Österreich bekräftigt Schutzmachtfunktion

9. November 2012, 17:53

Botschafter zu "klärendem Gespräch" geladen

Bozen/Wien - In Südtirol wird jede Regierung in Rom vor allem daran gemessen, wie sie sich zur Autonomie der nördlichsten, mehrheitlich deutschsprachigen Provinz stellt - und da ist das Kabinett von Mario Monti bisher schlecht angeschrieben gewesen. Die Kritik verstärkte sich, als Monti am österreichischen Nationalfeiertag erklärte, aus seiner Sicht sei die Funktion Österreichs als Schutzmacht überholt.

Am Donnerstagabend nahm Österreich schließlich diese Rolle formell wahr, indem Außenamtsstaatssekretär Johannes Kyrle den in Wien akkreditierten italienischen Botschafter Eugenio d'Auria, zu einem "klärenden Gespräch" lud, um zu signalisieren, dass Österreich sich an das Pariser Abkommen von 1946 und an die völkerrechtliche Praxis halte.

Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) zeigte sich am Freitag dann auch zufrieden: "Österreich hat bestätigt, dass es weiterhin seine international verankerte Schutzfunktion gewissenhaft ausüben wird." In Form und Inhalt sei die Aktion des Außenministeriums die "richtige Antwort" gewesen. Es müsse allen klar sein: Die Autonomie sei keine rein inneritalienische Angelegenheit. (gian/DER STANDARD, 10.11.2012)

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Südtirol - Österreichs Schutzfunktion

Die Schutzmachtfunktion Österreichs für Südtirol beruht auf dem Pariser Abkommen, bekannt auch als „Gruber-de Gaspari-Vertrag“ ( benannt nach den damaligen Außenministern Österreichs und Italiens, Anm. ). Es handelt sich dabei um einen völkerrechtlichen Vertrag zwischen Österreich und Italien aus dem Jahre 1946. Darin verpflichtet sich Italien unter anderem zum Schutz der Sprache und zur Gewährleistung von Autonomie bei der Gesetzgebung und deren Vollziehung.

Österreich kann als Vertragspartei von der Regierung in Rom die Einhaltung der von Italien übernommenen Verpflichtungen einfordern, deren Einhaltung überwachen und sich dazu aller diplomatischen und völkerrechtlichen Maßnahmen bedienen.

hat jemand danach gefragt oder exponierst du dich gern? ...

auf anonyme Fragen reagiere ich nicht gerne. Nenne mir deinen Namen, und ich werde dir antworten.

Dank der umfangreichen Demokratie und der vorteilhaften Lage im Herzen der wirtschaftlich stärksten Region Europas

haben die Südtiroler die Situation genutzt und gehören zu den reichsten Regionen Europas. Das allerdings verdirbt auch so manchen Charakter in dieser verhätschelten Minderheit, wenn man - mal als "unterdrückte Minderheit" einerseits, oder als "italienischer Staatsbürger" andrerseits auf seine "Rechte" pochen kann, wo´s grad günstiger ist. Klarerweise.
Da rennt man dann schnell nach Rom, oder nach Wien, je nachdem.
Skurill wirds dann, wenn Südtiroler Politiker den Thibetern eine Autonomie a la Südtirol als Vorbild empfehlen.

Es gibt eine Reihe von Fragen ....

1., direkte Demokratie - ja, aber mit den "paar Hanseln" leicht zu erreichen. Mailand bzw. Wien haben jeweis fast 4 mal soviele Einwohne wie ganz Suedtirol

2., gute Wirtschaftsdaten - ein nicht unbetraechtlicher Teil des suedtiroler Gewerbes haben nur den Firmensitz dort, die Produktionsstaetten jedoch im relstlichen Teil von Italien. Blieben (fast) nur die natuerlichen Ressourcen - Wein- und Obstbau sowie Tourismus

3., zentrale geogr. Lage - dieser Vorteil kann sich durch eine unbedachte politische Entscheidung sofort zum Nachteil wandeln (ueberhaupt durch die direkte Demokratie ein grosses Risiko).

uups!

Soll heißen: Dank der umfangreichen "Autonomie"...

Dieser Schwachsinn IST natürlich längst überholt. Er bringt nichts und hilft niemandem. Aber die Südtiroler versuchen natürlich fortwährend die Regierung in Rom zu erpressen. Ich habe Verwandte in Südtirol, aber mit diesen Spinnern will ich echt nichts zu tun haben. Die haben die letzten 100 Jahre verschlafen.

soviel köpfchen, wie ein spatz fleisch an der kniescheibe.

Ich denke, man sollte unterscheiden zwischen der deutschsprachigen südtiroler Bevölkerung, deren große Mehrheit kein Problem mit ihren italienissprachigen Mitbürgern hat, und den südtiroler Politikern, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Probleme zwishen Menschen zu schaffen und zu erhalten.

ein bruder meiner oma wurde so um 1940 in kanada erschossen - zu was für einem experten macht mich jetzt das genau?

sepp, bist du's?

nein, aber einer meiner cousins heißt so ... wo wohnt denn der sepp?

gruber degasperi

logisch ist der pariser vertrag auch noch bestandteil des friedensvertrages italiens mit den westalliierten und damit keineswegs eine inneritalienische angelegenheit. oba a klans bissi glab i dass die tolpatschige (?) äusserung von monti in bozen recht willkommen war, so kann man von anderen dingelchen ablenken.

So ein tolles Ding ist dieses Gruber-de Gasperi-Abkommen nun wieder nicht.

Aussenminister Gruber wurde nach der Vertragsunterzeichnung in Innsbruck vom dadurch als Watschn-Blaas bekannt gewordenen Trafikanten auf offener Strasse geohrfeigt.

y

aber mehr war wohl nicht drin

dieser Kommentar erinnert mich an Sarah Palin,

als sie sich als Russlandexpertin wähnte, weil man von Alaska aus Russland sehen könne

@-Walther Meneghini - Du sagst es ....

Das Gruber-DeGaspari-Abkommen ist der alleinig voelkerrechtlich bindende Vertrag. Nicht jedoch die inneritalienisch geschlossenen Vereinbarungen (hauptsaechlich in den 60er Jahren) zwischen "Rom" und "Bozen".

Schön, dass sie so wortreich schildern, keine Ahnung von Südtiroler Geschichte zu haben.

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