Schwedischer Speed im flachen Finnland

11. November 2012, 14:28

Andre Myhrer gewinnt in Levi den ersten Slalom der Saison. Marcel Hirscher versöhnt sich mit der Piste in Finnland, er wird hinter dem Schweden Zweiter. Routinier Reinfried Herbst hat Glück und wird mit Können Sechster.

Levi - Als bisher bestes Ergebnis hatte Marcel Hirscher in Levi 2009 den 26. Platz erreicht. Also war der 23-jährige Salzburger ziemlich glücklich mit dem zweiten Platz am Sonntag, den er bei ungewöhnlich hohen Temperaturen, Nebel und Nieselregen 170 Kilometer nördlich des Polarkreises einfuhr. "Lässig, dass meine eigenen Ski im Flachen auch noch funktionieren", sagte Hirscher nach der Rennpremiere auf seinen selbstdesignten Latten. "Von dem Hang habe ich in der Vergangenheit ja eine g'scheite Watschn bekommen." Im Vorjahr konnte der Slalom in Levi wegen Plustemperaturen und Schneemangels nicht stattfinden.

Den Sieg im Slalom schnappte sich um gerade einmal 0,06 Sekunden der Schwede Andre Myhrer. Damit setzte der 29-jährige Disziplinen-Weltcupsieger seine Siegesserie aus der Vorsaison fort. Im März hatte er die Rennen in Kranjska Gora und die WM-Generalprobe in Schladming für sich entschieden. Für den WM-Bronzemedaillengewinner von Olympia 2010 in Vancouver war es der insgesamt fünfte Weltcup-Erfolg, die Rückenprobleme hat er mit gutem Sommertraining überwunden. Die starke Form des schwedischen Teams bestätigte Jens Byggmark (0,61) als Dritter.

Hirscher hatte im Vorjahr trotz fünf Erfolgen die kleine Kristallkugel im Slalom verpasst. Myhrer dürfte neben Ivica Kostelic, der in Levi Achter wurde, auch diesmal wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Führung im Gesamtweltcup

Im Gesamtweltcup hat sich Titelverteidiger Hirscher nach Rang drei im Riesentorlauf von Sölden und dem Rennen in Lappland schon positioniert: Er übernahm mit 140 Punkten die Führung vor dem Italiener Manfred Mölgg (130). "Ich habe Bier getrunken und gefeiert", antwortete Hirscher gewohnt schlagfertig auf die Frage, wie er sich im Sommer auf den Slalomauftakt vorbereitet habe.

Wie einen Podestplatz feierte Reinfried Herbst seinen sechsten Rang. Der 34-jährige Salzburger hätte als 31. um eine Hundertstelsekunde die Entscheidung verpasst. Der Tiroler Mario Matt, Achter nach dem ersten Durchgang, wurde aber wegen einer zu hohen Bindungsplatte disqualifiziert, Herbst profitierte vom Missgeschick seines Teamkollegen. "Ich war mit dem Kopf schon bei der Heimreise", sagte er.

Im Finale drehte Herbst mit Laufbestzeit auf, verbesserte sich um 24 Plätze. Für Matt sei es "brutal bitter", sagte der Sieger von 2009. " Aber es war Glück für mich. Der zweite Lauf war der beste Lauf, den ich bisher hatte. Und ich habe ja erst 14 Trainingstage in den Beinen." Im Sommer ließ sich Herbst, der zuletzt im Februar 2011 als Zweiter in Bansko besser platziert war, an Schulter und Knie operieren. Herbst: " Ich kann die Schmerzen während des Rennens gut ausblenden."

Der Weltcup wird in Nordamerika fortgesetzt, im kanadischen Lake Louise folgen in zwei Wochen Abfahrt und Super-G. (krud, DER STANDARD 11.11.2012)

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Super UNSER Marcel

könnte man bei einem so lächerlichen Rückstand von 0,06 Sekunden nicht ex aequo den 1. Platz vergeben?

Das liegt doch im Toleranzbereich der Stoppuhr!

levi

war noch nie aussagekräftig ! jedoch ist heuer klar, dass der hirscher bereits jetzt top drauf ist und sicherlich der favorit auf den gesamtweltcup ist.

bezüglich WM muss er aufpassen, dass er auch hier in topform ist. da ist dann die konkurrenz grösser, weil dann jene athleten dazukommen die den formaufbau rein auf die wm abstimmen. wm oder olympia renne gewinnen ja des öfteren jene, welche sonst nie was gewinnen......

Geht das Theater schon wieder los!

Na endlich ;-)

Als Alternative:

Fußball mit Rapid ;-)

Einfach ein wahnsinns typ der hirscher!

"brutal bitter" - welch gelungene Alliteration.

ich finds schön, dass sie wieder fahren!
mich hätt ja interessiert, wie schnell der bygmark gewesen wäre, wäre er schneller gewesen.

Und alle anderen erst.

Wir Österreicher haben heute

wieder einmal dem Rest der relevanten zivilisierten Welt (USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan,...) ganz klar die Grenzen aufgezeigt. Bei einer fairen sportlichen Auseinandersetzung in der mit Abstand bedeutendsten Wintersportart - sowohl vom sportlichen als auch vom wirtschaftlichen Wert!!

Und da soll auch nur Einer...

...mir nochmal vorhalten, ich würd mich zu sehr über euch Ösis lustig machen. :)

weltbewegend

Die Eselreiter von Samangan sehen es wohl genauso.

Diese Skibewerbe sind so bedeutsam, wie das sprichwörtliche Fahrrad, das in China umgefallen sind. Nur in Österreich holt man sich zu dieser Randsportart einen runter.

Für einen Trollversuch ein bissl zu wenig mutig, aber könnte noch was werden

Ja, genau weil's nur Oesterreicher interessiert, uebertraegt es der britische Eurosport und die belgischen Zeitungen berichten.

Zuviel Selbstrelativierung ist genauso falsch wie zuviel Tamtam um die Sache.

in den belgischen zeitungen wird aber wohl nur das ergebnis zu finden sein.

danke, das musste einmal gesagt werden ;-)

also ich hab niemandem die Grenzen aufgezeigt...

ich zeige grad meinen krautrouladen ihre grenzen auf.

das kann sich hinterrücks rächen!

schade, ich hab nämlich schon mitgeholfen. allein durch die mentale Unterstützung, die in einem Universum, in dem alles mit allem verbunden ist, nicht unterschätzt werden darf. Außerdem haben wahrscheinlch auch meine Gebete geholfen

dann müssen sich Obama, Vettl und der Paul Scharner auch für ihrer derzeiTige Situation bei mir bedanken!!!

Obama und Vettel schon, Scharner nicht. Das funktioniert nämlich nur im positiven Sinn. Man kann natürlich nicht jemanden verhexen oder totbeten - das wäre ja absurd.

ok, dann war Paul Scharner selber schuld ;)

Läufer aus 15 (!) verschiedenen Nationen

in den Punkterängen. Und das in einem einzigen Rennen. Wahnsinn!!! Ski fahren - eine echte Weltsportart! Und WIR sind die Besten! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

sind jetzt die österreicher schuld daran, dass es keine kambodschanischen, haitianischen oder brasilianischen schiläufer gibt? zwingt sie ja niemand, diesen sport zu verfolgen, oder?

Immerhin hat im ersten Durchgang ein Russe aufgezeigt, den in Russland niemand kennt.

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