergstraße wieder einspurig befahrbar, nachdem Sicherheitswände angebracht wurden.
Auch mehrere Verkehrswege in Südtirol waren von den Regenfällen betroffen. Sowohl südlich von Klausen, im Bereich Bozen und nördlich von Atzwang erfolgte die Umleitung über die Brennerautobahn (A22). Eine Sperre wegen Erdrutsche gab es auch auf der Mendelpassstraße, der Dolomitenstraße, im Sarntal und im Martelltal. Zum Teil gab es keine Umleitungsmöglichkeit.
Trotz der heftigen Niederschläge in den Oberkärntner Bezirken Spittal und Hermagor am Wochenende ist es bis Montagfrüh zu keinen schweren Überschwemmungen gekommen. Wohl aber führten einige Bäche, insbesondere die Gail, Hochwasser. Am Montag begannen die Pegel wieder zu sinken. Am meisten Regen war am Plöckenpass gefallen. Laut Hydrographischem Dienst gab es dort seit Samstagabend über 200 Liter pro Quadratmeter.
Am Sonntag und in der Nacht auf Montag zählte die Landesalarm- und Warnzentrale gut 80 Feuerwehreinsätze. Dabei ging es vordringlich um durch Muren verlegte Nebenstraßen, überflutete Keller, umgestürzte Bäume und Hochwasser führende Bäche, die gesichert werden mussten. Vereinzelt mussten auch Häuser evakuiert werden, weil sie von Hangrutschungen bedroht waren.
In Lavamünd war der Draupegel bis Montagfrüh auf 1.200 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Das entspricht einem fünfjährlichen Hochwasser. Beim Jahrhunderthochwasser am vergangenen Montag waren es 2.400 Kubikmeter pro Sekunde. Johannes Moser von Hydrographischen Dienst schätzte, dass die Drau im Laufe des Tages auf etwa 1.600 Kubikmeter pro Sekunde anschwellen werde.
Ab 1.500 Kubikmeter pro Sekunde kann es in Lavamünd zu Überschwemmungen kommen. Deshalb sei mit dem Verbund, der einige Laufkraftwerke entlang der Drau betreibt, vereinbart, dass dieser versuchen werde, das Wasser so abfließen zu lassen, dass die Grenze von 1.500 Kubikmetern nicht überschritten wird. Falls dies gelingt, würden in Lavamünd maximal Keller unter Wasser stehen, es aber zu keinen oberflächlichen Überflutungen kommen. Voraussetzung war, dass die Karawankenbäche nicht unerwartet viel Wasser bringen.
Das stärkste Hochwasser gab es in der Gemeinde Nötsch. Dort überstieg der Pegel der Drau die Marke zum zehnjährlichen Hochwasser. Überflutungen gab es aber aufgrund der guten Hochwassersicherung nur kontrolliert in den dafür vorgesehen Auffangbecken, wie es bei der Gemeindeverwaltung hieß.
Im Rosental stürzten aufgrund starken Windes und aufgeweichter Böden Bäume um. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Laut Prognosen soll es weiter regnen, das Zentrum des Starkregens sich jedoch in Richtung der Karawanken nach Osten verschieben. (APA, 12.11.2012)
Aktuelles Wetter entgegen dem langjährigen Trend - Frühlingswetter für Mitte nächster Woche vorhergesagt
Anders als in Wien werden in den Bundesländern die geplanten Termine trotz Sommertemperaturen häufig eingehalten
Von Fürstenfeld über Graz bis Voitsberg - die Feuerwehren standen im Dauereinsatz
Dichter Schneefall Anfang April, trübe Aussichten bis Mitte nächster Woche: Wie stecken Sie eigentlich den langen Winter weg?
Wissenschafter erklären extreme Wetterphänomene mit Arktischer Eisschmelze
"Bei einem stark gebeugten Substantiv ist der Dativ Plural zu verwenden, wenn der Genitiv Plural formal nicht zu erkennen ist" (d.h. mit dem Nominativ Plural zusammenfällt).
Erkennbar ist der Genitiv Plural "formal", wenn er von einem Artikel oder Adjektiv begleitet wird:
"wegen der Erdrutsche"
"wegen mehrerer Erdrutsche"
Nicht erkennbar ist er ohne Begleiter -> stattdessen ist Dativ Plural vorgeschrieben
"wegen Erdrutsche" falsch
"wegen Erdrutschen" richtig
Eigentlich sollt man sowas ja im Akkusativ, dem Anklagefall schreiben, wenn jemand schreibt "wegen einem Erdrutsch" oder "wegen Erdrutsche".
In letzterem könnte man den Genetiv mit gutem Willen pluraliter erplücken, erstere Formulierung ist jedenfalls falsch.
Ja der Mann war Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr - ist ja auch im Artikel zu lesen daß er Verklausungen beseitigen wollte ob im Auftrag oder nach Rücksprache ist nicht ersichtlich aber Sie müssen ja erstmal blöd posten ohne Hintergrundinfo
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.