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An zwei Abenden zu Gast: Komponistin Rebecca Saunders.
Salzburg - Die dritte Salzburg Biennale an drei Wochenenden im März 2013 wird deutlich kleiner. Zumindest das Kartenangebot ist nach eher enttäuschendem Publikumszuspruch 2011 von 7.000 auf rund 3.000 zugrückgefahren worden, wie am Freitag bei einem Pressegespräch bekannt gegeben wurde. Auch die Zahl der Konzerte wurde von 32 auf 25 reduziert.
Geplant sich an drei langen Wochenenden von 1. bis 17. März 30 Veranstaltungen und 25 Konzerte. Die Werke von 18 verschiedenen Komponisten werden zu hören sein, darunter Uraufführungen von sechs Komponisten, 24 österreichische Erstaufführungen sowie Werke von Komponisten wie Bach, Schubert oder Debussy. "Man muss in die Vergangenheit schauen, um zu verstehen, woher man kommt und wohin man geht", erläuterte Intendantin Heike Hoffmann. Gespielt wird auf den Bühnen im Republic, in der ARGEkultur, der Stiftung Mozarteum, der Universität Mozarteum, den Altstadt-Kavernen, im Kunstatelier Bergstraße, im Museum der Moderne und im Weinkeller des Altstadt-Gasthauses Blaue Gans.
Die herausragenden Programmangebote sind "Kalkwerk", ein Musiktheater von Helmut Oehring nach Franz Kafka, zwei Abende mit der hierzulande noch wenig bekannten Komponistin Rebecca Saunders und das große Preisträger-Konzert mit Werken des Gewinners des Salzburger Musikpreises - der heißt 2013 Georg Friedrich Haas. Als bekannteste Interpreten gelten Mario Formenti, das Österreichische Ensemble für Neue Musik und Johannes Kalitzke, das Ensemble Modern und das Ensemble Resonanz.
Annähernd gleich geblieben ist die öffentliche Subvention für dieses aus dem Mozartjahr 2006 hervorgegangene Festival für zeitgenössische Musik: 2011 standen den Organisatoren 700.000 Euro an Subvention zur Verfügung, für 2013 sind es 665.000 Euro - und zwar je 300.000 von der Stadt Salzburg und dem Salzburger Altstadtverband sowie 65.000 Euro vom Land Salzburg.
Das Gesamtbudget der Salzburg Biennale beträgt 821.000 Euro. Neben privaten Fördergeldern sind 30.000 Euro (etwa vier Prozent vom Gesamtbudget) an Verkäufen der Eintrittskarten eingerechnet. "Wir gehen schon davon aus, dass wir mehr als 70 Prozent der Eintrittskarten auch verkaufen werden", sagte Intendantin Hoffmann.
Bürgermeister Heinz Schaden - größter Geldgeber dieses Festivals - stellte sich heute explizit hinter die Biennale und sagte, man brauche eben einen langen Atem. "Die Salzburg Biennale ist die wichtigste kulturelle Neuerung der vergangenen Jahre in dieser Stadt. Auch wenn es einen Nörgler gibt, der immer wieder auf dieses Festival hinhaut (SP-Schaden meint wohl die Stadt-ÖVP, Anm.), müssen wir jetzt dranbleiben und sollten nicht so tun, als wäre Kunst bloß ein wirtschaftliches Ereignis. Salzburg braucht mehr als die Festspiele und das Adventsingen".
Altstadtverbands-Geschäftsführerin Inga Horny blies ins selbe Horn: "Natürlich wird die Biennale jetzt nicht riesige Touristenströme auslösen. Aber die Positionierung Salzburgs als Stadt mit zeitgenössischer, avantgardistischer Farbe ist aus marketingtechnischer Sicht wichtig und erstrebenswert", erklärte Horny, die insgesamt 2.200 Geschäftsleute vertritt und ihren Vorstand und Altstadt-Ausschuss "einstimmig" hinter sich weiß. (APA, 9.11.2012)
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