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Bamako/Dakar/Abuja - Die Präsidenten der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS wollen am Sonntag einen Interventionsplan für Mali beschließen. Bei dem Treffen in der nigerianischen Hauptstadt Abuja liegt eine Vorlage auf dem Tisch, wonach die Eingreiftruppe aus 5.500 Soldaten bestehen soll.
Der UN-Sicherheitsrat hatte die ECOWAS Mitte Oktober aufgefordert, Pläne für eine Militärintervention im Norden Malis auszuarbeiten. Dort haben Islamisten die Macht übernommen, sie unterdrücken die Bevölkerung mit einer drastischen Auslegung der Scharia. Die Zentralregierung in Bamako steht der Situation hilflos gegenüber, weshalb sie um internationale Hilfe gebeten hat. Vor einer Intervention müsste der UN-Sicherheitsrat nochmals grünes Licht geben. (APA, 10.11.2012)
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Der Maghreb-Experte Yahia Zoubir fordert einen nationalen Dialog der Versöhnung für Mali. Wahlen ohne die Zustimmung aller ethnischen Gruppen wären kontraproduktiv
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Zum Teil über 800 Jahre alte afrikanische und arabische Manuskripte
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Frankreich will wie geplant im März mit dem Abzug seiner Truppen beginnen
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Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
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Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
Übergriffe und Massaker laut MNLA-Vertreter in Nordmali an der Tagesordnung - Verantwortlich seien malische Soldaten und in die Armee integrierte Milizen
Und ja Frankreich hat eine Pflicht gegen über ehemaligen Kolonien, dass es diese wahrnimmt bedeutet nicht, dass sie an Rückeroberung denken!
Ebenso wäre es sinnvoll, den Hauptgeldgeber und -förderer des Terrorismus (nämlich Saudi-Arabien et al.) nicht mehr als besten Verbündeten im nahen Osten zu verhätscheln.
Ausserdem könnten IWF und Weltbank ja dazu übergehen, Gelder zu vergeben, ohne gleichzeitig neoliberale Politik in Form von Privatisierungen, Marktöffnungen etc. zu verlangen.
Wenn - wie in Westafrika bereits vor 10 Jahren sichtbar - die einzige Schule in zig Kilometern Entfernung die von Saudi-Arabien gestiftete und bezahlte Koranschule ist, darf man sich über die Folgen nicht wundern.
Aber ich weiss schon, wir Guten habe die Bloßfüßigen immer nur mit den besten Absichten bombardiert und erorbert: um ihnen Kultur, Wissen, Demokratie und Menschenrechte zu bringen.
des extremistischen /fundamentalistischen Islam äußerst bigott ist (und ein Grundübel darstellt...), ist ja aber nicht die Frage, die Ihnen der Vorposter gestellt hat:
Was wäre die Alternative zu einer militärischen Vertreibung der Islamisten aus Nord Mali, wie sie von der Regierung in Mali und offenbar auch enen Großteil der Bevölkerung im Norden Malis gewünscht wird?
Man könnte nun natürlich auch massiv Waffen nach Mail liefern oder verleihen - aber erstens fehlt es da an trainierten Soldaten, die diese bedienen können, und zweitens könnte das wieder die Nachbarländer auf lange Sicht nervöser machen, und drittens ist das Militär dort eh etwas zu putschfreudig, man wird es also nicht noch übermäßig stärken wollen.
deine Vorschläge machen alle Sinn und dieselbe Meinung habe ich auch. Aber was schlägst du konkret vor, wie man jetzt die Krise Malis mit den Islamisten lösen könnte? Was soll die AU, was soll die ECOWAS JETZT unternehmen? Eine Delegation nach Timbuktu schicken? Für Verhandlungen?
P.S.: Dass Frankreich sich noch immer einbildet, dort mitreden zu müssen, zeigen die Beispiele Tschad und Elfenbeinküste. Dass dies nicht zu einer Stabilisierung (ausser einer durch Aufrechterhaltung militärischer Gewalt) führt, zeigen diese Beipiele auch. Wenn die Guten nicht lernen, auch mittelfristige Lösungen anzustreben, wird es ihnen wie in Vietnam (und bald schon Afghanistan) ergehen.
ich denke, dass ist jetzt der erste konkrete Vorschlag in diesem Forum. Ist auf jeden Fall eine gute Idee!
@ Elfenbeinküste: gerade da hätte die AU Handlungsstärke zeigen können, die AU hat die Präsidentschaftswahlen als fair angesehen und den neuen Präsidenten unterstützt, sie konnte sich aber nciht auf ein Eingreifen einigen. Im Raum stand, dass Mbeki als Vermittler geschickt werden sollte. Derselbe Mbeki, der bei der Simbabwekrise als unabhängiger Vermittler ständig Mugabe lobte (kennen sich ja noch aus gemeinsamen Zeiten des Unabhängigkeitskampfes) und über die Menschenrechtsverletzungen in Simbabwe hinwegsah.
Die AU muss handlungsfähiger werden, damit es eben nicht noch zusätzl. Unterstützung von außen braucht.
hatten mit ihrem kolonialistischen Imperialismus viele Völker Afrikas erniedrigt und verklavt lange bevor die Europäer sich in Afrika "engagierten". Als Befreier vom Islam wurden sie dort bis heute nicht wirklich erlebt...
Bevor das heutige Europa dem Islamismus auf fremden Kontinenten die Stirn bietet, sollte es sich erstmal selbst vom grassierenden Islamismus befreien!
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