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Bozen/Wien - In Südtirol wird jede Regierung in Rom vor allem daran gemessen, wie sie sich zur Autonomie der nördlichsten, mehrheitlich deutschsprachigen Provinz stellt - und da ist das Kabinett von Mario Monti bisher schlecht angeschrieben gewesen. Die Kritik verstärkte sich, als Monti am österreichischen Nationalfeiertag erklärte, aus seiner Sicht sei die Funktion Österreichs als Schutzmacht überholt.
Am Donnerstagabend nahm Österreich schließlich diese Rolle formell wahr, indem Außenamtsstaatssekretär Johannes Kyrle den in Wien akkreditierten italienischen Botschafter Eugenio d'Auria, zu einem "klärenden Gespräch" lud, um zu signalisieren, dass Österreich sich an das Pariser Abkommen von 1946 und an die völkerrechtliche Praxis halte.
Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) zeigte sich am Freitag dann auch zufrieden: "Österreich hat bestätigt, dass es weiterhin seine international verankerte Schutzfunktion gewissenhaft ausüben wird." In Form und Inhalt sei die Aktion des Außenministeriums die "richtige Antwort" gewesen. Es müsse allen klar sein: Die Autonomie sei keine rein inneritalienische Angelegenheit. (gian/DER STANDARD, 10.11.2012)
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Die Schutzmachtfunktion Österreichs für Südtirol beruht auf dem Pariser Abkommen, bekannt auch als „Gruber-de Gaspari-Vertrag“ ( benannt nach den damaligen Außenministern Österreichs und Italiens, Anm. ). Es handelt sich dabei um einen völkerrechtlichen Vertrag zwischen Österreich und Italien aus dem Jahre 1946. Darin verpflichtet sich Italien unter anderem zum Schutz der Sprache und zur Gewährleistung von Autonomie bei der Gesetzgebung und deren Vollziehung.
Österreich kann als Vertragspartei von der Regierung in Rom die Einhaltung der von Italien übernommenen Verpflichtungen einfordern, deren Einhaltung überwachen und sich dazu aller diplomatischen und völkerrechtlichen Maßnahmen bedienen.
haben die Südtiroler die Situation genutzt und gehören zu den reichsten Regionen Europas. Das allerdings verdirbt auch so manchen Charakter in dieser verhätschelten Minderheit, wenn man - mal als "unterdrückte Minderheit" einerseits, oder als "italienischer Staatsbürger" andrerseits auf seine "Rechte" pochen kann, wo´s grad günstiger ist. Klarerweise.
Da rennt man dann schnell nach Rom, oder nach Wien, je nachdem.
Skurill wirds dann, wenn Südtiroler Politiker den Thibetern eine Autonomie a la Südtirol als Vorbild empfehlen.
1., direkte Demokratie - ja, aber mit den "paar Hanseln" leicht zu erreichen. Mailand bzw. Wien haben jeweis fast 4 mal soviele Einwohne wie ganz Suedtirol
2., gute Wirtschaftsdaten - ein nicht unbetraechtlicher Teil des suedtiroler Gewerbes haben nur den Firmensitz dort, die Produktionsstaetten jedoch im relstlichen Teil von Italien. Blieben (fast) nur die natuerlichen Ressourcen - Wein- und Obstbau sowie Tourismus
3., zentrale geogr. Lage - dieser Vorteil kann sich durch eine unbedachte politische Entscheidung sofort zum Nachteil wandeln (ueberhaupt durch die direkte Demokratie ein grosses Risiko).
Dieser Schwachsinn IST natürlich längst überholt. Er bringt nichts und hilft niemandem. Aber die Südtiroler versuchen natürlich fortwährend die Regierung in Rom zu erpressen. Ich habe Verwandte in Südtirol, aber mit diesen Spinnern will ich echt nichts zu tun haben. Die haben die letzten 100 Jahre verschlafen.
Ich denke, man sollte unterscheiden zwischen der deutschsprachigen südtiroler Bevölkerung, deren große Mehrheit kein Problem mit ihren italienissprachigen Mitbürgern hat, und den südtiroler Politikern, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Probleme zwishen Menschen zu schaffen und zu erhalten.
logisch ist der pariser vertrag auch noch bestandteil des friedensvertrages italiens mit den westalliierten und damit keineswegs eine inneritalienische angelegenheit. oba a klans bissi glab i dass die tolpatschige (?) äusserung von monti in bozen recht willkommen war, so kann man von anderen dingelchen ablenken.
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