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Wien/Salzburg - Bereits Anfang des Jahres haben 158 Beschäftige bei Sony in Salzburg ihren Job verloren. Sony DADC Austria hatte 76 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. 82 Leiharbeiter wurden nicht weiter beschäftigt und an ihre Überlasserfirmen zurückgeschickt. Gleichzeitig schnürte das Unternehmen mit Betriebsrat und Gewerkschaft ein Sozialpaket im Ausmaß von mehr als zwei Millionen Euro.
Nach der ersten Kündigungswelle waren in diesem Jahr noch rund 1.300 Mitarbeiter an den Standorten Anif und Thalgau beschäftigt. Nach den erneuten Kündigungen und Vertragsauflösungen werden inklusive sonstiger Abgänge weiterhin 1.080 Personen bei Sony in Salzburg beschäftigt sein, hieß es aus dem Unternehmen. Die Kündigungen seien erfolgt, um auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu sein.
"Auf den fortlaufenden Marktrückgang bei den physischen Medien haben wir im Januar 2012 mit einer Straffung unseres Produktionsprogramms geantwortet. In den vergangenen Monaten ist die Konjunktur in Europa eingebrochen und gleichzeitig hat sich die Entwicklung von physisch hin zu digital beschleunigt. Wir müssen uns dieser neuen Realität stellen, um weiterhin im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein," erklärte Dieter Daum, President und CEO von Sony DADC, warum erneut Mitarbeiter gekündigt werden. "Dieser Schritt fällt allen Beteiligten sehr schwer, vor allem jenen Mitarbeitern, die in den vergangenen 25 Jahren unseren Erfolg mitbestimmt haben und das Unternehmen nun verlassen müssen."
Die Gewerkschaft zeigte sich optimistisch. Zwar ließen sich die betriebsbedingten Kündigungen beziehungsweise Auflösungen "nicht verhindern, wir versprechen den Betroffenen jedoch, dass gemeinsam mit dem Betriebsratsvorsitzenden Fritz Wodnar und der Arbeiterkammer Salzburg umgehend Sozialplanverhandlungen aufnehmen wird", hieß es am Freitag.
Die neuerliche Kündigungswelle bei Sony in Salzburg kam für Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) überraschend. Sony habe noch im Sommer dieses Jahres davon gesprochen, dass der weltweite Sanierungskurs des Konzerns keine weiteren Auswirkungen auf die beiden Salzburger Standorte haben werde, erklärte die Arbeitsmarktreferentin. Sie sprach in einer ersten Reaktion von einer "sehr bedauerlichen Entwicklung vor allem für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für den Wirtschaftsstandort Salzburg". Das Land werde die Betroffenen bei Bedarf im Rahmen von Arbeitsstiftungen bei der beruflichen Um- oder Neuorientierung unterstützen, sagte die Landeshauptfrau.
Im April hatte der japanische Elektronikkonzern Sony den Abbau von rund 10.000 Mitarbeitern angekündigt. Damals hatte es geheißen, dass der Personalabbau keine Auswirkungen auf die beiden Standorte von Sony DADC Austria in Anif und Thalgau im Bundesland Salzburg habe.
Sony DADC in Europa erwirtschaftete im vergangenen Finanzjahr 2010/11 einen Gesamtumsatz von 550 Mio. Euro. Sony DADC ist in 19 Ländern weltweit mit Standorten vertreten. Produktionsstandorte befinden sich in Anif und Thalgau (Salzburg), Pilsen (Tschechien), Southwater (Großbritannien) und nahe Moskau (Russland). (APA, 9.11.2012)
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Liebe Fr. Landeshauptfrau Burgstaller,
die wundersame Welt der Wirtschaft ist komplex - und doch so einfach nachzuvollziehen. Ein Blick in die Wirtschaftsseiten der internationalen Tageszeiten oder auf die Gadgets der Jugend reicht aus, um zu erkennen, dass die großen Zeiten von Sony vorbei sind.
Wer nutzt heute noch einen Walkman oder Discman? Fast niemand!
Wer trägt heute einen iPod oder ein Smartphone von Samsung mit sich herum? Fast jeder!
Bitte nicht überrascht sein, dass Sony sich daher gezwungen sieht, auch die Produktionsanlagen im schönen Salzburger-Land herunterzufahren.
Mit besten Grüßen nach Salzburg
Ein Nicht-Salzburger
Arbeitsplaetze in einem land abzubauen, das uber zu hohe lohnkosten, steuern, mindestloehne und verwaltungkosten verfuegt und es in laender zu verlagern, die dies nicht haben. Eine natuerliche verschiebung des wohlstandes in neue laender.
Gelesen aber nicht verstanden!
Die physischen Speichermedien wie CD, DVD und Bluray werden in wenigen Jahren aussterben,
und durch die digitalen Medien wie das Internet abgelöst.
Genauso wie der Röhrenbild Fernseher durch das
LCD TV abgelöst wurde.
Das hat nun wirklich nichts mit Löhnen zu tun,
oder der Firma Sony,
es trifft alle Hersteller.
Sowohl CD (Musik-Klumps) als auch DVD/Blue-Ray hat die letzten 5 Jahre weltweit steigende Verkaufs- und Absatzzahlen.
Auf welche Fakten gründen Sie Ihre Glaskugelei, dass CD, DVD und Bluray in wenigen Jahren aussterben und durch die digitalen Medien wie das Internet abgelöst werden? Merke: CD/DVD/Blue-Ray sind auch Digitale Medien.
Zu Ihrer Prognose betrachten Sie mal die zig Prognosen seit 20 Jahren, dass Bücher "aussterben" werden und durch E-Books und Internet abgelöst werden. Nichts von allen diesen Untergangsprognosen hat sich seit Jahrzehnten bewahrheitet.
Es trifft alle! Und es wird noch böse enden.
Weil wenn es schlecht(er) geht, werden alle - noch mehr - sparen (müssen).
Und das ist der Ruin unseres Systems - ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen.
Trotzdem sperren sich viele gegen eine spürbare Umverteilung von "Vermögen - Einkommen - Arbeit". Dabei ist das die einzige (!) Chance, dem Teufelskreis zu entkommen.
Funktionalitäten von technischen Geräten und die Produktivität von Anlagen ist immer gestiegen und in den letzten Jahrzehnten sogar gigantisch.
Technik ist und war immer wertfrei und war immer eine Frage, wie die Menschen - die Gesellschaft - mit dem rasanten technischen Fortschritt umgeht.
Sony - und auch einige andere renommierte High-Tech Unternehmen - sind ein hervorragender Beweis, dass es Lebenszeit-Arbeitsplätze kaum mehr geben wird.
Eines scheint unbestritten zu sein: Der technische Fortschritt / Innovationen lassen sich nicht aufhalten.
Aber uns wird die Arbeit auszugehen. Für Junge und Alte wird es immer schwieriger, was (passendes) zu finden.
Umverteilung von "Vermögen - Einkommen - Arbeit" scheint aber Tabu zu sein.
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