Neun Zivilisten und US-Soldat bei Anschlägen in Afghanistan getötet

Neugeborenes und zwei Frauen unter den Opfern - ISAF-Soldat von Uniformiertem erschossen

Kabul/Washington - Bei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens neun Zivilisten und ein US-Soldat getötet worden. Sechs Zivilisten seien gestorben, als ihr Fahrzeug am Sonntag in der ostafghanischen Provinz Khost (Chost) in eine Sprengfalle geriet, sagte ein Polizeisprecher. Unter den Opfern seien ein Neugeborenes und zwei Frauen. Bei einem weiteren Sprengstoffanschlag in der südafghanischen Provinz Kandahar wurden am Sonntag nach Angaben der Provinzregierung drei Insassen eines Minibusses getötet. Die US-Truppen in Afghanistan teilten in der Nacht zu Sonntag mit, am Vortag sei im Süden des Landes ein ihrer Soldaten bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen.

Erneut hat ein Mann in Polizeiuniform einen Soldaten der NATO-Truppe ISAF erschossen. Der Angriff erfolgte am Sonntag auf einem gemeinsamen Militärstützpunkt in der südlichen Unruheprovinz Helmand, wie ein Sprecher des dortigen Gouverneurs mitteilte.

Vorausgegangen sei ein Streit zwischen dem Angreifer und seinem Opfer. Der Angreifer sei mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die ISAF bestätigte den Todesfall, ohne nähere Angaben zu machen.

Seit Jahresbeginn wurden mehr als 50 ISAF-Soldaten bei Angriffen innerhalb der Streitkräfte getötet. Nach Angaben der ISAF wird etwa ein Viertel der solcher Angriffe von infiltrierten Aufständischen verübt, während der Rest auf Konflikte mit einheimischen Soldaten und Polizisten zurückgeht. (APA, 11.11.2012)

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