Semperit dürfte schlechtere Zahlen liefern

9. November 2012, 16:59
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Umsatzrückgang von neun Prozent erwartet - Nettogewinn soll 19 Prozent unter Vorjahreswert liegen

Wien - Die Analysten von Erste Group, Kepler Capital Markets und der Raiffeisen Centrobank (RCB) erwarten für die am Dienstag anstehenden Drittquartalsergebnisse des Kunststoff-und Kautschukproduzenten Semperit sinkende Umsätze. Zudem rechnen die Experten mit rückläufigen Ergebniszahlen und einem ebenso schwächeren Nettogewinn.

Im Durchschnitt prognostizieren die Experten um neun Prozent niedrigere Quartalserlöse von 201,13 Mio. Euro, nach 220,10 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) wird im Mittel bei 28,73 Mio. Euro gesehen, und damit um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert von 30,3 Mio. Euro.

Das geschätzte Betriebsergebnis (Ebit) liegt durchschnittlich bei 23,10 Mio. Euro und damit um zwölf Prozent unter den 23,10 Mio. Euro im dritten Quartal 2011. Beim Nettoergebnis wird mit einer Abschwächung von 19 Prozent auf 12,3 Mio. Euro gerechnet (Vorjahr: 15,20 Mio. Euro).

"Wir erwarten nicht zu viel vom dritten Quartal, für das wir im wesentlichen eine Fortsetzung des Trends sehen", meint Erste-Analyst Christoph Schultes. "Die Umsätze dürften nach unten gehen, im Vergleich zum vergangenen Quartal und auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, und eventuell unter die Marke von 200 Mio. Euro fallen", so der Experte weiter.

Die Ergebnisse der einzelnen Divisionen dürften ähnlich jenen im zweiten Quartal ausfallen, meint Kepler-Analyst Stephan Trubrich. Ausnahme ist seiner Ansicht nach der Bereich Semperflex, wo die makroökonomische Abschwächung und die schwächere Kapazitätsauslastung im August einen leichten Rückgang der qoq-Marge auslösen könnten, so der Experte.

Auch Arno Supper, Analyst der RCB, erwartet keine signifikanten Abweichungen im Vergleich zum Vorquartal. Die Fixkosten von Semperit dürften angesichts der Übernahme des malaysische Gummihandschuhproduzenten Latexx Partners hoch bleiben, meint der Experte. (APA, 9.11.2012)

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