Obama kann mit 332 Elektoren rechnen, Romney mit 206

9. November 2012, 18:02
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Obama laut Demokraten auch in Florida voran

Tallahassee - Das Wahlergebnis aus Florida war noch lange nicht offiziell bestätigt - doch Rod Smith, der Chef der Demokraten in dem südlichen US-Bundesstaat, preschte am Donnerstagabend vor und erklärte den Präsidenten auch hier zum Sieger: "Im Namen von Floridas Demokraten gratuliere ich Präsident Barack Obama zu seiner Wiederwahl und zum Gewinn der 29 Wahlmännerstimmen in Florida!"

Das republikanische Lager von Kontrahent Mitt Romney gestand die Niederlage in Florida indirekt ein: "Die Zahlen in Florida zeigen, dass ein Sieg möglich war", sagte der örtliche Kampagnenchef Brett Doster zum Miami Herald. "Wir hatten geglaubt, dass wir das Nötige getan haben, um zu gewinnen. Offenbar war das nicht der Fall."

Nachzügler Florida

Während aus 49 Staaten die Ergebnisse bereits am Mittwoch feststanden, ließ der Sunshine-State auf sich warten. Nach Auszählung aller regulären Stimmen führte Obama laut New York Times um 51.938 bei 8.286.150 abgegebenen Stimmen. Rund 200.000 ausständige Briefwahl- und tausende "provisorische" Stimmen (solche von Wählern, deren Personalien im Nachhinein überprüft werden müssen) hätten noch einen Umschwung bedeuten können.

Die Aufmerksamkeit gilt vor allem drei urbanen Bezirken (counties), in denen die Demokraten von Obama aber ohnehin traditionell die Oberhand haben.

Am Wochenende wird auch Florida noch Obama zugeschlagen. Damit hat der siegreiche Amtsinhaber dann 332 Wahlmänner auf seiner Seite, Romney hingegen bleibt bei 206. Formal wird der US-Präsident Mitte Dezember vom Electoral College, der Wahlmännervereinigung, gekürt. (gian/DER STANDARD, 10.11.2012)

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