Computer von EU-Mitarbeitern in Aserbaidschan gehackt

11. November 2012, 10:04

Während einer Konferenz für Internetsicherheit

Mitarbeiter von EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes sind offenbar während einer Konferenz für Internetsicherheit in Aserbaidschan einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Der Attacke sei verübt worden, als sie sich in ihrem Hotel aufgehalten hätten, sagte Kroes' Sprecher Ryan Heath am Samstag.

Spionage vermutet

So hätten er und ein Kollege eine Warnbotschaft erhalten, wonach sich Unbefugte Zugriff auf ihre Computer verschafft hätten. Er gehe von Spionage aus, sagte Heath weiter. Über mögliche Drahtzieher wollte er sich aber nicht äußern. Allerdings würden die Computer forensisch untersucht.

"Raue" Realität

Der Hackerangriff sei einer von etlichen Regelverstössen, der die "raue" Realität der politischen Verhältnisse in Aserbaidschan verdeutliche, schrieb EU-Digitalkommissarin Kroes am Samstag in ihrem Blog.

Erst am Mittwoch hatte sie auf dem Internet Governance Forum in Baku die systematische Unterdrückung der Meinungsfreiheit in Aserbaidschan gegeißelt und von der Regierung einen Kurswechsel verlangt. (APA, 11.11.2012) 

Share if you care
3 Postings
hä?

"So hätten er und ein Kollege eine Warnbotschaft erhalten, wonach sich Unbefugte Zugriff auf ihre Computer verschafft hätten."

Ein Cracker mit Moral... Zuerst klauen, dann warnen.

joa,…
oder auch nur einbildung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.