17 Tote bei Absturz von türkischem Militärhubschrauber

Männer sollten gegen Kämpfer der PKK vorgehen

Istanbul - Beim Absturz eines türkischen Militärhubschraubers bei Nebel und Regen sind am Samstag im Südosten des Landes 17 Soldaten getötet worden. Die Mitglieder einer Spezialeinheit der Gendarmerie seien auf dem Weg zu einem Einsatz im Grenzgebiet zum Irak gewesen, als der Helikopter gegen Felsen geflogen sei und in der Provinz Siirt abstürzte, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi unter Berufung auf die Behörden. Die Männer sollten dort gegen Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgehen.

Der Gouverneur der Provinz Siirt, Ahmet Aydin, schloss einen Angriff auf den Helikopter aus. In der Bergregion sei es sehr neblig gewesen. "Das Wetter war sehr schlecht. Es regnete stark. Der Hubschrauber stieß wegen des Nebels mit den Felsen zusammen", sagte der Gouverneur. Es habe keine Überlebenden gegeben.

Der türkische Präsident Abdullah Gül erklärte, die Soldaten seien auf dem Weg gewesen, "um ihren Freunden zu helfen".

Einsätze gegen PKK

In der Region im Südosten der Türkei rücken türkische Sicherheitskräfte immer wieder zu Einsätzen gegen die PKK aus. Die Organisation wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.

Erst im Oktober war ein Armeehubschrauber in der Provinz Diyarbakir abgestürzt, nachdem er eine Stromleitung gestreift hatte. Ein Soldat wurde dabei getötet.

Die Behörden der benachbarten Provinz Hakkari berichteten am Freitag, bei Kämpfen seien innerhalb von drei Tagen 42 Rebellen getötet worden. Angaben zu möglichen Verlusten der türkischen Streitkräfte wurden nicht gemacht. (APA, 10.11.2012)

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