CIA-Chef Petraeus wurde Gmail zum Verhängnis

11. November 2012, 14:30

Untersuchung sei durch "verdächtige E-Mails" von Petraeus-Biografin Broadwell ausgelöst worden

Nach dem überraschenden Rücktritt von CIA-Chef David Petraeus werden immer mehr Details zum Hintergrund bekannt. So habe die Petraeus-Geliebte Paula Broadwell eine Frau im Umfeld des hochdekorierten Ex-Generals bedroht, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag (Ortszeit) aus Kreisen der Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden. Die Untersuchung der Bundespolizei FBI sei durch "verdächtige E-Mails" von Broadwell ausgelöst worden. Im Laufe der Ermittlungen sei der Name von Petraeus dann unerwartet aufgetaucht.

"Droh-Mails"

Die Untersuchungen hätten begonnen, nachdem Broadwell in E-Mails eine Frau im Umfeld des Geheimdienst-Chefs bedroht habe und diese daraufhin das FBI einschaltete, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Beziehung der Frau zu Petraeus und der Inhalt der Droh-Mails waren unklar. Die "Washington Post" berichtete, das FBI sei dann auf "eindeutige E-Mails" zwischen Petraeus und Broadwell über Petraeus' privaten Gmail-Account gestoßen, die auch dessen Biografie geschrieben hatte. Petraeus hatte seinen Rücktritt mit der außerehelichen Affäre begründet. Broadwell war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Weder das FBI noch die CIA wollten sich dazu äußern.

Erst seit 2011 CIA-Chef

Petraeus hatte erst im September vergangenen Jahres das Amt des CIA-Chefs von Leon Panetta übernommen, der an die Spitze des Verteidigungsministeriums wechselte. Zuvor befehligte der international anerkannte Kommandant unter anderem die US-Soldaten im Irak und führte die ISAF-Truppen im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan an. Petraeus verließ die Armee als Vier-Sterne-General. (APA/Reuters, 11.11.2012)

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Wie Red Bull Stratos nur ein Marketing-Gag - diesmal eben ohne Fallschirm

Das Fremdgehen ist unwesentlich. Aber eine Absolventin von West Point, die einer anderen Militärangehörigen Drohmails schickt oder während eines Aufenthalts im Kriegsgebiet vertrauliche Infos auf Facebook postet, ist definitiv ein Sicherheitsrisiko. Wenn die nicht vorher checkt, wieviele Regeln sie gleichzeitig übertritt, ist ihr nicht zu helfen. Und auch der General hätte das kommen sehen müssen.

Unterstellen wir also, daß allen Beteiligten vorher klar war, was passiert. Für den Verkauf des Buches ist es super. Win/Win für alle Beteiligten, sogar die Hälfte der Generalspension für die Ehefrau wird dadurch aufgefettet...

und was kann gmail dafür?

wers ganz romantisch machen will

benutzt Steganographie- kodiert einen Liebesbrief in ein hübsches Foto - als Passwort werden randomisiert Worte eines Liebesgedichtes verwendet, wobei Buchstaben durch Sonderzeichern vertauscht sind

das sieht auch hübsch aus - und an Shakespeare- Sonette beißen sich paparazzi ein bissi die Zähne aus

Zuletzt zeigte man eine Dokumentation über die Weibliche Waffe der Geheimdienste....

In einem Experiment hat man nachgewiesen, das die Preisgabe von Geheimnisse, die Redseeligkeit, wie auch das Imponiergehabe der meist Männlichen Person gegenüber einer Interessierten Frau ansteigt. Obwohl es in dieser Sache um reine Frauenwirtschaft handelt, ist man in einer höheren Funktion tatsächlich besser unterwegs sich von alle Frauen so gut es geht zu distanzieren. Dann aber kommen bei uns Frau Minister usw daher und wollen eine Zwangsqoute für höhrer Positionen. Man stelle sich jetzt vor Sarah Palin, diese Paula oder einfach nur jene Mitarbeiterin die Bill Clinton in Probleme brachte sitzen in Aufsichtsräte. Es käme dann ein heiles Chaos...

Achja...

Nur weil manche Männer, die mehr mit einem Bonobo gemein haben als einem Homo Sapiens, sich von der Macht berauschen lassen und ihren Penis nicht unter Kontrolle haben, müssen Frauen von hohen Positionen entfernt werden? Und Sie kriegen noch ernsthaft acht grüne Stricherl? Ich glaube ich spinne...
Und was ist mit Schwulen? Die lassen sich doch von hübschen Männern verwirren. Müssen die jetzt auch entfernt werden? Wer bleibt dann übrig?

das hat nicht sofort mit Sex zu tun

da bekommt Mann mal monatelang kleine Geschenke (Geburtstag, Weihnachten, Neujahr, etc..) und freundliche Emails in Masse.
Erst wird mann blind und dumm geschmeichelt- der Sex kommt erst viel später.

Sie meinen also weil manche Männer mit Frauen in einem beruflichen Umfeld nicht professionell umgehen können, möge man eben jene Frauen gleich komplett entfernen?

Es gibt sogar ein Land wo man das sehr konsequent umsetzt: Saudi Arabien.

Weil was fürs Büro gilt, muss zwangläufig auch für den gesamten öffentlichen Raum gelten, oder?

Und was das mit Palin in einem Aufsichtsrat zu tun hat, wissen wohl auch nur sie. Ein Bush, Akin oder Haider, Strasser etc. wäre in einem Aufsichtsrat automatisch besser?

die Palin

ist aber auch ein schlechtes Beispiel

Palin taugt nur als gutes Beispiel für ein schlechtes Beispiel. Das ist aber unabhängig vom Geschlecht.

Bei allen Headlines, die ich beim Durchzappen jetzt gelesen habe, ist dies wohl die mit Abstand unbedeutenste. Und doch ist mir diese Überschrift einen Kommentar wert. Paradox!

Immer wieder verwunderlich von was für Lichtgestalten man regiert wird

Der CIA Chef im Jahre 2012 verschickt also nicht nur brisante Nachrichten per email sondern auch noch über GMail . Mein Respekt . Was beruhigend ist : Solche Lichtgestalten in hohen Positionen sind ja in jedem Staat an der Macht - und das System funktioniert trotzdem

Eine Frage der Alternativen

Was passiert wenn man dazu seinen Büro-Outlook-Account verwendet haben ihn Österreich ja auch einige Politiker erlebt. (Strasser-Mails zb)

Insofern würde ich pikante (nicht beruflich sondern pikant pikante) Nachrichten auch eher auf Gmail (oder Yahoo etc) als über meinen Büro-Account versenden.

Oder kommunizieren sie mit Freund/In nur via PGP-Verschlüsselung und TOR?

Ich glaub im obigen Fall, ist der erste und entscheidende Fehler, dass offenbar der Computer(Ipad etc.) auf dem der Account eingerichtet war, nicht versperrt war. Gegen sowas hilft die sicherste Kommunikation nix.

Einfache Antwort : Outlook ist ein Tool oder App was es Menschen wie dir erleichtert emails lesen zu können

Nicht mehr und nicht weniger . btw : Jeder Datenverkehr in einem Büro ist verfolgbar . Ich nehme nicht an dass du einen eigenen Zugang zum Internet hast . Reihenfolge : Client - Switch - Router/Gateway - DNS - usw usf . Daten Spuren - Cyber CSI . Der Inhalt von der Mail ist ziemlich blunzen - Du verhälst dich auch nicht anders als 1000te Menschen vor dir - Es geht um Zeitpunkt - Frequenz - und was danach passiert

was spricht denn dagegen, privat einen gmail account zu nutzen außerhalb des beruflichen umfelds?

Was spricht dagegen ? smpt und port 25

Auf diese Verbindungen kann jeder zugreifen der ein bisschen Computerkenntnisse hat . Conclusio : Selbst ich - mit recht bescheidenen Wissen - hätte diese Mails abfangen können wenn ich Teil/Client des Netzwerk/Domaine wäre . Abgesehen davon werden mails zigmal abgespeichert bevor sie den Empfänger erreichen . Conclusio : Für dich ist dieses Wissen unnötig - dein Leben ändert sich nicht - aber der Chef der CIA darf solche Fehler nicht machen

GMail funktioniert mit https - er hat sicher nicht pop/smtp oder imap verwendet. Wozu hätte er das denn tun sollen?

Klar kann man die Mails bei Google abfangen, aber wie sie Teil von gmail.com werden wollen, müssen Sie uns erst noch erklären.

Alle Webseiten laufen über http(s) - ist ja auch das derzeitige Web Standardprotokoll

Emails verwenden ein Anderes . Unter Anderem ein Simple Mail Transfer Protocoll oder die sonstigen von dir aufgezählten . Dass es gmail anders macht wäre mir neu - Es braucht ja auch einen Mailserver - Neu erfinden können sie das www auch nicht . Allerdings ist das auch nicht mein Fachgebiet und ich habe noch nie gmail für ein zB Outlook Konto konfigurieren müssen . Wen ich Teil dieser Domaine bin könnte ich als Administrator natürlich jede Mail abrufen ohne dass der Client es merkt . Und so etwas sollte der CIA Chef wissen

Ergänzung:

Die Amis können praktisch ALLE E-Mails lesen, wenn sie wollen (gmail, google, undundund).

Ich verstehe nicht, was an einer außerehelichen Beziehung so schlimm sein soll. Seine Frau ist wahrscheinlich nicht erfreut, aber das ist doch nur ein privates Problem.

In den USA ist das offensichtlich ein Riesenproblem. Das Aufdecken von Kriegsverbrechen zu unterdrücken (was man ihm auch vorwerfen kann) ist dagegen scheinbar OK und kein Rücktrittsgrund.

Im Sicherheitsbereich braucht jede Person ein Clearing. Das geht so weit, dass auch die Ehepartner und Familie der Person bekannt sein müssen.

Gerade wenn man ganz oben in der Nahrungskette ist, ist es sehr wichtig, dass keine unbekannten Faktoren auftreten. Wenn Petraeus so eine Affäre verheimlicht, dann verheimlicht er eine Person die direkten Zugang zu ihm und damit zu sehr viel Wissen hat.

Das ist das Problem, nicht eine Affäre an und für sich.

Es wird wohl so argumentiert:

Wenn ein Staatsbediensteter selbst das vor Gott abgegebene Ehegelöbnis gegenüber seiner Ehefrau bricht, ist es nicht unbedingt zu erwarten das er seinen Diensteid gegenüber dem Staat hält.

Das Problem bei einer außerehelichen Beziehung (oder anderen Aktivitäten, die man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit breitteten möchte, egal ob illegal, moralisch verwerflich oder einfach nur peinlich), ist daß man dadurch potentiell erpressbar wird. Und das wär gar nicht gut in so einer speziellen (beruflichen) Position...

und das berüchtigte Bettgeflüster

an dieser Position sollte man sich nicht einfach von irgendwelchen Frauen bezirzen lassen. Zu groß ist die Gefahr für den Geheimdienst.

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