Berufseinsteiger sind immer unzufriedener

9. November 2012, 16:50
38 Postings

Nur 54 Prozent mit beruflichen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten zufrieden

Wien - Berufseinsteiger werden immer unzufriedener. Das zeigt der Arbeitsklima-Index, der am Freitag präsentiert wurde und bei jungen Arbeitnehmern von 118 auf 109 Punkte abgestürzt ist. Nur mehr 54 Prozent sind mit ihren beruflichen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten zufrieden. Das ist eine Verschlechterung um 17 Prozentpunkte. Weiters gibt es Kritik am Führungsstil der Vorgesetzten und die psychische Belastung ist gestiegen.

Die jungen Beschäftigten blicken pessimistischer in die wirtschaftliche Zukunft des Landes als im Vergleich zum Herbst 2010. Aktuell sind nur 63 Prozent optimistisch, was ein Minus von neun Prozentpunkten ist.

AK will Weiterbildung in Kurzarbeitszeiten

"Die Politik muss auf die schlechte Stimmungslage reagieren. Es müssen Maßnahmen gesetzt werden, um den Arbeitsmarkt in Schwung zu halten", forderte dazu der oberösterreichische Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer. Weiters fordert Kalliauer die Unternehmen auf, den Berufseinsteigern durch Weiterbildung neue Perspektiven aufzuzeigen. Das sei auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich. "Kurzarbeit lässt sich gut mit Aus- und Weiterbildung kombinieren", so Kalliauer.

Der allgemeine Arbeitsklima-Index liegt aktuell bei 108 Punkten. Der Index stagniert seit zwei Jahren bei 107 bis 108 Punkten. Auffallend ist eine deutlich niedrigere Zufriedenheit mit nur 100 Punkten bei den Beschäftigten im Wien. Kalliauer dazu: "Die Auswirkungen der Krise sind in Wien zeitverzögert zu spüren." (APA, 9.11.2012)

Share if you care.