Vielfältige Chancen: IT-Fachkräfte fehlen rundum

Jedes zweite heimische Unternehmen klagt über personelle Engpässe im Bereich IT, Datenmanagement und Datensicherheit, sagt der Fachverband - Mit einer Offensive wird nun über die Chancen informiert

Wie das "Digital Manifesto" der Boston Consulting Group unterstreicht, ist die Internetwirtschaft in einigen Ländern mit bis zu acht Prozent Anteil am BIP der Wachstumstreiber und Jobmotor für die lokale Wirtschaft. Alfred Harl, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT): "Diese Zahlen unterstreichen ganz klar: Alle unsere Lebensbereiche werden digitalisiert, und es entstehen kontinuierlich neue Jobprofile. Wir brauchen dringend qualifizierte Fachkräfte, die in Zukunft diese Aufgaben bewältigen können."

Konkreter Bedarf

Denn: Jedes zweite größere österreichische Unternehmen (ab 20 Arbeitskräften) hat bereits Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden, und knapp die Hälfte aller heimischen IT-Unternehmen hat einen konkreten Personalbedarf innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bis 2020 werden zahlreiche IT-Fachkräfte in Pension gehen, und der Fachkräftebedarf steigt.

Der Fachverband will dieser Entwicklung mit der "IT-Offensive 2020" begegnen und zeigt die Zukunftschancen - Mobilität, internationale Karrieren und Topgehälter - für Jugendliche am IT-Markt in Österreich auf. "90 Prozent aller digitalen Daten wurden in den vergangenen beiden Jahren erzeugt, die Informationsflut in unserer Wissensgesellschaft wächst unaufhörlich. Allein im Bereich der Datenverarbeitung brauchen wir in den nächsten Jahren Spezialisten, die diese riesigen Datenmengen sinnvoll für uns managen", betont der Fachverband - Experten für Datensicherheit noch gar nicht erwähnt, ein Aufgabenbereich, der bereits in vielen Ländern für Personalengpässe sorgt.

140.000 bis 190.000 Mitarbeiter gesucht

Laut dem McKinsey Global Institute suchen allein US-amerikanische Unternehmen derzeit 140.000 bis 190.000 Mitarbeiter für das Datenmanagement, und das branchenübergreifend von Sport, Forschung bis zu öffentlichen Institutionen.

Der IT-Sektor ist auch in Österreich zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden: 30 Prozent der Wettbewerbsfähigkeit und 50 Prozent der Produktivitätssteigerung der heimischen Wirtschaft gehen auf das Konto der IT, rechnet die Wirtschaftskammer vor.

Allerdings fehlt spürbar noch immer (trotz einer Reihe von Initiativen) die Teilhabe der Frauen: Während Indien in der IT einen Frauenanteil von 50 Prozent aufweist, sind es in Österreich bisher nur 14 Prozent. Zwar entwickelt sich der Raum Wien-Bratislava immer stärker zum Cluster für IT-Start-ups - Stichwort App-Entwicklung -, aber um den Standort zu sichern, brauchte es aber endlich einen eigenen Regierungsbeauftragten für diesen Bereich, verlangt der Fachverband. (red, DER STANDARD, 10./11.11.2012)

Ein Überblick über die vielseitigen Berufsbilder und Jobmöglichkeiten plus Infos zur Offensive 2020 unter: www.it-jobfuersleben.at

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LOL

letzte Anzeige in der Gemeindepost. Gesucht ist jemand der die PCs, das Netzwerk wartet und nebenbei die Telekommunikation und Handys.

Und jetzt kommt - gebotener Stundenpreis: 8,50 Euro

LOL - unter jeder Putzfrau

IT Fachkräfte werden gesucht, HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

IT Fachkräftemangel?

Vielleicht in der nächsten Galaxie links vom Industiestammtisch-Nebel.

Bei uns in der Realität wird versucht die Gehälter unter die Armutsgrenze und die Preise über den Mond zu drücken.

Hier ein aktuelles Beispiel was von einem Netzwerk-Administrator verlangt wird: (2)

Ihr Voraussetzungen:

- Mehrjährige Berufserfahrung mit Windows-Systemen
- Gute Kenntnisse der Windows-Betriebssysteme (Server/Client), Server Tools (Exchange, SQL Server) und MS-Office Produkte
- Erfahrung im Aufbau relationaler Datenbanksysteme (MS SQL Server, Oracle)
- Grundkenntnisse Programmierung (VBS, VBA, VB, .NET, JAVA)
- Sehr gute Englischkenntnisse
- Linux sowie Oracle Kenntnisse von Vorteil

ROFL!

Die brauchen mind. 4 Leute:
1 x Netzwerkadministrator für Win. Serv. u. Clients +
1 x Support/Helpdesk für Kunden, Vertrieb und Intern
1 x Web-Designer u. Programmierer
1 x Java + C# Programmierer

suchen aber (natürlich) nach einem Administrator :-D
und wollen natürlich minimum KV zahlen :-D

They did my day ROFL

Hier ein aktuelles Beispiel was von einem Netzwerk-Administrator verlangt wird: (1)

Ihre Aufgabe umfasst die Betreuung der gesamten Netzwerkinfrastruktur samt Administration der Server- und Clientlandschaft, bestehend aus: Hyper-VCluster, VMWare ESXI Server, CiscoFirewall
Weiters gehört die Active-Directory-Verwaltung genauso zum täglich Brot wie die Durchführung von Installationen und Updates (Server/Client), Fehleranalyse und -behebung (Server/Client, Netzwerk), die Beschaffung von Hard- und Software, die Datensicherung und Datensicherheit sowie die Betreuung bestehender Web-Applikationen. Sie sind die erste Ansprechperson für Innen- und Außendienstmitarbeiter, einschließlich weiterer Niederlassungen....

Bitte fällt auf diese von Wirtschaft bezahlte Kampane nicht herein!

Die wollen mit solche bezahlte Kampagnen doch nur (händeringend) den Markt übersättigen um leichter Lohn-Dumping zu betreiben!

"bereits Probleme, geeignete Fachkräfte"

der regelmässige Platzfüller :-))

Vor drei Wochen...

war ich der Erste ;)

Händeringend!

War ich erster?

:( nein.

Tip:

Die 190.000 offenen Stellen einfach beim AMS ausschreiben!

Arten der IT-Berufe

1.) Administration kleinere Firmen
=> selbstständige Admina oder Admin
2.) Administration mittlere/größere Firmen
=> angestellte Admins
3.) Kleine und mittlere Software-Projekte
=> ausschreiben
4.) Große Software-Projekte
a.) mittlere Firma mit Manager, Developern, Testern beauftragen, die sich hier noch Leute dynamisch dazunimmt und bei kritischen Projekten am besten einen unixlastigen Microsoft-Consultant nehmen.
b.) große Firma im Ausland oder Microsoft beaufragen
c.) eigene Developer, Tester, Manager-Truppe rekrutieren und denen Räumlichkeiten zu verfügung stellen.
(a gut, b teuer, c risiko)

und nicht vergessen: Software braucht Wartung

und sicher mehr Wartung als eine Therme.
Mit dem Auto kann man es am Besten von Wartung und Lebenszeit vergleichen.
Software ist nur teurer bei der Wartung, aber dafür genügt bei gescheiten Firmen und Lösungen ein größeres Update nach 7 Jahren im Gegensatz zum Neuwagenkauf.
Ohne Planung gibts böse Überraschungen, aber weniger als im Baugewerbe beim Skylink

du redest von klassischen reinen Software Lösungen

bei eher Dingen, wo Maschinenbau, Elektronik, Mechatronik in Kombination mit Software eingesetzt wird, würd ich mich mehr an die Frequentis wenden.

Fachverband ist unfähig und ruft nach Regierungsbeauftragten

ich erkläre mir den "fachkräftemangel" ja so

es findet eine ausschreibung zu einem software-projekt statt bei dem ca. 20 Mitarbeiter ein Jahr beschäftigt sind.
10 firmen bewerben sich - aber nur einer bekommt natürlich das projekt.
die 10 firmen geben aber alle an, daß sie 20 Mitarbeiter brauchen für dieses Projekt - also werden 200 Mitarbeiter gesucht.

und wenn man jetzt 2000 softwareprojekte hat mit diesem volumen dan kommt man leicht auf "händeringend" wenn man die einzelnen firmen fragt.

da ist sicher was dran,

nur dass manche Sache nur sehr intern an Freunde & Co ausgeschrieben werden, was gerade bei dem Reichshälften-Konflikt nie die beste Truppe bringt.
Weiters wird falsch gespart: Firmen mit kritischen Daten und auch genug Mitarbeitern und benötigter Reaktionszeit brauchen MEHR als nur einen selbstständigen Admin, der auch für 3 andere Firmen betreut. Da gehört mindestens 1 Admin angestellt und 1 Selbstständiger als Backup.
Alle Computer sind Ausfallsicherung, aber bei der Man/Women-Power wird wenig Ausfallrisiko einkalkuliert. Ideen, wie Skifahrverbot halte ich für Blödsinn. In Kenia darf zwar der Admin auch nicht Motorrad fahren, das liegt aber an Motorrad-Räubern. Dafür gibts als Dienstauto: VW-Touarag.

na, sind schon wieder 5 wochen vergangen?

korrigiere - nur 2 wochen

"Wir suchen händeringend......"

Vielleicht sollten diese IT-Fachkräfte anders entlohnt werden. Weniger Frust = Besseres Arbeitsergebnis.

Die sollen sich mehr nach selbstständigen Subunternehmern umschauen,

die müssen sich halt mehr mit Wirtschaft beschäftigen.
Hier an IT-Subunternehmer gewisse Dinge outsourcen und mehr Bausteinzerlegung machen, was bei IT-Projekten gerade ja sehr einfach ist. Ich habe halt das Risiko, dass der nicht liefert oder insolvent geht, aber bei ITlern im Unternehmen habe ich das Risiko, dass der das nicht zambringt oder krank wird oder in Karenz geht oder kündigt oder stirbt.
RiskManangement ist eine Kunst, die zu wenige richtig beherrschen.
Nach Indien würde ich nichts outsourcen, wegen der Sprachdifferenz und Zeitzonen Differenz und des KommunikationsDelay, aber in die Slowakei zu Unternehmen mit Ruf, die man auch meeten kann, no problem!

Das ist das beste regulativ, der freie Markt!

Werden die heimischen Subunternehmer exorbitant teuer, dann geht man an slowakische heran.
Sind die heimischen nur etwas teurer, dann ist das Risiko des Kommunikations-Overhead, der genaueren Spezifikation in Englisch oder Slowakisch und die Klage im anderen EU-Land aber zu hoch.

es haben ja so vor dem Outsourcen Angst,

aber das ist so ein Blödsinn.
Wenn jemand das billigsten Unternehmen in Thailand oder Indien nimmt, dann wünsche ich ihm viel Spaß bei der Kommunikation, beim Fortschritt des Projektes und letztendlich beim Rechtsstreit vor dem thailändischen oder indischen Gericht.
Da ist man zuerst vorher selbst insolvent ;)
Mit großen Partnern, wie Microsoft India kann man das natürlich machen, die sind aber dann auch vergleichsweise an internationale (=amerikanische) Preise angepasst!

Die guter Inder sind bei größeren Firmen und

wissen, was sie wert sind ;)

Leute was regen wir uns denn auf wie verdienen eh alle so super in der Branche!

Meint zumindest User Raymond

http://derstandard.at/plink/135... id28877104

Erzählt das doch der SPÖVP-Regierung!

Die handelt ja - so ein Zufall - wider jeglicher Logik. Für MINT (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaft/Technik) werben aber im selben Atemzug die Studienplatzbeschränkung für Informatik einführen.
Dann soll doch die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung zusätzliche Studienplätze finanzieren. Oder wie wärs, wenn die IT-Industrie mal was der Gesellschaft zurückgibt und in Österreich kooperatives und praxisorientiert, projektbezogenes Studienplatzsponsoring betreibt?

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