Ein wütender Kommissar im Elendsviertel: Top oder Flop?

Ansichtssache

Diesen Sonntag ermittelte das "Tatort"-Team aus Dortmund. Zum zweiten Mal kam darin das Team um Kommissar Peter Faber zum Einsatz

foto: orf/ard/willi weber

In der Nachbarschaft von Kommissarin Nora Dalay wird ein Dealer und Zuhälter erschossen aufgefunden. Er war Assistent des Geschäftsmanns Tarim Abakay. Alles deutet darauf hin, dass sich am Tatort eine Zeugin aufgehalten hat.

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Infos kommen von Streifenpolizisten. Die Spuren führen die Ermittler sowohl ins Prostitutionsmilieu als auch zum Arbeiterstrich. Das Opfer soll mit einem der Arbeiter kürzlich gestritten haben. Ging es dabei um die Mieten für die heruntergekommene Unterkunft, die dessen Boss Tarim Abakay von Einwanderern kassiert?

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Das Interessante an diesem Fall sei das Wesen des Kommissars, urteilt die "Süddeutsche Zeitung": "Jörg Hartmann spielt diesen Faber, und verglichen mit ihm ist sogar der Leipziger Kommissar Keppler eine vom großen Martin Wuttke eher lieblos runtergespielte Karikatur eines Wracks. Kepplers Schmerz ist geronnen. Fabers Schmerz ist frisch. Fabers Schmerz ist laut und leise. Manchmal, wenn man glaubt, jetzt müsse er explodieren, schaut er still in einen Abgrund. Manchmal hilft nur der Baseballschläger."

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"Mal alle Klischees der aktuellen Episode beiseite: Wut-Cop Faber ist immer noch der beste 'Tatort'-Neuzugang seit Jahren", heißt es im Schnellcheck von spiegel.de

"Wenn die Autoren jetzt noch Geschichten für ihn schreiben, die so berührend sind wie der Kommissar selbst, dann wird der 'Tatort' aus Dortmund ein Pflichttermin", meint auch die "Süddeutsche".

Wie hat Ihnen dieser "Tatort" gefallen? Top oder Flop? (red, derStandard.at, 11.11.2012)

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