Assad bestreitet Kriegsverbrechen seiner Regierung

9. November 2012, 13:15
42 Postings

Syrischer Staatschef sieht Zukunft allein von Wahlen abhängig

Damaskus/Moskau - Der syrische Staatschef Bashar al-Assad hat bestritten, dass seine Regierung im Kampf gegen Aufständische Kriegsverbrechen begangen habe. Die syrische Armee bekämpfe "den Terrorismus" und Schütze das syrische Volk, sagte Assad in einem Interview im russischen Fernsehsender Russia Today am Freitag. Dass seine Truppen bereits 20 Monate in den Gefechten durchgehalten hätten, beweise, dass die Bevölkerung die Armee unterstütze. Im Gegenzug beschuldigte er die Rebellen, für Kriegsverbrechen verantwortlich zu sein.

Assad betonte gleichzeitig, über seine eigene Zukunft könnten nur Wahlen entscheiden. Die Wahlurne werde "jedem Präsidenten ganz einfach befehlen, zu bleiben oder zu gehen", sagte er in dem Interview. Er bezeichnete den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan, der sich während des Syrien-Konflikts vom einstigen Verbündeten Damaskus losgesagt hatte, zudem als "Kalifen". "Er hält sich für den neuen Sultan des Osmanischen Reichs" und denke, er könne die Region entsprechend kontrollieren, sagte Assad.

Seit Beginn des Konflikts zwischen Aufständischen und Regierungstruppen Mitte März 2011 wurden in dem Land nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 37.000 Menschen getötet. (APA, 9.11.2012)

Share if you care.