Wo Wien ordentliche Stadtplanung braucht

Ansichtssache

Stadtforscherin Elke Krasny hat vier Plätze in Wien herausgepickt, wo zukunftsweisende Gestaltung besonders wichtig ist. Die Hintergründe dazu sind in diesem Artikel zu lesen.

Bild 1 von 12»
foto: robert newald

Rund um den zukünftigen Hauptbahnhof entsteht ein komplett neues Stadtviertel.

weiter ›
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 104
1 2 3

Ja, der Schwedenplatz gehört in der Tat modernisiert.
Die Gastronomie gehört dort mal aufgeräumt, die Tauben sind auch ein Problem, die Optik gehört modernisiert.
Schliesse mich aber jenen an, die meinen, dass die Stadtplanung in Wien wirklich ordentlich gemacht gehört.
Vor allem gehört beim Projektmanagement endlich mal drauf geschaut, dass die geplanten Kosten, mit den tatsächlichen Kosten übereinstimmen.
Denn das können wir irgendwie nicht und immer kostet es dann mehr als geplant.

In wien scheint schon seit längerem das Credo zu herrschen, dass man Plätze nur umgestalten kann, indem man sie zubaut. Der Pratervorplatz ist da noch das gelungenste Beispiel (und das sagt eh schon alles)
Weitere Beispiele: Europaplatz mit Westbahnhof-Wellblechmotel zugepflastert, der Rest mit x Masten verunstaltet. Der Praterstern eine Betonwüste mit einer monströsen Pergola vom Charm eines Baugerüstes, an der sich niemals ein Pflänzchen hochränkeln wird. Den Hochstädtplatz als Negativen Höhepunkt gibt es nicht mehr. Der wurde zu einer Kreuzung mit überbrückender Zweckarchitektur degradiert, und beim Morzinplatz ist doch auch nur noch die Frage was man für einen Klotz hinsetzten soll, und nicht ob überhaupt.

Ess-Standeln

Eines der schlimmsten Übel auf ALLEN öffentlichen Plätzen sind die diversen Ess-Standeln - und die dazugehörenden Mülleimer. Auch die von den Abfällen angezogenen Tauben sind ekelig. Ebenso die vielen verdächtigen Figuren, die dort ganztägig herumlungern.
Da will man nur weg und zwar schnell.

Für mich hat der Schwedenplatz irgendwie so den Geruch des Sozialismus. Häßliche Zweckbauten, grau, kühl.

Passt somit aber nach Wien, mit der Rot-Grünen Regierung...

Wenn man am Schwedenplatz

nur mal anfangen tät die ganzen U-bahn-Aufänge, Tiefgaragenabgänge besser gruppiert (und nicht mittendrin so wie jetzt), sowie die unzähligen Würtschelboxen ein bisserl reduziert, wärs schon ein Anfang.
Wär dann auch vllt einmal die Tankstelle weg, und eventuell die Tramgleise ein wenig sortierter, wär vllt doch einmal Platz für einen Platz.

Der Schwedenplatz und der Morzinplatz haben ein gemeinsames Problem: Sie werden nicht als (zwei) Plätze wahrgenommen.

Sie sind vielmehr eine einzige durchgehende längliche Verbreiterung des Kais, die noch dazu die meiste Zeit des Tages schattig ist - und zwar gerade bei der U4/Straßenbahn-Station.

der schwedenplatz war immer schon irgendwie schiach u eigenartig,kein ort an dem man gern verweilt in einer statdt trotz eissalon u innenstadtlage

wer verweilt schon gerne unmittelbar an einer Autobahn?

Wien braucht

überall ordentliche Stadtplanung.

Bitte den Morzinplatz nicht umgestalten

Wenn der umgestaltet wird, dann wirds Beton und nur Beton, wie der Praterstern, der Schwarzenbergplatz und andere umgestaltete Flächen in Wien beweisen - dann schon lieber Gstättn.

Der Schwedenplatz braucht Grün und trotzdem viel Platz zum Gehen, Warten, Sitzen. Da gehören mindestens 2 Fahrspuren des F.-J.-Kais kassiert.

Worüber man nichts sagen kann, da soll man schweigen, sagt Wittgenstein. Aber was ist im umgekehrten Fall?

Ein bisserl mehr Text wär' schon nicht schlecht! Andererseits: Es gibt immer mehr (redegewandte) Architekten und Stadtplaner und die Städte werden immer schiacher!

Warum pflanzen wir nicht einfache viele Bäume?
Bäume sind ganz von selber schön und erfüllen auch eine Funktion: Sauerstoff, Schatten.

Oder wir lassen die hässlichen Gebäude einfach mit Efeu zuwachsen? Ist billiger, schöner und die insektenvertilgenden Vögel bekommen auch ein zuhause!

mit Efeu die schiarchn Häuser verstecken?

No, dank der 50iger-Jahr Stilbrüche und den Raiffeisen-einerlei an der vis-a-vis-Seite müsst ma da ungefähr 90% der Bauten verstecken.
Da wär der Schwedenplatz ja fast a grüne Lunge von Wien!
Nicht schlecht der Vorschlag!

Ich bin jetzt auch Stadtforscher ! Wieso ? Einfach so. Weil ich mich jetzt, so wie Frau Krasny, einfach auch so nenne. Natürlich gibt's dazu von mir auch hippe Expertisen. So wie von Frau Krasny ! Just call me Stadtforscher ...

Mich stört beim neuen Hauptbahnhof immer noch, dass die Bahnsteige nicht wind- und wettergeschützt sondern nach allen Seiten komplett offen sind. Der Hauptbahnhof liegt recht erhaben und windig; geologisch geht es beiderseits abwärts.

komplett offen

gegenüber der bahnsteige gibt es 3-4 meter hohe Glaswände, darüber gibt es auf 50% länge der bahnsteige ein dach, dass sowohl gleise als auch bahnsteige überspannt.

eine halle würde nicht mehr bringen. am praterstern gibt es de facto auch eine halle, aber trotzdem zieht es durch.

Das scheint schon absichtlich so angelegt zu sein - damit noch mehr wartende Reisende von den Bahnsteigen ins obligatorische Shopping-Center (jetzt auch so gerne als "Mall" bezeichnet) gedrängt/gelockt werden ...

Zur Zeit gibt es ja nur mehr "Shopping-Center mit angeschlossenen Bahnsteigen" - von einer primären Funktion der "Bahnhöfe" als Verkehrsknotenpunkt ist ja da kaum mehr etwas zu merken ...

und geomorphologisch?

Geomorphologisch steht der Hauptbahnhof auf der Arsenalterrasse, die im Quartär durch fluviatile Sedimente geschaffen wurde.

nicht umgekehrt?

Ihnen ist langweilig? Sie haben zu wenig zu tun? :-)

Die Terrasse kam einerseits sowohl durch Ablagerungen als andererseits auch durch Abtragung rundherum zustande.

Ähm, worauf ich hinauswollte:

Geologie: beschäftigt sich mit Aufbau, Zusammensetzung und Struktur der Erde

Geomorphologie: untersucht die Formen und formbildenden Prozesse der Oberfläche der Erde

bei ungüntigem wetter sollen sie bittschön ins shoppingzenter ausweichen und net am bahnsteig auf den zug warten. sonst rechnet sich ja das einkaufsparadies gar nicht...

So verstehe auch ich es. Fährt der Zug ein, wollen plötzlich alle Fahrgäste auf einmal durch einen einzigen Bahnsteigaufgang - nämlich durch denjenigen, der sich bei der Shopping-Mall befindet. Das wird ein herrliches Gedränge, Gerangel und Geraufe. Auch deshalb, weil viel zu wenig Rolltreppen oder Aufzüge eingeplant sind, die zusätzlich auch noch zu langsam fahren.

Wien hat folgende Devise: Reisende soll man nicht aufhalten.

Gibt eh schon zu viele Menschen in Wien... ;)

Dementsprechend wirds so ungemütlich gemacht wie möglich....

Der Schwedenplatz ist soo geil

Ostblock, wie auch der neue Westbahnhof, der Karlsplatz (U-Bahn) und vieles mehr. Das ist die wahre, versiefte, Identität Wiens und sollte international zelebriert werden!

Posting 1 bis 25 von 104
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.