Hackende Supertalente

10. November 2012, 10:07
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Junge Hacker als Sicherheitsexperten von morgen

Seit Oktober studiert der 19-jährige Philipp Reitter an der TU Graz Telematik. Der junge Mann aus Tirol hat ein gepflegtes Äußeres, in seiner Freizeit spielt er gern Klavier und Golf. Stellt man sich so ein Hackertalent vor, das mit flinken Fingern Passwörter knackt und Daten klaut?

Neugier

Denn das ist Reitter auch: ein ziemlich guter Hacker - eine Bezeichnung, die gern mit kriminellen Machenschaften assoziiert wird. Er ist es nicht aus Interesse am Datenklau, sondern "aus Neugier, wie sich Sicherheitslücken finden und ausnützen lassen", wie er betont.

"Wie einen Bissen Brot"

Der Student gehört zu den zehn besten von 400 Teilnehmern, die bei der heuer erstmals ausgelobten Cyber Security Challenge Austria ihr Können unter Beweis stellten. Und dieses war, so Wettbewerbsinitiator und IT-Sicherheitsexperte Joe Pichlmayer, "beeindruckend - wir brauchen diese Leute wie einen Bissen Brot".

Autodidakten

Als Anerkennung konnten die Junghacker sich am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Wiener Heeresmuseum ein Notebook abholen. Interessantes Detail: Zwei der Finalisten haben sich ihre IT-Kenntnisse komplett autodidaktisch beigebracht - ohne entsprechende schulische Ausbildung.

Doch auch ein "guter" Hacker hat seine kleinen Geheimnisse. Auf die Frage, was er denn schon so alles gehackt habe, antwortet Reitter mit einem freundlichen, doch bestimmten: "Kein Kommentar." (Karin Tzschentke, DER STANDARD, 10.11.2012)

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