Piech will noch Jahre VW vorstehen

9. November 2012, 17:16
  • Ferdinand Piech
    foto: apa/erichsen

    Ferdinand Piech

Will noch nächste Golf-Generation auf den Markt bringen

Wolfsburg - Die geplante Weltumseglung muss warten: VW-Aufsichtsratschef Piech hat beruflich noch große Pläne. Der 75-Jährige berauscht sich an schnellen Flitzern und sieht das Ein-Liter-Auto als Maß aller Dinge.

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech will seinen Job an der Spitze von Europas größtem Autobauer erst in etlichen Jahren aus der Hand geben. "Ich habe Martin Winterkorn gebeten, auch noch den nächsten Golf erfolgreich auf den Markt zu bringen", sagte der 75-Jährige der Zeitschrift "Autobild" mit Blick auf den VW-Vorstandschef.

Family Business

Piech wolle "mindestens so lange" Chef des Kontrollgremiums bleiben. Die aktuelle siebte Generation des Golf soll ab diesem Samstag bundesweit bei den Händlern stehen. Eine neue Version des Kompaktwagens kommt alle fünf bis sieben Jahre heraus.

Piech war erst vor einigen Monaten für fünf weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Damals zog auch seine Ehefrau Ursula Piech (55) in den Aufsichtsrat ein. Ein Ende der Expansion bei Volkswagen sieht er noch nicht - eine "reformfähige Marke" passe noch. Der begeisterte Bugatti-Fahrer denkt nach eigenen Angaben über den Bau eines 460 km/h schnellen 1.500-PS-Boliden bis 2015 nach, sieht aber den Ein-Liter-Wagen als Mass aller Dinge. (APA, 9.11.2012)

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8 Postings
Unbestritten steht der Erfolg von VW mit dem Namen Piech in unmittelbarem Zusammenhang, ...

.... aber es macht schon Sorge, wenn gealterte Granden das Heft nicht aus der Hand geben und glauben, durch Autorität und Starrsinn ein Unternehmen führen und lenken zu können. Das ging vielleicht in der Nachkriegsphase gut, heute jedoch sind anderer Rezepte für den Erfolg von Gültigkeit.

Da kann sich die Konkurrenz die Hände reiben, man erinnere sich wie VW kriselte als er als Vorstand abtrat

Schade, ich hätte so gehofft, dass auch er in die Politik geht.

Bei dieser Erfolgsstory,....

..wäre er ja ungeschickt dies nicht zu wollen. Abgesehen davon gehört Ihm der Laden ohnehin - defacto mehr als dejure :-)

Theoretisch

gehört im Porsche, die wiederum mehr als 50% der VW-Aktien halten, wobei VW aber den Autohersteller Porsche komplett übernommen haben.

Guter Mann

Sie verwechseln Piech mit Pischetsrieder und Bernhard die VW aus der Krise fuhren nach dem Abgang von Piech als Konzernchef.

Na vielleicht geht er ja auch noch in die Politik.

Die Geriatrokratie ist ja momentan en vogue.

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