Mozarteum: Wagner und Meyer werden Universitätsratsmitglieder

9. November 2012, 18:13

Vom Senat der Universität Mozarteum Salzburg gewählt

Salzburg/Wien/Weimar - Der Senat der Universität Mozarteum Salzburg hat am Freitag zwei der insgesamt fünf Universitätsratsmitglieder für die Funktionsperiode 1. März 2013 bis 28. Februar 2018 gewählt. Es handelt sich um Nike Wagner, Künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar, und Robert Meyer, Direktor der Volksoper Wien. Zwei weitere Mitglieder werden noch von der Bundesregierung bestimmt. Das fünfte Mitglied wird vom Universitätsrat des Mozarteums einvernehmlich bestellt. (APA, 9.11.2012)

Die anderen Uniratsmitglieder: Müller, Schmid, Pospischil.

Hauptsache, man hat wieder zwei

populäre Namen gefunden, die ihre jeweiligen Sammlungen von lukrativen Nebenjobs ausbauen können.

Interessant ist ja, dass die derartigen illustren Damen und Herren keineswegs - wie man vermuten könnte - in ihren steuergeldfinanzierten Hauptjobs zeitlich ausgelastet sind. Ein Direktor der Wiener Volksoper beispielsweise hat, wie's scheint, gewaltige freie Zeitkapazitäten übrig; und ein paar einträgliche Nebenpöstchen zum zusätzlichen Abkassieren finden sich immer.

(Das Ganze ist wie bei den Primarärzten: Immer jammern über die "totale" Belastung in ihren jeweiligen Kliniken, aber stets ausreichend Zeit für ihre Privatpraxen, Tätigkeiten als Gerichtsgutachter, Herausgeberfunktionen bei Fachzeitschriften usw. Ein absurdes System!)

wie sagte wolfgang kubicki (sinngemäß) so schön: es gibt eben menschen, die sind einfach schneller.

Tja, so wird's wohl sein!

Die arbeiten einfach 4 x so schnell wie Normalmenschen, und deshalb können sie auch 4 x so viele Jobs in der gleichen Zeit erledigen. Eigentlich ganz einfach, ja.

Ich kenne übrigens einen Uni-Professor, der von seinen Untergebenen "UVM" genannt wird - "unser virtueller Mitarbeiter" -, denn seine wöchentlichen Anwesenheitszeiten am Institut beschränken sich auf halbstündige Blitzbesuche. Mehr wäre auch wirklich nicht drin, da der gute Mann noch eine Fülle anderer Pöstchen innehat, angefangen bei bezahlten Geschäftsführerjobs in irgendwelchen Vereinen bis hin zu Vorstandsfunktionen in Verbänden und Stiftungen. Sein Haupt-"Job" scheint für ihn lediglich die Aufgabe zu erfüllen, seine Pensions- und Versicherungsansprüche zu legitimieren.

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